IG Metall Erfurt und Nordhausen
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18.06.2018, 05:06 Uhr

Tarifabschluss Metall- und Elektroindustrie

Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4,3 Prozent und ein Einstieg in neue Arbeitszeitpolitik

  • 15.02.2018
  • Aktuelles, Tarif

Am Mittwoch, den 14. Februar 2018, haben die IG Metall im Bezirk Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen in mehrstündigen Verhandlungen in Erfurt einen Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen vereinbart.

Dieser Abschluss sieht folgende Eckpunkte vor:

• eine Pauschalzahlung i.H.v. 100 Euro für den Monat März 2018,

• 4,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab dem 1. April 2018,

• ein jährliches tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsentgelts ab 2019,

• ebenfalls im Jahr 2019 ein Festbetrag von 400 Euro, ab 2020 Erhöhung des tariflichen Zusatzgeldes um 12,3 Prozent des Eckentgeltes,

• ein Anspruch auf befristete Reduzierung der Arbeitszeit (bis zu zwei Jahren) auf bis zu 28 Stunden mit Rückkehrrecht in die Vollzeit,

• zusätzliche 8 freie Tage für Kindererziehung und Pflege sowie Entlastung bei Schichtarbeit und

• ein Tarifvertrag für »mobiles Arbeiten«.

Nicht schriftlich fixiert wurde eine Gesprächsklausel zur Angleichung der Thüringer Tarifverträge und Arbeitsbedingungen an die westlichen. Verabredet wurde jedoch, noch im ersten Halbjahr 2018 in Gespräche zu diesen Themen einzutreten.

„Am 27. Februar werden wir im tarifpolitischen Ausschuss dieses Ergebnis weiter diskutieren. Der Schwerpunkt dieser Diskussionen wird natürlich auf der Frage liegen, wie wir mittelfristig das Thema Angleichung lösen können“, sagt Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Nordhausen.  

Der Tarifabschluss kam vor allem durch den Druck der Beschäftigten zustande. „Für deren Engagement und Willensstärke wollen wir uns herzlich bedanken“, so Spitzbarth abschließend.  

Die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie gelten in Thüringen für etwa 17.000 Beschäftigte. Sie gelten darüber hinaus für weitere 3.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über Anerkennungstarifverträge, die direkt zwischen den jeweiligen Unternehmen und der IG Metall abgeschlossen wurden.


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