14.12.2016 |

2. Workshop Rentenkampagne

Die Rentenkampagne vor Ort umsetzen

In kleinem Rahmen fand am 13. Dezember in den Räumlichkeiten des Volkshauses Sömmerda unser zweiter Workshop zur Umsetzung der IG Metall Rentenkampagne statt.

Die Ideen aus unserem ersten Workshop konnten an diesem Abend konkretisiert und zu einen schlüssigen Öffentlichkeitsarbeitskonzept zusammengefasst werden.

Dieses Konzept wird auf der Klausurtagung der Ortsvorstände Erfurt und Nordhausen Ende Januar vorgestellt und besprochen. Im Frühjahr sollen erste Aktionen umgesetzt werden.

Der Arbeitskreis zur Rentenkampagne sucht zudem weiterhin Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei Alexander Scharff oder Jenny Zimmermann melden.

29.11.2016 |

Treffen der Ortsfrauenausschüsse

Thüringer Ortsfrauenausschüsse steigen in die Arbeitszeitkampagne der IG Metall ein

An keinem geringeren Tag als am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, begannen die Thüringer Ortsfrauenausschüsse mit ihrer zweitägigen Tagung in Nordhausen.

Die Frage um mehr Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und Chancengleichheit in der Arbeitswelt waren die Kernthemen, mit denen man sich auseinander setzte.

Die Arbeitszeitkampagne der IG Metall – Mein Leben - Meine Zeit?! – finden die Frauen mehr als überfällig. Dass sie sich auf Politik und Wirtschaft nicht verlassen können, erleben sie täglich schon in der Entgeltfrage. Geht es nach dem Willen der Wirtschaft und Teilen der Politik, sollen nun auch noch die Grenzen in der Arbeitszeitwelt eingerissen werden. Flexibilität ist das alles umfassende Thema.

Impulse für die Tagung wurden zunächst von Alrun Fischer, Beraterin für Betriebsräte und Arbeitnehmende, gegeben. Dabei wurde von Beginn an auf Kommunikation gesetzt, sodass ein reger Austausch nicht auf sich warten ließ. Bevor es in die Arbeitsgruppen ging, führte Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstellen Erfurt und Nordhausen, zum Stand der Kampagnendiskussion zur Arbeitszeit in der IG Metall aus.

„Für uns war es wichtig, nicht nur über Zahlen zu diskutieren. Im Fokus ging es um uns, um unser tägliches Erleben und das, was zukünftig besser gemacht werden muss“, so Sylvia Nolte, Sprecherin des gastgebenden OFA Nordhausen. „Wir Frauen wollen Flexibilität für die wichtigen Dinge im Leben, aber nicht zu unseren Lasten“.

Ob Langzeit- oder Lebensarbeitszeitkonten den Frauen mehr Chancen im Leben einräumen, bleibt genauso fragwürdig, wie die mögliche Abschaffung des Acht-Stundentages und der Ausweitung der Schichtarbeit. Blicken wir auf ein viertel Jahrhundert zurück, dann gehen immer noch Frauen in Teilzeit und kommen nicht wieder auf Vollzeitstellen zurück. Für die Männer wird die Arbeitszeit länger während für Frauen die Türen geschlossen bleiben. Die Politik hält sich mit Sprüchen an der Oberfläche. Es hilft uns nicht, wenn man sich durch mehr Flexibilität mehr Wohlstand verspricht, so lange Flexibilität eine Einbahnstraße bleibt. Es gibt also noch viel zu tun. Packen wir es an, mischen wir uns ein!

07.11.2016 |

Gesetzliche Krankenversicherung

Aktiv für mehr soziale Gerechtigkeit

Bei den Kolleginnen und Kollegen vom Siemens Generatorenwerk in Erfurt gehört es zum guten Ton, dass man sich bei wahrgenommenen Ungerechtigkeiten zu Wort meldet. So auch am 03. November 2016 als über 550 Beschäftigte mit einer vor dem Werktor stattgefundenen Unterschriftenaktion ihren Unmut über die immer noch nur arbeitnehmerseitig erhobenen Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung zum Ausdruck brachten.

Soziale Gerechtigkeit geht alle an. Hier können sich die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung stehlen, so der einhellige Tenor der Kolleginnen und Kollegen. In Richtung Politik wird ein Paradigmenwechsel gefordert – Gerechtigkeit ist eine Willensfrage. Hieran werden wir die Parteien im Bundestagswahlkampf messen.

06.10.2016 |

Gesundheitskosten gerecht verteilen

Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung abschaffen - Parität herstellen

Die einseitige Belastung der Arbeitnehmer durch die Zusatzbeiträge wächst stetig an.

Die IG Metall fordert die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenversicherungsbeiträge müssen wieder je zur Hälfte durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen werden. Ungerecht ist, dass derzeit nur die Versicherten einen Zusatzbeitrag schultern müssen, da der Gesetzgeber den Arbeitgeberanteil eingefroren hat.

Die Web-Site mit allen Informationen zur Kampagne ist hier zu erreichen.

Unterzeichnen Sie hier im Rahmen der Unterschriftenkampage der IG Metall für eine paritätische Finanzierung der Krankenkassenbeiträge. 

Adressat der Unterschriften sind die örtlichen Bundestagsabgeordneten. Ihnen werden wir in einer Veranstaltung im Frühjahr 2017 die Unterschriftenlisten übergeben.

Ein Flugblatt mit weiteren Hintergrundinfos steht hier zum Download bereit.

Unterschriftenlisten zum Sammeln in den Betrieben stehen hier zu Download bereit. Ausgefüllte Unterschriftenlisten können in den Geschäftsstellen der IG Metall in Erfurt und Nordhausen abgegeben werden.

11.04.2016 |

Stahlaktionstag

Gegen Dumping

Mit einer Delegation von ca. 50 Beschäftigten haben sich heute Kolleginnen und Kollegen der SolarWorld Industries Thüringen GmbH an einem Aktionstag der IG Metall und der Thüringer Stahlunternehmen in Unterwellenborn beteiligt und damit ein gemeinsames Zeichen gegen Dumpingkonkurrenz aus China gesetzt.

Klaus Kubitz, Geschäftsführer der Solarworld in Arnstadt, sagte in seinem Redebeitrag im Rahmen der Kundgebung: „Wir sind heute hier, um solidarisch zu unterstützen und ein Signal zu setzen, dass echte Werte vernichtet werden, wenn der faire Wettbewerb verhindert wird. SolarWorld steht dafür ein, sich nachhaltig um Industriestandorte zu bemühen und eine Region erfolgreich werden zu lassen.“

Kirsten Joachim Breuer, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt, sagte in seiner Rede an die Beschäftigten: „Wir haben in Arnstadt mit dem Ausstieg von Bosch aus der kristallinen Photovoltaik bereits einmal den schmerzhaften Verlust von Arbeitsplätzen hinnehmen müssen. Die Gründe lagen damals in falschen politischen Richtungsentscheidungen durch eine solarfeindliche Bundesregierung, aber auch in einer staatlich subventionierten Dumpingkonkurrenz aus China. Die politisch Verantwortlichen in Berlin und Brüssel müssen aus den damaligen Fehlern lernen und auf dem Solarmarkt für Rahmenbedingungen sorgen, in dem sich die Solarindustrie, die in den letzten Jahren in puncto Effizienz, Innovation und Preisniveau Großes geleistet hat, sich unter den Spielregeln einer sozialen Marktwirtschaft global behaupten kann. Die verbleibenden Kerne der deutschen Solarindustrie sind es wert, erhalten zu bleiben und dürfen nicht durch staatlich legitimiertes Dumping aus Fernost untergebuttert werden. Dazu gehört, dass die europäischen Maßnahmen gegenüber Dumping erhalten bleiben müssen.“

Joachim Götz, Vorsitzender des Betriebsrats der SolarWorld in Arnstadt ergänzte: „Es war im Frühjahr 2014 ein Kraftakt, mit den damals nach dem Betriebsübergang von Bosch Solar Energy knapp 750 Kolleginnen und Kollegen den Neustart in der SolarWorld anzugehen. Heute sind wir wieder über 1.000 Beschäftigte in Arnstadt. Unsere Arbeit findet Anklang auf dem Weltmarkt, darauf können wir stolz sein. Die Leistung und die Motivation unserer Mannschafft ist der Garant für den unternehmerischen Erfolg. Unsere Arbeit ist gute Arbeit – mitbestimmt und tarifgebunden. Das unterscheidet uns von den Arbeitsbedingungen in China. Dumping, und sei es mit Hilfe von Milliarden-Zuschüssen des Staates wie in China, ist kein Erfolgsmodell. Wir verlangen nicht mehr und nicht weniger, als dass die Politik uns die Chance ermöglicht, auch weiterhin mit guter Arbeit gute Produkte zu erwirtschaften, die sich auf dem Weltmarkt auch verkaufen lassen. Wenn China mit staatlichen Milliarden versucht, den Weltmarkt zu beeinflussen, so ist es die Pflicht der Politik, unsere Arbeitsplätze zu schützen.“

Zum Hintergrund:

Mit einem dezentralen Aktionstag protestierten die IG Metall und Arbeitgeber der Stahlindustrie am Montag, dem 11. April 2016, gegen die drohende Anerkennung Chinas als Marktwirtschaft durch die EU. Die deutsche Stahlindustrie erlebt derzeit einen existenzbedrohenden Verfall des Weltpreises aufgrund der staatlich gestützten chinesischen Überproduktion.

Informationen zu sozialpolitischen Themen

Wissenswertes unter Denk-doch-mal.de

Demografische Entwicklung, Fachkräftemangel, Rente mit 67 Belastungen am Arbeitsplatz. Wer interessante und informative Beiträge zu diesen Themen und mehr sucht, wird sicherlich unter www.denk-doch-mal.de fündig

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