IG Metall Erfurt und Nordhausen
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27.05.2018, 21:05 Uhr

Kein Verkauf

Siemens Generatorenwerk Erfurt bleibt erhalten

  • 09.05.2018
  • Aktuelles, Politik

In der Nacht von Montag auf Dienstag konnte mit dem Siemens-Betriebsrat, dem Personalvorstand und der IG Metall eine Vereinbarung zur zukünftigen Ausrichtung des Siemens-Konzerns erzielt werden. Darüber berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk:

"Das Generatorenwerk in Erfurt bleibt Teil des Siemens-Konzerns. Der Verkauf des Werks sei in den vergangenen Monaten geprüft worden, sagte Janina Kugel, Personalvorstand des Konzerns, am Dienstag. Dabei sei kein Käufer gefunden worden, der das Werk auf Dauer erhalten hätte. Der Standort Erfurt werde daher vom Siemens-Konzern selbst restrukturiert und neu ausgerichtet. Ziel sei, in Erfurt so effizient Produkte herzustellen, dass der Standort langfristig auf soliden Beinen stehen könne

Die Gewerkschaft IG Metall reagierte erleichtert. Bernd Spitzbarth von der IG Metall Erfurt sagte, Siemens verzichte jetzt darauf, Standorte zu schließen und Mitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen. Das sei ein Erfolg der Belegschaften, der Gewerkschaft und der Politik. Nach Spitzbarths Worten bieten sich dem Siemens-Generatorenwerk in Erfurt jetzt neue Chancen. Eine Neuausrichtung des Standortes sei keine Katastrophe. Die Energiewende verändere den Markt und das könne an dem Werk nicht spurlos vorüber gehen. Laut Spitzbarth wird sich im Erfurter Werk Erfurt zunächst einmal die Zahl der Jobs verringern, um dann dank neuer Produkte mittelfristig wieder zu steigen.

Auch der Betriebsrat des Erfurter Siemens-Werks reagierte positiv auf die neuen Konzern-Standort-Pläne. Ein Sprecher des Betriebsrats sagte, die Mitarbeiter seien erst einmal erleichtert. Ziel sei gewesen, die Pläne der Siemens AG zu verhindern. Das sei gelungen, kein Werk werde geschlossen oder verkauft. Der Betriebsrat räumte allerdings auch ein, dass kein Standort an einer Neuausrichtung vorbeikommt.

(...)

Der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sprach von einer guten Nachricht. "Nun gilt es darum zu kämpfen, die volle Auslastung des Werkes und damit seinen dauerhaften Erhalt sicherzustellen", sagte der Minister am Dienstag in Erfurt. Er freue sich über die Entscheidung, doch jetzt komme es auf eine langfristige Perspektive für das Erfurter Werk an. (...)"

 


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