IG Metall Erfurt und Nordhausen
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23.07.2018, 04:07 Uhr

Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie

Warnstreik bei Continental Automotive in Mühlhausen

  • 12.01.2018
  • Aktuelles, Tarif

Mit der Arbeitsniederlegung bei Continental Automotive in Mühlhausen ist die IG Metall Nordhausen am 12. Januar ab 13.00 Uhr auch im Unstrut-Hainich-Kreis in die erste Warnstreikwelle der Tarifbewegung 2018 der Metall- und Elektroindustrie Thüringens gestartet. Am Warnstreik beteiligten sich Beschäftigte aus der Früh- und Teile der Spätschicht, so dass die Produktion zum Erliegen kam.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 6 Prozent mehr Entgelt und das Recht auf eine vorübergehende Verkürzung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Wochenstunden. Beschäftigte die die Verkürzung der Arbeitszeit für die Pflege von Angehörigen sowie für die Kinderbetreuung nutzen möchten oder zum Beispiel durch bestimmte Arbeitszeitmodelle als besonders belastet gelten, sollen zudem einen finanziellen Teillohnausgleich bekommen. Der Beifall lässt ahnen, dass sich die Beschäftigten mit der Forderung der IG Metall identifizieren. 

Alexander Scharff, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen, begründete die Forderungen der IG Metall nach mehr Geld und mehr Arbeitszeitsouveränität und ging dann auf den aktuellen Verhandlungsstand in Thüringen ein. „Mit einer Unterschrift der Arbeitgeber in den ersten Verhandlungsrunden war nicht zu rechnen. Das Angebot der Arbeitgeber, eine Einmalzahlung von 200 Euro sowie eine Erhöhung der Entgelte um 2% auszuschütten ist völlig inakzeptabel. Als ob das nicht reicht, fordern die Arbeitgeber eine weitere Arbeitszeitflexibilisierung als Gegenleistung.“ Scharff forderte die Arbeitgeber zu einer Kehrtwende auf!

Für die IG Metall bedeutet das Angebot der Arbeitgeber nichts Anderes als eine Arbeitszeitverlängerung nach Belieben der Arbeitgeber. Zeitsouveränität für die Beschäftigten, insbesondere für die Pflege von Angehörigen und Kinderbetreuung: Fehlanzeige! Aus Sicht der Gewerkschaft ist das ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, durch deren Einsatz der Erfolg der letzten Jahre erst ermöglicht wurde. 

Jens Treiber, Betriebsratsmitglied und Vertrauensmann der IG Metall bei Continental Automotive sagte am Rande der Kundgebung: „Wir haben viel für den Erfolg des Unternehmens getan. Von den Arbeitgebern erwarten wir ein entsprechendes Entgegenkommen für unsere Forderungen. Mehr Arbeitszeitsouveränität und die Frage der Angleichung brauchen endlich Antworten!“


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