IG Metall Erfurt und Nordhausen
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27.05.2018, 21:05 Uhr

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie Thüringens

Beschäftigte von Schuler und Siemens in Erfurt gehen in ganztägigen Warnstreik

  • 02.02.2018
  • Aktuelles, Tarif

Die Beschäftigten der Schuler Pressen GmbH in Erfurt und des Siemens Generatorenwerks Erfurt haben sich mit überwältigender Mehrheit entschieden, ihren berechtigten Forderungen in der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit einem ganztägigen Warnstreik weiteren Nachdruck zu verleihen. Am Freitag, den 02. Februar, hat die IG Metall zu Beginn der Frühschicht die Beschäftigten beider Werke zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen.

Dazu bezogen die Streikposten ab 04:00 Uhr ihre Positionen an den Toren beider Werke. Mit Schichtbeginn ab 6:00 Uhr kam die Produktion in beiden Werken zum Erliegen. Die Früh- und Spätschichten folgten zu 100 Prozent dem Aufruf der IG Metall. Bestreikt werden ebenfalls die Nachtschichten. Somit konnte am heutigen Freitag die Produktion nicht wieder angefahren werde. Eine ähnlich gute Beteiligung wird für die Nachtschicht, welche 22:00 Uhr beginnt, erwartet.

"Schuler hat im Jahr 2017 einen hervorragenden Jahresabschluss erzielt. Unser Beschäftigten wollen sich entsprechend ihren Anteil sichern. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber, bzw. deren Verweigerungshaltung beim Thema Arbeitszeit ist eine Farce. Insbesondere die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren, ist für unsere Kolleginnen und Kollegen enorm wichtig. Hier werden wir nicht weichen," bekräftigt Bernd Ludwig, Vertrauensmann der IG Metall und Betriebsratsvorsitzender bei Schuler Pressen.

Die Forderungen der Gewerkschaft sind zeitgemäß und keinesfalls überzogen. Die Ausdehnung der Warnstreiks sind folgerichtig. Mario in der Au, Vertrauensmann der IG Metall und Betriebsratsvorsitzender beim Siemens Generatorenwerk betont: "Wir kämpfen hier im Generatorenwerk gerade für den Verbleib des Werks in der Siemens-Konzernstruktur. Das hält uns aber nicht davon ab, für unsere Forderungen nach mehr Lohn und Zeit in den Ausstand zu treten. Im Gegenteil: Wir sind besser aufgestellt denn je. Unser ganztägiger Warnstreik heute, soll für den Siemens Vorstand und den Arbeitgeberverband als ein deutliches Zeichen für unseren Willen zu kämpfen verstanden werden."


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