Jugendwerbemonate

Kennenlerntage läuten das neue Ausbildungsjahr ein

Foto: IG Metall Erfurt und Nordhausen

Vom 24. bis 26. Juli, kurz vor Ausbildungsstart, haben sich mehr als 20 Jugendliche im KiEZ Ferienpark Feuerkuppe zu den von der IG Metall Jugend Erfurt und Nordhausen organisierten Kennenlerntagen getroffen.

Drei Tage ging es darum, welche Möglichkeiten der Interessenvertretung und welche Rechte und Pflichten Auszubildende in der Arbeitswelt haben. Sie hatten die Chance, ihre Mit-Azubis, ihre Betriebsräte oder Jugend- und Auszubildendenvertretung aber auch Kolleginnen aus anderen Betrieben kennenzulernen. Nicht zuletzt ging es darum zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich gemeinsam in der IG Metall zu organisieren.

„Die Stimmung war spitze und die Teilnehmenden haben uns am Mittwoch ein wirklich gutes Feedback gegeben. Die Arbeit mit der Gruppe hat viel Freude bereitet. Der Dauerregen hat uns zwar einen Strich durch unsere Freizeitplanung gemacht, aber zum Glück hatte die Feuerkuppe gute Alternativen parat“, meint Jenny Zimmermann, Jugendsekretärin und Organisatorin den Veranstaltung, die unterstützt wurde von Max Heukrodt (JAV Schuler), Tim Ellenberg (JAV Schuler) und Jörg Pissulla (BR Vanderlande).

Die Kennenlerntage sind eine gute Chance für alle Beteiligten: Die Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen können sich und ihre Arbeit vorstellen, die neuen Azubis lernen frühzeitig ihre Rechte in der Ausbildung kennen und Wege, diese auch durchzusetzen und wir können jungen Menschen die Bedeutung von Gewerkschaften näher bringen. Doch bei den Kennenlerntagen ist noch längst nicht Schluss. In den nächsten Monaten werden wir zusammen mit den Betriebsratsgremien verstärkt die neuen Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben ansprechen. Sie von der Wichtigkeit der IG Metall und von einer Mitgliedschaft zu überzeugen, ist unser Ziel. 

20.07.2017 |

Jugend und Bundestagswahlen

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Foto: IG Metall

Am 24. September 2017 findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler in Thüringen bot die IG Metall vom 14. bis 16. Juli 2017 einen Workshop zur Bundestagswahl in Saalfeld an.

„Gerade Jugendliche, die noch die meiste Zeit ihres Lebens vor sich haben, sollen von Beginn an bewusst und inhaltlich befähigt an politischen Wahlen teilnehmen. Entgegen landläufiger Vorstellungen über die angeblich unpolitische oder politikverdrossene Jugend setzten sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens beim Workshop aktiv mit Wahlprogrammen von Parteien auseinander. Was erwarten wir und was erwartet die IG Metall von Bundespolitik? Und wo gibt es dazu Übereinstimmung mit den Wahlprogrammen der Parteien? Bearbeitet wurden dabei die Programme der im Bundestag oder in mehreren Landtagen vertretenen Parteien: Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD.

Überrascht waren die Jugendlichen, dass von diesen Parteien allein die Union ein Wahlprogramm ohne Legitimation durch einen Bundesparteitagsbeschluss vorlegte. Aber die Frage, ob, und wenn ja warum, in der Union Angst vor dem eigenen Souverän Parteitag bestehen mag, wurde nicht weiter vertieft.

Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche und schon gar nicht für Gewerkschafter, weder in Deutschland noch Europa.“, fasst Jenny Zimmermann, Jugendsekretärin der IG Metall Erfurt und Nordhausen und Mitorganisatorin des Workshops, ihre Eindrücke zusammen.

Tarifbindung. Betriebliche Mitbestimmung. Arbeitszeit: Im Wahlprogramm der AfD nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler, werden nicht behandelt.

„Die AfD fordert den dauerhaften Erhalt der uneingeschränkten Bargeldnutzung als wichtiges bürgerliches Freiheitsrecht.“ (AfD-Wahlprogramm Kapitel 2.3, Seite 15)

„Wir fordern außerdem eine stärkere Kontrolle und Berücksichtigung gesamtwirtschaftlicher deutscher Interessen, wenn ausländische Konzerne eine deutsche Firma übernehmen wollen. Gegebenenfalls ist die Übernahme zu unterbinden.“ (AfD-Wahlprogramm Kapitel 3.5, Seite 20)

„Die AfD ist für eine Abschaffung der Erbschaftsteuer als Substanzsteuer und gegen die Reaktivierung der Vermögensteuer.“ (AfD-Wahlprogramm Kapitel 10.1, Seite 51)

„Die AfD erfindet Probleme, die es gar nicht gibt, wie die vermeintliche Abschaffung des Bargeldes, und will dieses Phantom skandalisieren. Sie entpuppt sich entgegen der eigenen Verlautbarungen, Partei für alle sein zu wollen, als Protegé der Wohlhabenden und Superreichen. Die benannten Steuerentlastungen bevorzugen überwiegend Bestverdiener. Der Verzicht auf Erbschafts- und Vermögenssteuer würde den Staat verarmen. Und zur Finanzierung hoheitlicher und staatlicher Aufgaben findet sich keine Erklärung.

Nicht zuletzt gefährdet in einer globalisierten Wirtschaft die hegemoniale Isolation unzählige Arbeitsplätze. Es scheint der AfD völlig unbekannt zu sein, dass Firmenübernahmen nicht völkisch, sondern wirtschaftlich und strategisch auch unter dem Gesichtspunkt der Sicherung von Arbeitsplätzen zu bewerten sind“, bekräftigt Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Nordhausen die Erkenntnisse der jugendlichen Workshopteilnehmenden. Für letztere ergab der Workshop ein klares Fazit:

Besser nicht die AfD wählen!

07.04.2017 |

Berufsschultour

Unterwegs für bessere Ausbildungsbedingungen, Demokratie und Mitbestimmung

Bild: IG Metall Erfurt und Nordhausen

Seit mehreren Jahren organisiert die DGB-Jugend Thüringen Berufsschultouren – drei bis vier Wochen lang werden dann Berufsschulen in ganz Thüringen besucht, dort Projekttage durchgeführt und Infostände aufgebaut. Dieses Jahr findet die Berufsschultour von April bis Mai statt. Auch die IG Metall Jugend unterstützt dabei kräftig.

„Wir sind unter anderem unterwegs in Sömmerda, Gotha, Erfurt, Sondershausen, Nordhausen und Leinefelde. Die DGB-Jugend nimmt uns bei der Organisation viel Arbeit ab und es ist toll, die ehrenamtlich Teamenden aus allen DGB-Gewerkschaften in den Klassen mit unserem konkreten Know-How der Branche zu unterstützen und mit den Azubis ins Gespräch zu kommen“, meint Jugendsekretärin Jenny Zimmermann.

Ein Teil der Azubis lernt in Betrieben, die bereits von unseren Geschäftsstellen betreut werden. Aber viele stammen auch aus Firmen, in denen wir keine Strukturen und wenig Zugang haben. Die Azubis dort haben zum Teil noch nie etwas von Gewerkschaften gehört und wissen nicht, an wen sie sich wenden können, wenn sie Unterstützung in der Ausbildung brauchen. „Das wollen wir mit der Berufsschularbeit ändern und damit junge Menschen für Gewerkschaften begeistern.“

14.03.2017 |

JAV Thales

Klares Zeichen gegen Ausgrenzung - Respekt

Foto: IG Metall Erfurt

Am 1. März wurde bei Thales Transportation Systems in Arnstadt ein klares Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Auf Initiative der Jugend- und Auszubildendenvertretung wurde nach der Betriebsversammlung und mit rhythmischem Rahmenprogramm das Schild der Initiative „Respekt – Kein Platz für Rassismus“ am Hauptgebäude des Betriebes angebracht.

„Thales Transportation Systems in Arnstadt verschreibt sich nun offiziell den Werten der Kampagne und setzt damit ein klares und gutes Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz.“, so Bernd Spitzbarth, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.

Die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Theresa Herzberg, freu sich, “dass es uns gelungen ist, alle von der Initiative zu überzeugen. Wir wollen nicht in einem Land leben, das Menschen anderer Herkunft ausschließt und diskriminiert, sondern das von seiner Vielfalt profitiert und dabei alle mit einschließt. Das ist auch unsere Verantwortung und besonders als junge Menschen müssen wir heute diese Zukunft mitgestalten.“

 „Als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ist Solidarität das Grundprinzip, das unser Handeln bestimmt. Und Solidarität begrenzt sich nicht auf einen deutschen Pass. Ich wünsche mir, dass dieses Schild nicht bloß Wandschmuck bleibt. Es soll euch jeden Tag daran erinnern, wie wichtig Respekt im täglichen Miteinander ist. Respekt eint uns, statt uns zu trennen und das ist in der Auseinandersetzung um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen wesentlich“, bekräftigte die Jugendsekretärin Jenny Zimmermann in ihrem Redebeitrag.

15.12.2016 |

JAV Kick-Off

Ein gelungener Auftakt für die neuen Jugend- und Auszubildendenvertretungen

Zehn Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter aus fünf Betrieben der Geschäftsstelle Erfurt trafen sich am 14. Dezember zum JAV-Kick-Off im Sportpark Erfurt.

Der Abend bei Bowling und Essen in gemütlicher Runde diente als Startschuss der JAV-Arbeit, zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Viele der neu gewählten JAVen sind in ihrer Funktion Einzelkämpfer*innen, weil die Auszubildendenzahlen nur für eine einköpfige Jugend-und Auszubildendenvertretung reichen. Aber auch in den größeren Gremien fehlt oft der Blick über den eigenen betrieblichen Tellerrand. Umso wichtiger ist es, solche Plattformen zu nutzen und gemeinsame Gespräche und Austausch zu ermöglichen. Die Chance wurde an diesem Mittwochabend rege genutzt.

Ein guter und lohnender Auftakt also, derartige Treffen der Jugendvertreterinnen und –vertreter im nächsten Jahr wieder aufleben zu lassen.

28.11.2016 |

JAV Bosch STMS

Sportlich voran für einen Tarifvertrag bei Bosch STMS

Als Jugend- und Auszubildendenvertretung eines klassischen Montagebetriebs, dessen Beschäftigte in der ganzen Bundesrepublik verteilt sind, ist es für die sieben jungen Männer von Bosch STMS nicht leicht, gemeinsame Treffen zu organisieren. Umso schöner, dass ihnen das am 23. November 2016 gelungen ist.

Gemeinsam haben sie für die Azubis, die in dieser Woche Berufsschule in Erfurt hatten und im Wohnheim untergebracht waren, ein Fußballturnier mit anschließendem Grillabend organisiert.

Beim Kleinfeld-Fußballturnier traten insgesamt sechs Teams an. Auch unsere Jugendsekretärin ließ es sich nicht nehmen, mitzuspielen. Zwei Stunden dauerte das Turnier im Erfurter Sportpark und im Anschluss freuten sich alle auf den kulinarischen Teil des Abends. Nach dem Essen im Wohnheim fand die Siegerehrung statt, für die auch die IG Metall Erfurt Preise sponserte. Die Jugendvertreter nutzten die Gunst der Stunde, um mit den anwesenden Azubis über Fragen und Anregungen in der Ausbildung zu sprechen. Natürlich waren die aktuell stattfindenden Tarifverhandlungen und die damit verbundenen Jugend-Forderungen großes Thema. Klar wurde am Ende des Abends allen, dass wir für erfolgreiche Verhandlungen weitere Mitglieder gewinnen und den bisher guten Kurs weiter halten müssen.

08.11.2016 |

JAV Wahlen

Mitbestimmung im Betrieb bekommt viele Gesichter

Die JAV-Wahlen in den von der IG Metall Erfurt und Nordhausen betreuten Betrieben sind bereits in vollem Gang: Die Wahlvorstände rotieren, es finden Informationsveranstaltungen statt und die ersten Jugend- und Auszubildendenvertretungen haben sich bereits konstituiert.

Die Kolleginnen und Kollegen geben der gelebten Mitbestimmung im Betrieb ein Gesicht und für dieses Engagement gilt es bereits jetzt, danke zu sagen.

Um nach den Wahlen den neu gewählten Jugendvertreterinnen und –vertretern einen gelungenen Auftakt zu bieten, laden wir sie herzlich ein zu einem JAV Kick-Off Abend auf der Bowlingbahn. In ungezwungenem Rahmen können hier vielleicht erste Fragen geklärt werden, vor allem aber geht es um das gegenseitige Kennenlernen und den Spaß. 

Die JAV Kick-Off Abende finden statt:

in Nordhausen am 7. Dezember | 18 – 20 Uhr | Starbowling Nordhausen, Hallesche Str. 53 a

in Erfurt am 14. Dezember | 17 – 19 Uhr | Sportpark Erfurt, Apoldaer Str. 20

Bundesweiter IG Metall-Jugendaktionstag bei Siemens

Auszubildende und dual Studierende von Siemens in Erfurt und Rudolstadt werden aktiv für Ausbildung mit Perspektiven

Unter dem Motto „Ausbildung mit Perspektiven: Investieren statt reduzieren!“ haben am 22. September rund 50 junge Beschäftigte der Siemens-Standorte in Erfurt und Rudolstadt an einem bundesweiten Aktionstag teilgenommen, zu dem die IG Metall die Auszubildenden und dual Studierenden von Siemens aufgerufen hatte. Angesichts zahlreicher Spar- und Abbauprogramme befürchten sie weitere Einschnitte in der Ausbildung sowie Einschränkungen bei der unbefristeten Übernahme von Auslernern und Absolventen bei Siemens. Dagegen wollten sie mit einer gemeinsamen Aktion ein Zeichen setzen.

Bernd Spitzbarth, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Erfurt, erklärt den Hintergrund der Aktion: „Angetrieben von den Renditeerwartungen der Aktionäre auf den Kapitalmärkten gerät bei Siemens auch die unternehmensinterne Ausbildungsorganisation zunehmend unter Kostendruck. Angesichts der enormen technologischen Veränderungen wäre stattdessen eine Investitionsoffensive in Sachen Ausbildung und Perspektiven das Gebot der Stunde. Der Standort Siemens wird die angestrebten Spitzenpositionen auf den Märkten nur dann erreichen bzw. verteidigen können, wenn er eine ausgewogene Nachwuchsarbeit in allen Bereichen betreibt. Zwingend notwendig ist es, schon heute die Ingenieure von morgen auszubilden und somit den Standortvorteil auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung zu sichern.“

Der Betriebsratsvorsitzende Mario in der Au am Standort des Siemens Generatorenwerk in Erfurt ergänzt: „Permanenter Abbau und Verlagerung von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Kompetenzen senken die Chance auf unbefristete Übernahme nach der Ausbildung. Außerdem befürchten wir, dass auch die Zahl der Ausbildungsplätze in Frage gestellt wird. Beides ist angesichts des Fachkräftebedarfs weder im Interesse der Auszubildenden und dual Studierenden, noch des Unternehmens. Für eine zukunftsfähige Ausrichtung sowohl des Standortes in Erfurt als auch in Rudolstadt brauchen wir beides: Den Erhalt moderner Ausbildungs- und dualer Studienplätze und die Übernahme unserer selber ausgebildeten, qualifizierten Fachkräfte.“

Nico Poddig, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung am Standort in Erfurt, machte im Rahmen der Aktion in Rudolstadt deutlich, welche Themen den jungen Siemens-Beschäftigten besonders am Herz liegen: „Wir setzen uns seit Jahren für eine bessere Qualität der Ausbildung bei Siemens in Erfurt ein und für mehr Ausbildungsbetreuer im Werk. Nun soll jedoch immer weiter an der Ausbildung gespart werden. Deshalb haben wir uns mit einer eigenen Aktion am Jugendaktionstag der IG Metall beteiligt. Nur gemeinsam können wir unseren Anliegen Gewicht verleihen und unsere Interessen wirksam vertreten.“

Bildergalerie des Aktionstages

Jugend der IG Metall im Bezirk Frankfurt

Als aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mischen wir uns dort ein, wo Interessen von jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Betrieb und in unserer Gesellschaft eine Rolle spielen. Unter dem Motto "Gemeinsam sind wir stark!" setzten wir uns für euch ein.

IG Metall vor Ort

Die IG Metall in Erfurt und Nordhausen

Beschäftigtenbefragung 2017

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