11.04.2017 |

Auf zum 1. Mai

Wir sind viele. Wir sind eins.

Bild: DGB

Es geht nicht gerecht zu in Deutschland. Das ist das Gefühl einer großen Mehrheit von Menschen, die hier leben. Die Ursachen sind vielseitig. Ob auf dem Arbeitsmarkt, bei der Renten- und Krankenversicherung oder bei den Entgelten.

Wir haben aber ein Recht auf ein Leben in Würde. Dazu gehört eine anständige Bezahlung für die geleistete Arbeit, ein Beschäftigungsverhältnis, das Lebensplanung zulässt, bei Arbeitslosigkeit ausreichend abgesichert zu sein, eine Krankenversicherung, die nicht differenziert und die solidarisch finanziert wird und eine gesetzliche Rente, mit der man in Würde leben kann.

Mit Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen wie Digitalisierung und Energiewende gilt es, die Schutzrechte der Arbeitnehmenden zu stärken, die Tarifbindung auszubauen und die Mitbestimmungsrechte für die betrieblichen Interessenvertretungen zu stärken.

Eine solidarische Gesellschaft bedeutet, ein gerechtes Steuerkonzept zu haben, in dem starke Schultern die Schwächeren stützen. Das geht nur mit einen handlungsfähigen Staat, der für eine gerechte Verteilungspolitik und eine solidarische Gesellschaft einsteht. Wir wollen einen Staat, der eine zukunftsfähige Infrastruktur aufbaut und pflegt, der bezahlbare Wohnungen baut und einen öffentlichen Dienst hat, der seine Aufgaben erfüllen kann. Zukunft qualitativ zu gestalten, heißt integrieren statt auszuschließen.

An folgenden Orten in unseren Geschäftsstellenbereichen könnt ihr an Veranstaltungen rund um den 1. Mai teilnehmen:

Erfurt, 10:00 Uhr, Staatskanzlei

Erfurt, 10:30 Uhr, Demonstration

Erfurt, 11:00 Uhr, Anger, Hauptredner: Bernd Spitzbarth

Weimar, 09:30 Uhr, Markt

Apolda, 11:30 Uhr, Schulplatz

Sömmerda, 09:30 Uhr, Marktplatz

Sondershausen, 10:00 Uhr, Markt

Mühlhausen, 10:00 Uhr Untermarkt

Kinostart am 2. März

"Der junge Karl Marx" kommt in die Kinos - IG Metall Mitglieder profitieren

Copyright: Frédéric Batier, Neue Visionen Filmverleih

Zum Inhalt des Films:

Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution: der 26-jährige Karl Marx (August Diehl) lebt mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig. Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt. Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel, sie können sich hervorragend miteinander betrinken, und sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen.

Die sozialen und politischen Krisen brodeln, doch die Intellektuellen in Deutschland und Frankreich reagieren nur mit ausflüchtender Rhetorik. Marx und Engels wollen nicht mehr nur Theorie, sondern Wirklichkeit, sie wollen den Massen ein neues Weltbild geben. Doch dafür müssen sie die Arbeiterbewegung hinter sich bringen – nicht so leicht, denn mit ihrer jugendlichen Anmaßung stoßen Marx und Engels so manchen gestandenen Revolutionär vor den Kopf. Trotz Zensur, Polizeirazzien und internen Machtkämpfen lassen sie nicht nach in ihren Versuchen, eine neue Vision von menschlicher Gemeinschaft zu formulieren.

DER JUNGE KARL MARX ist großes historisches Kino über die Begegnung zweier Geistesgrößen, die die Welt verändern und die alte Gesellschaft überwinden wollten. In großen Bildern und mit viel Sensibilität erzählt Regisseur Raoul Peck die Entstehungsgeschichte einer weltbekannten Idee als Porträt einer engen Freundschaft. Ihm gelingt ein so intimer wie präziser Blick in die deutsche Geistesgeschichte, die durch zwei brillante und gewitzte Köpfe seit der Renaissance nicht mehr so grundlegend erschüttert wurde.

Mehr Infos, weitere Spielorte und den Trailer zum Film findet ihr auf der Filmhomepage.

Gleichstellung ist ganze Arbeit

Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in Erfurt

In Erfurt lädt der DGB-Stadtverband Erfurt und der DGB Thüringen zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Frauentag ein.

Die Veranstaltung findet statt am

8. März | 18 Uhr | im Café Nerly (Marktstr. 6, Erfurt).

Bei der Veranstaltung mit Politik und Kultur geht es um die Frage, welche Anforderungen Frauen an die Parteien zur Bundestagswahl haben und wie es nach der Bundestagswahl weiter geht. Welche tarifpolitischen Forderungen haben wir aus Frauensicht und wie kommen wir endlich zu einer gesellschaftlichen Neubewertung frauentypischer Berufe?

Solche und andere Fragen werden in lockerer Runde besprochen. Gleichzeitig soll allen aktiven Frauen für ihr Engagement gedankt werden. 

Gleichstellung ist ganze Arbeit

Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in Nordhausen

Der Ortsfrauenausschuss (OFA) der IG Metall Nordhausen möchte die Tradition beibehalten, zum Internationalen Frauentag eine Veranstaltung für die Frauen der IG Metall zu organisieren.

In diesem Jahr haben wir wieder eine Filmvorführung organisiert.

Dazu laden WIR herzlich ein

am 11. März 2017| um 11.00 Uhr | im Tabakspeicher (Bäckerstr. 20, Nordhausen)

Gezeigt wird der Film "Suffragette. Taten statt Worte". Er zeigt die Geschichte mutiger Frauen, die um vieles kämpften, was heute selbstverständlich ist, wie das Wahlrecht oder das Rauchen auf öffentlichen Plätzen. Im Vordergrund stehen Würde und Selbstbestimmung sowie gerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. In der Geschichte des Feminismus ist die Einführung des Wahlrechts für Frauen 1918 in Deutschland ein Meilenstein.

Anschließend ist Raum für einen Austausch und gemütliches Beisammensein bei einem kleinen Snack gegeben.

Wir würden uns freuen, dich bei der Filmvorführung begrüßen zu dürfen und bitten dich, dich bis zum 03. März 2017 bei unserer Kollegin Heike Marx anzumelden. 

21.11.2016 |

Jubilar-Ehrungen in Erfurt und Nordhausen

35.570 Jahre IG Metall in Mittel- und Nordthüringen

Kurz hat Bernd Spitzbarth, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Nordhausen, für Verwirrung gesorgt: „Wir feiern 35.570 Jahre IG Metall in Mittel- und Nordthüringen.“ Wie konnte das sein? „So viele Jahre Mitgliedschaft und Lebenszeit haben unsere diesjährigen Jubilarinnen und Jubilare zusammengerechnet eingebracht.“ klärt er auf und im Loft des Kresseparks Erfurt folgte erhellendes Lachen.

In Nordhausen und Erfurt wurden am 28. Oktober und 17. November viele Kolleginnen und Kollegen für ihr Jahrzehnte währendes Engagement und ihren Einsatz für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und die Verbesserung der Arbeits- und Entgeltbedingungen in Mittel- und Nordthüringen geehrt. Darunter auch 33 Frauen und Männer, die bereits stolze 70 Jahre Mitglied in ihrer IG Metall sind.

Bernd Spitzbarth nahm in seiner Festrede sowohl Bezug auf die letzten Jahrzehnte als auch auf die aktuelle gewerkschaftspolitische Ausrichtung der IG Metall. Dabei standen Themen wie die paritätische Finanzierung der Sozialversicherung, die Rente und Fragen der Arbeitszeitgestaltung im Fokus. Und auch im Saal konnte bei interessanten Gesprächen und Kulturprogrammen, die so manchen sich vom Stuhl erheben ließen, der Blick in die Vergangenheit der Gewerkschaftsbewegung, aber auch in die Zukunft gerichtet werden.

„Vielen Dank für diesen schönen Abend!“, hörte man an beiden Orten am Ende des Abends.

„Wir haben zu danken.“

15.11.2016 |

Vertrauensleutekonferenz in Thüringen

Kraftvolles Signal für ein Umdenken zu Arbeitszeitfragen und der Etablierung eines gerechten Rentensystems

Arbeitszeit und Rente sind einige der Kernthemen der IG Metall für die kommenden Monate und Jahre. Die IG Metall erhöht in Vorbereitung der Bundestagswahl derzeit bundesweit den Druck und wirbt für ihre Konzepte zum Thema „Gute Arbeit, gut in Rente“ sowie für eine Veränderung in Fragen der Arbeitszeit.

Um diese Themen ging es am 12. November 2016 zur Thüringer Vertrauensleute-Konferenz im Erfurter Kressepark. Bevor sich die rund 100 Vertrauensfrauen und Vertrauensmänner in die Arbeitsgruppen zur Vertiefung unserer Kampagnenthemen begaben, erfolgte eine Reihe von Impuls- und Informationsvorträgen.

Den Auftakt machte Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Erfurt und Nordhausen. Er führte in die Veranstaltung ein und verwies auf die Wichtigkeit der Kampagnen zur Frage der Gestaltung von Arbeitszeit und der Kampagne zur Rentengerechtigkeit. Ihm folgte Prof Dr. Michael Behr vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Frauen. Prof Dr. Behr nahm Bezug auf die wirtschaftlich gute Entwicklung der Thüringer Industrie, skizzierte die Herausforderungen der kommenden Jahre und hob ferner die Leistungen der Gewerkschaften und insbesondere der IG Metall hervor, ohne die eine derartige Entwicklung nicht möglich gewesen wäre.

Katinka Pönsgen ist zuständige Bezirkssekretärin für die Vertrauensleutearbeit im Saarland, in Rheinlad-Pfalz, Hessen und Thüringen. Sie zeigte sich erfreut, dass die Thüringer IG Metall Vertrauensleute eine Konferenz zu den beschriebenen wichtigen Themen durchführte. Ihr Appel richtete sich aber auch gegen Ausgrenzung und für ein weltoffenes Klima in unseren Reihen und in den Betrieben.

Michael Ebenau (Bezirksleitung Mitte) erläuterte ausführlich die inhaltliche Struktur und die zeitliche Planung der Arbeitszeit- und Rentenkampagne der IG Metall. Mit seinen Ausführungen verdeutlichte er, dass es sich um ein engagiertes Programm handelt, mit dem sich die Vertrauensleute im Anschluss auseinandersetzten. Nach einer mehrstündigen Phase in rotierenden Arbeitsgruppen konnten viele Informationen aus den Betrieben, aber auch über die konkrete Gestaltung der kommenden Monate gesprochen werden.

Das klare Signal der Thüringer Vertrauensleutekonferenz ist die Stärkung der Kampagnen Arbeitszeit und Rente. Die Vertrauensleute waren sich einig, dass die Vorschläge der IG Metall gemeinsam sowohl in die Betriebe als auch in die Gesellschaft getragen werden sollen.

30.09.2016 |

125-Jahr Feier

Bedroht, gekämpft und viel erreicht – 125 Jahre alles für die Menschen

Die IG Metall Erfurt und Nordhausen erwartete hohen Besuch am 23. September im Volkshaus in Sömmerda: Über 100 amtierende und ehemalige Betriebsratsvorsitzende, ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter, ehemalige Bevollmächtigte und Beschäftigte der beiden Geschäftsstellen, Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Thüringen und zahlreiche weitere Gäste waren eingeladen zur 125-Jahr-Feier der IG Metall in Mittel- und Nordthüringen. Der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow ließ es sich nicht nehmen, als Gast ein kämpferisches und entschlossenes Grußwort an die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu richten und wünschte uns weiterhin viel Erfolg im Kampf für unsere gerechte Sache.

Zusammen blickten wir zurück auf 125 Jahre Gewerkschaftsgeschichte, aber auch auf 25 Jahre Geschichte der IG Metall in Ostdeutschland, insbesondere der Mittel- und Nordthüringens. Volker Wedel, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender von Sumitomo Demag Wiehe und Arnold Albrecht, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender aus dem Siemens Generatorenwerk in Erfurt berichteten als Zeitzeugen von den Wirren der Wendezeit – wie damals erstmals Betriebsräte gewählt worden sind, ohne dass die Gesetze der BRD in der ehemaligen DDR schon in Kraft waren. Sie berichteten von Kämpfen um Arbeitsplätze, von Gewinnen und Niederlagen. Viele der Anwesenden fühlten sich zurückversetzt, erinnerten sich. Andere staunten über die Geschichten und können heute kaum mehr nachvollziehen, wie damals alles abgelaufen sein muss.

Karl Kotzian-Marggraf, Präsident des Thüringer Landesarbeitsgerichts, hielt die Festrede zur Feierlichkeit. In seinem geschichtlichen Resümee wies er nicht nur auf die Erfolge hin, sondern zeigte auch Schwächen auf. Insgesamt bescheinigte er der IG Metall ein positives, kämpferisches und vor allem erfolgreiches Wirken als gesellschaftlicher Gegenpol zur kapitalgetriebenen Arbeitswelt und betonte die Wichtigkeit und Bedeutung der wohl größten Gewerkschaft der Welt.

„Es war ein gelungener Abend, der uns Kraft gibt für weitere Auseinandersetzungen. Er hat gezeigt, was wir bisher schon erreicht haben und vielen anwesenden und aktiven Kolleginnen und Kollegen Mut gemacht für den gemeinsamen Kampf um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen,“ fasst Bernd Spitzbarth, erster Bevollmächtigter der beiden Geschäftsstellen, den Abend am anschließenden Buffet in geselliger Runde zusammen. 

30.09.2016 |

Samstag, 12. November 2016

Konferenz der Thüringer Vertrauensleute

Mit der Wahl der Vertrauensleute im Frühjahr dieses Jahres haben wir den maßgeblichen Grundstein für die Gestaltung gewerkschaftlicher Arbeit in den Betrieben für die kommenden Jahre gelegt. Dabei war die Arbeit selbständiger Vertrauenskörper in Thüringen nicht immer selbstverständlich. Es freut uns daher umso mehr, dass die Vertrauensleute-Wahl 2016 mit Erfolg den Weg fortschreibt, den wir seit einigen Jahren als IG Metall in Thüringen gehen oder mancherorts noch gehen werden.

Wir laden euch herzlich zu unserer gemeinsamen thüringenweiten Vertrauensleutekonferenz ein.

Die Konferenz dient zum Einen dem Kennenlernen der Vertrauensleute unserer Geschäftsstellen sowie der Meinungsbildung zu den zentralen tariflichen Themen und Kampagnen in diesem und dem kommenden Jahr.

16.09.2016 |

7. Oktober im Forsthaus Thiemsburg

„Mehr Rente – mehr Zukunft“ – Ein Workshop zur Rentenkampagne

Das Logo der Rentenkampagne

Die IG Metall fordert eine komplette und solidarische Neuausrichtung des deutschen Rentensystems. Ziel muss eine auch für die junge Generation stabile und verlässliche gesetzliche Versicherung sein, die den Lebensstandard im Alter weitgehend erhält. Die IG Metall hat deshalb ein eigenes Rentenkonzept vorgelegt.

Am 7. Oktober wollen wir mit interessierten Kolleginnen und Kollegen in einem Workshop dieses Konzept besprechen und Ideen entwickeln, wie wir unsere Inhalte für eine solidarische Rentenfinanzierung in die Öffentlichkeit tragen.

Also, merkt euch das Datum vor:

7. Oktober

13:00 – 16:00 Uhr (anschließend Rundgang über den Baumkronenpfad)

im Forsthaus Thiemsburg im Nationalpark Hainich.

Wenn ihr am Workshop teilnehmen wollt, meldet euch in eurer zuständigen Geschäftsstelle!

01.06.2016 |

Jugend trifft Politik

Langer Abend der guten Ausbildung am 28. Juni

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung versprechen CDU und SPD die duale Ausbildung zu stärken und zu modernisieren. Dazu soll das Berufsbildungsgesetz (BBiG) überprüft und überarbeitet werden, um die Qualität der Berufsausbildung zu verbessern.

Was ist aus diesem Versprechen geworden? Wie weit ist die Überarbeitung des Berufsbildungsgesetzes? Was tun die Politikerinnen und Politiker im Bundestag konkret für die Verbesserung der Ausbildungsqualität?

Diese und weitere Fragen werden mit den zwei Thüringer Mitgliedern des Bildungsausschusses im Bundestag, Tankred Schipanski (CDU) und Ralph Lenkert (DIE LINKE) diskutiert.

Los geht es 17 Uhr mit Workshops, in denen die Gewerkschaftsjugend diskutiert, was junge Menschen für eine gute Ausbildung benötigen und welche Position sie zur Novellierung hat.

Ab 19 Uhr startet eine Diskussionsrunde mit den Bundestagsabgeordneten.

Für mehr Infos und Anmeldungen, wendet euch an unsere Kollegin Jenny Zimmermann.

01.05.2016 |

Tag der Arbeit

IG Metall warnt vor Verbreitung des Rechtspopulismus

Fronttransparent der Mai-Demonstration in Erufrt - dritter von rechts Wolfgang Lemb

Erfurt – Die IG Metall hat vor der zunehmenden Verbreitung rechtspopulistischer Positionen gewarnt. „Die vermeintliche Alternative für Deutschland (AfD) versucht sich gerne als Anwalt der Schwächsten. Als Partei der kleinen Leute. Doch das Gegenteil ist der Fall“, sagte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, in der Rede zum 1. Mai am Sonntag in Erfurt.

Im Parteiprogramm der AfD sei dies nachzulesen. Deren Steuermodell stärke Reiche. Das Betriebsverfassungsgesetz werde von der AfD in Frage gestellt, die Erbschaftssteuer solle abgeschafft werden und deren Frauenbild sei „nahe am Mittelalter“. „Einige wollen sogar an den Grenzen wieder auf Menschen schießen lassen. Sie kochen eine trübe Suppe aus Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“, kritisierte Lemb. Gegen Rechte und Rassismus helfe nur ein entschiedenes Vorgehen. „Wir werden die Auseinandersetzung in den Parlamenten, auf den Straßen und Plätzen, aber auch in den Betrieben führen“, kündigte Lemb an.

Die IG Metall werde weiter eindeutig Stellung beziehen – und sich gegen Rechts-extremismus und Nationalismus, gegen Rassismus und Intoleranz wehren. Die IG Metall wolle eine demokratische, freie, soziale, offene und gerechte Gesellschaft. Nicht gegeneinander, nur miteinander könne Europa seine Probleme lösen. Aus der Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa sei längst eine soziale Krise geworden. Aus dem Flüchtlingsdrama eine politische Zerreißprobe. Mit jedem im Mittelmeerertrunkenen Flüchtling sterbe ein Teil der europäischen Idee. Die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und Würde ende an den neu errichteten Schlagbäumen und militärisch gesicherten Grenzanlagen. „Dem europäischen Haus fehlt das soziale und solidarische Fundament", kritisiert Lemb. Die Europäische Union dürfe kein Bollwerk errichten gegen Menschen, die vor Verfolgung und Bombenterror flüchten - egal aus welchem Land sie kommen. „Europa würde daran scheitern, sowohl politisch als auch moralisch. Europa braucht einen Kurswechsel“, forderte Lemb.

Und in Deutschland zeige sich, wie falsch das starre Festhalten an der Politik einer schwarzen Null sei. Denn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sei die »schwarze Null« offensichtlich wichtiger als ein zukunftsfähiges Gemeinwesen – mit ausreichenden Investitionen in Zukunftsthemen wie Infrastruktur und Bildung. Diese seien aber in Deutschland genauso notwendig wie in Europa.

Eindrücke vom 1 Mai in Erfurt

25.04.2016 |

Tag der Arbeit

Mehr Zeit für Solidarität

von Patrick Steigleder, Vetrauenskörpersprecher n3 In diesem Jahr begeht die IG Metall in Deutschland zusammen ihr 125-jähriges Jubiläum. Für uns ist dies ein Grund zu feiern – und ein Grund, mit Stolz auf unsere Arbeit zurück zu blicken. In über zwölf Jahrzehnten haben sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter immer für die Rechte der arbeitenden Menschen eingesetzt und dabei jede Menge erreicht. Der Tag der Arbeit ist genau der richtige Tag, um Signale in die Welt zu senden, dass es nicht ohne uns geht und schon gar nicht an uns vorbei entschieden werden kann.

In diesem Jahr rufen wir in Erfurt in der Demonstration zu einem Block der Metallerinnen und Metaller auf. Als Hauptredner wird unser geschäftsführendes Vorstandsmitglied Wolfgang Lemb sprechen. Gerade in der aktuell laufenden Tarifbewegung kommt uns jede Gelegenheit recht, dem Arbeitgeberverband unsere Kraft zu signalisieren. Eine starke IG Metall bedeutet auch einen starken DGB, weshalb uns die Solidarität unserer Schwester-Gewerkschaften sicher ist.

Am 1. Mai demonstrieren wir für mehr Solidarität – zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Geflüchteten, Schwachen und Starken. Es ist an der Zeit für mehr Solidarität und wir brauchen Zeit für mehr Solidarität! Doch hier sind nicht nur unsere erfahrenen Metallerinnen und Metaller gefragt, sondern auch unsere jüngeren Kolleginnen und Kollegen, denn auch sie haben ihre berechtigten Interessen und Forderungen. Deshalb plant die Gewerkschaftsjugend gemeinsam mit den uns nahestehenden Jugendverbänden einen eigenständigen Jugendblock. Heraus zum 1. Mai: Kommt zahlreich mit euren Fahnen und Transparenten.

Neben Erfurt gibt es in der Region noch eine Vielzahl an Veranstaltungen. So wird unser 1. Bevollmächtigter, Bernd Spitzbarth, in Sömmerda sprechen.

IG Metall vor Ort

Die IG Metall in Erfurt und Nordhausen

Beschäftigtenbefragung 2017

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5 Tage, die den Kopf verändern

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