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29.06.2016 |

Bildungsfreistellung in Thüringen

Urlaub - auch für den Kopf

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Endlich ist wieder Urlaubszeit und viele Beschäftigte nehmen einen Teil des tariflich erkämpften Urlaubs in Anspruch. Damit haben viele Menschen endlich wieder Zeit für Dinge, für die vorher wenig Raum blieb: Ein Ausflug mit der Familie, Tage ohne Zeitdruck oder vielleicht endlich wieder den Kopf frei für ein Buch und für die eigene Bildung.

Für letzteres muss in Zukunft nicht mehr der Erholungsurlaub herhalten. Denn in Thüringen ist am 1. Januar 2016 das Bildungsfreistellungsgesetz in Kraft getreten.

22.06.2016 |

Solidarität gefragt

5.640 Arbeitsplätze bei BOSCH im Saarland gefährdet - Petition der Beschäftigten

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Die Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH beabsichtigt voraussichtlich kurzfristig die Schließung der Bosch Emmission Systems GmbH BESG in Neunkirchen.
Des Weiteren sind Arbeitsplätze bei der Robert-Bosch GmbH und bei Bosch Rexroth AG in Homburg stark gefährdet. Es muss für die saarländischen Bosch Standorte eine nachhaltige Lösung für mindestens 5.640 Beschäftigte gefunden werden.

Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen haben eine Petition gestartet und brauchen nun eure Solidarität.

16.06.2016 |

Notfallunterstützung

Unwetterserie über Deutschland – die IG Metall hilft

Überschwemmung in Uder, Nähe Heilbad Heiligenstadt

Die aktuelle, anhaltende Überschwemmungskatastrophe trifft die Menschen hart. Wir haben die jüngsten Bilder aus Süddeutschland aber auch aus dem Ilmkreis, aus Suhl und dem Landkreis Nordhausen vor Augen.

Wie die IG Metall Betroffenen helfen kann, erfahrt ihr hier:

01.06.2016 |

Jugend trifft Politik

Langer Abend der guten Ausbildung

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Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung versprechen CDU und SPD die duale Ausbildung zu stärken und zu modernisieren. Dazu soll das Berufsbildungsgesetz (BBiG) überprüft und überarbeitet werden, um die Qualität der Berufsausbildung zu verbessern.

Am 28. Juni diskutiert die Gewerkschaftsjugend in Thüringen mit Mitgliedern des Bundestags.

30.05.2016 |

Mobiclip

IG Metall Jugend kreativ

Wenn die IG Metall Jugend in Thüringen bastelt, malt, kleistert und Filme dreht, hat die DGB-Jugend wahrscheinlich zur KreAktionswerkstatt ins filler eingeladen. Das ist jetzt zwar schon eine Weile her, dennoch lassen sich die Ergebnisse auch heute noch bestaunen:

Neben einem Fronttransparent für den Jugendblock auf der 1. Mai-Demonstration (siehe Foto), ist dabei auch ein charmanter Clip entstanden, der die Erfolge der Gewerkschaften verdeutlicht und für die IG Metall wirbt. Wer denkt, dass Regelungen und Gesetze, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützen, vom Himmel gefallen sind, denkt falsch. Sie lassen sich auf erkämpfte Erfolge tariflicher Auseinandersetzungen zurückführen.

25.05.2016 |

Entgelte für 20.000 Beschäftigte steigen

Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen

Frankfurt am Main/ Eisenach. Die IG Metall und der Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen haben sich am heutigen Mittwoch auf die Übernahme des Tarifabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die etwa 17.000 Beschäftigten im Freistaat werden nun auch hier in zwei Stufen erhöht: zum 1. Juli 2016 um 2,8 Prozent, zum 1. April 2017 um weitere 2,0 Prozent. Darüber hinaus gibt es für Juni 2016 eine Pauschalzahlung von 150 Euro, Auszubildende erhalten 65 Euro. Insgesamt bedeutet dies eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von 4,8 Prozent bis zum Ende der Laufzeit, die bis zum 31. Dezember 2017 reicht.

17.05.2016 |

Tarifabschluss Metall- und Elektroindustrie

Es fehlt nur noch der letzte Schritt - Übernahme des Ergebnisses

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Am vergangenen Freitag, den 13. Mai 2016, wurde in Nordrhein-Westfalen ein Ergebnis in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie erzielt. Jetzt gilt es, das Ergebnis auch in Thüringen zu übernehmen. Lest mehr dazu im aktuellen Tariftelegramm.  

12.05.2016 |

Gemeinsamer Warnstreik von Thales und BorgWarner in Arnstadt

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Die IG Metall hat am Donnerstagvormittag für 09:00 Uhr die Beschäftigten von Thales und BorgWarner in Arnstadt zum Warnstreik aufgerufen. Die Kolleginnen und Kollegen versammelten sich nach zwei Demonstrationszügen von den Werkstoren zu einer gemeinsamen Kundgebung.

11.05.2016 |

Warnstreik im Erfurter Norden

Gemeinsamer Warnstreik von SIEMENS und Schuler in Erfurt

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Die IG Metall hat am Mittwoch zur Mittagszeit die Beschäftigten vom SIEMENS Generatorenwerk, der SIEMENS Niederlassung, von Schuler Pressen und von Bosch Sicherheitssysteme in Erfurt zum Warnstreik aufgerufen.

10.05.2016 |

IG Metall Nordhausen weitet 2. Warnstreikwelle aus

Belegschaft von GKN Sinter Metals ging in Bad Langensalza in den Warnstreik

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Bad Langensalza. Wie die IG Metall bereits in der vergangenen Woche angekündigt hat, weitet die Gewerkschaft ihre Warnstreiks auch im Unstrut-Hainich-Kreis weiter aus.

10.05.2016 |

Zweiter Warnstreik am Erfurter Kreuz

Die IG Metall hat die Beschäftigten von n3, MDC Technology und der Robert-Bosch-Elektronik Thüringen GmbH zum Warnstreik aufgerufen – Kolleginnen und Kollegen von Solarworld solidarisierten sich erneut

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Arnstadt. Für 13:30 Uhr hatte die IG Metall die Beschäftigten von n3, MDC Technology und der Robert-Bosch-Elektronik Thüringen zum Warnstreik aufgerufen. Metallerinnen und Metaller der Solarworld Industries Thüringen, die wegen einer Bindung an einen Haustarifvertrag nicht zum Warnstreik aufgerufen waren, beteiligten sich...

09.05.2016 |

IG Metall Nordhausen startet kraftvoll in 2. Warnstreikwelle

Belegschaft von MAXIMATOR weitet mit Unterstützung der Gewerkschaft bei FEUER powertrain und EATON Warnstreik aus

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Nordhausen. Wie die IG Metall bereits in der vergangenen Woche vor dem Tor von MAXIMATOR angekündigt hat, weitet die Gewerkschaft ihre Warnstreiks auch in Nordhausen weiter aus. Hintergrund sind die verfahrenen Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgeberverband und der IG Metall.

09.05.2016 |

Zweite Warnstreikwelle beginnt mit sehr guter Beteiligung bei Hydrema in Weimar

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Zwischenfall: Prokurist bahnte sich mit Dienstwagen Weg durch laufende Kundgebung und fuhr Kollegen der IG Metall an

Weimar. Am frühen Montagmorgen hatte die IG Metall die Beschäftigten des Baumaschinenherstellers Hydrema in Weimar zum Warnstreik aufgerufen. Am Warnstreik beteiligte sich mit 75 Kolleginnen und Kollegen die komplette Schicht. Die Arbeiten kamen für circa zwei Stunden zum Erliegen.

04.05.2016 |

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie Thüringens

Daimler-Motorenwerk MDC in Kölleda stand still – Thales in Arnstadt bildete den Abschluss der ersten Warnstreikwelle

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Kölleda und Arnstadt. Am frühen Mittwochmorgen hatte die IG Metall in Kölleda die Beschäftigten des Daimler-Motorenwerks MDC, des dortigen Kontraktlogistikers BLG und der Instandhaltungsfirma am Standort GSN zum Warnstreik aufgerufen. Am Warnstreik beteiligten sich circa 500 Kolleginnen und Kollegen. Die Arbeiten im Motorenwerk kamen damit für etwas mehr als eine Stunde zum Erliegen. Um 09:00 Uhr legten ca. 130 Kolleginnen und Kollegen der Thales Transportation Systems in Arnstadt für circa eine Stunde die Arbeit nieder. Die IG Metall hatte sie zum Warnstreik aufgerufen. Thales bildet damit den Abschluss in der ersten Welle an Warnstreiks der IG Metall Erfurt.

03.05.2016 |

Warnstreikwelle erreicht das Erfurter Kreuz in Arnstadt

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Arnstadt. Für 13:30 Uhr hatte die IG Metall die Beschäftigten von n3, BorgWarner, MDC Technology und der Robert-Bosch-Elektronik Thüringen zum Warnstreik aufgerufen. Metallerinnen und Metaller der Solarworld Industries Thüringen, die wegen einer Bindung an einen Haustarifvertrag nicht zum Warnstreik aufgerufen waren, beteiligten sich an der Aktion. Insgesamt legten 250 Beschäftigte die Arbeit nieder. Die Arbeitsunterbrechung dauert ca. eine Stunde.

03.05.2016 |

IG Metall Nordhausen weitet Warnstreiks aus

Beschäftigte bei Sumitomo DEMAG legen die Arbeit nieder

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Nachdem letzten Freitag die erste Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie begann, haben heute auch die Beschäftigten von Sumitomo DEMAG in Wiehe für eine Stunde ihre Arbeit niedergelegt.

02.05.2016 |

Warnstreik bei Schuler in Erfurt

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Zum Mittag rief die IG Metall die Beschäftigten der Schuler Umformtechnik in Erfurt zum Warnstreik auf. Es beteiligten sich ca. 250 Kolleginnen und Kollegen. Die Arbeiten im Werk kamen für circa eine Stunde zum Erliegen.

02.05.2016 |

IG Metall Erfurt setzt Warnstreiks in Weimar fort

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Weimar. Am frühen Montagmorgen legten in Erfurt ca 80 Kolleginnen und Kollegen von Hydrema in Weimar für ca. eine Stunde die Arbeit nieder. Damit beteiligten sich alle Beschäftigten der Früh- und Nachtschicht an dem Warnstreik der IG Metall.

01.05.2016 |

Tag der Arbeit

IG Metall warnt vor Verbreitung des Rechtspopulismus

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Erfurt – Die IG Metall hat vor der zunehmenden Verbreitung rechtspopulistischer Positionen gewarnt. „Die vermeintliche Alternative für Deutschland (AfD) versucht sich gerne als Anwalt der Schwächsten. Als Partei der kleinen Leute. Doch das Gegenteil ist der Fall“, sagte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, in der Rede zum 1. Mai am Sonntag in Erfurt.

29.04.2016 |

Warnstreikwelle in Erfurt beginnt bei SIEMENS

Warnstreikwelle beginnt bei SIEMENS - Kolleginnen und Kollegen der SIEMENS Niederlassung und von Bosch Sicherheitssysteme beteiligten sich

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Am frühen Freitagmorgen legten in Erfurt circa 250 Beschäftigte vom SIEMENS Generatorenwerk, der SIEMENS Niederlassung und von Bosch Sicherheitssysteme die Arbeit vorübergehend nieder. Der Warnstreik dauerte etwa eine Stunde. Die heutige Aktion bildete den Auftakt für die erste Welle von Warnstreiks, nachdem die Verhandlungen mit den Arbeitgebern am Donnerstagabend ergebnislos abgebrochen wurden.

29.04.2016 |

Warnstreikwelle der Geschäftsstelle Nordhausen beginnt in Gerbershausen

Beschäftigte bei der NORMA Germany in Gerbershausen legen Arbeit nieder

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Alle Beschäftigten der Nachtschicht legten pünktlich mit ihren Kollegeninnen und Kollegen aus Maintal um Mittenacht die Arbeit für über eine Stunde nieder. Damit machten sie ihrem Unmut über die provokante Verhaltensweise der Arbeitgeber Luft und unterstrichen, dass sie hinter ihren Forderungen stehen. Die IG Metall fordert eine 5 prozentige Entgelterhöhung.

Tag der Arbeit

Mehr Zeit für Solidarität

In diesem Jahr begeht die IG Metall in Deutschland zusammen ihr 125-jähriges Jubiläum. Für uns ist dies ein Grund zu feiern – und ein Grund, mit Stolz auf unsere Arbeit zurück zu blicken. In über zwölf Jahrzehnten haben sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter immer für die Rechte der arbeitenden Menschen eingesetzt und dabei jede Menge erreicht. Der Tag der Arbeit ist genau der richtige Tag, um Signale in die Welt zu senden, dass es nicht ohne uns geht und schon gar nicht an uns vorbei entschieden werden kann.

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Stahlaktionstag

Gegen Dumping

Mit einer Delegation von ca. 50 Beschäftigten haben sich am 11. April 2016 Kolleginnen und Kollegen der SolarWorld Industries Thüringen GmbH an einem Aktionstag der IG Metall und der Thüringer Stahlunternehmen in Unterwellenborn beteiligt und damit ein gemeinsames Zeichen gegen Dumpingkonkurrenz aus China gesetzt.

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22.03.2016 |

Metall- und Elektroindustrie

Auftakt der Tarifverhandlungen für Thüringen

Auftakt am 22. März 2016 in Erfurt

Etwa 200 Metallerinnen und Metaller aus ganz Thüringen sind am 22. März in Erfurt auf die Straße gegangen. Anlass war der Start der Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie, direkt von den Verhandlungen betroffen sind rund 17.000 Beschäftigte im Freistaat. Hinzu kommen nach Angaben der IG Metall über 3.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen mit einem Anerkennungstarifvertrag.

Wochenendseminar zur Vorbereitung der Tarifbewegung

IG Metall Jugend

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Am Wochenende vom 11. bis 13. März 2016 haben sich junge Metallerinnen und Metaller aus ganz Thüringen zum Seminar „Wir für mehr – Tarifrunde 2016“ in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar getroffen. Neben Inhalten rund um den Seminartitel wurde es auch kreativ.

IG Metall Bezirk Mitte

Mitgliederzuwachs in Thüringen

Frankfurt/ Main. Die IG Metall im Bezirk Mitte (zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) blickt auf eine sehr erfolgreiche Mitgliederentwicklung in 2015 zurück. Zum Jahresende verzeichnete die IG Metall im Bezirk insgesamt 315.197 Mitglieder, das sind 1.372 Mitglieder (0,4 Prozent) mehr als am Ende des Jahres 2014 und im vierten Jahr in Folge ein Wachstum. Angestellte haben mit 1,2 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Anteil am Mitgliederwachstum der IG Metall im Bezirk Mitte. Dies gilt auch für Jugendliche (0,6 Prozent) und Frauen (0,9 Prozent). Insgesamt sind knapp 16 Prozent der Mitglieder im Bezirk Mitte weiblich. Es ist auch gelungen, sehr erfolgreich Studierende in den Betrieben für die IG Metall zu gewinnen.

In Thüringen stieg die Zahl der IG Metall-Mitglieder um knapp 300 auf nunmehr 46.157 Mitglieder. Das ist insbesondere in Thüringen ein wichtiges Signal. In den Betrieben konnte damit die Verankerung der IG Metall gestärkt werden.

„Das ist eine gute Entwicklung für uns als IG Metall“, so Jörg Köhlinger, seit Juli 2015 Leiter des Bezirks Mitte. „Mit erfolgreicher Tarifpolitik, klaren Positionen bei wichtigen gesellschaftspolitischen Themen und systematischer Mitgliederwerbung wird die IG Metall als durchsetzungsfähige Interessenvertretung der Beschäftigten in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft wahrgenommen. 2016 werden wir verstärkt den Missbrauch von Werkverträgen thematisieren. Darüber hinaus werden wir uns weiteren zukünftigen Herausforderungen stellen, wie beispielsweise dem demografischen Wandel, der auch vor betrieblichen Realitäten nicht Halt macht. Dazu haben wir in diesem Jahr mit einem bezirksweiten Projekt zur Mitgliedergewinnung eine langfristige Strategie angelegt“, kündigt er an.

Respekt!

Initiative Respekt! bei BorgWarner in Arnstadt gestartet

Wirtschaftsminister Tiefensee (zweiter von rechts) enthüllt das Respekt!-Schild am Werkstor
Wirtschaftsminister Tiefensee (zweiter von rechts) enthüllt das Respekt!-Schild am Werkstor

Das Unternehmen Borg-Warner in Arnstadt erklärte sich auf Einladung der IG Metall mit dem Anbringen des »Respekt!«-Schilds am Werkstor als Platz ohne Rassismus und Diskriminierung einverstanden. Zur Enthüllung des Schildes war Thüringens Wirtschaftsminister Tiefensee gekommen. Mit Borg-Warner gibt es damit ein weiteres Unternehmen, das sich offen zu »Respekt!« bekennt.

Türenhersteller Garant in Ichtershausen

Tarifabschluss erzielt

Die Löhne und Gehälter beim Türenhersteller Garant werden ab dem 1. Juni 2016 auf das Niveau der Fläche der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie angehoben. Daneben wird eine betriebliche Altersteilzeit unter Beteiligung der IG Metall eingeführt.

Tarifpolitik

Tarifverhandlungen bei Garant stocken – erneut Warnstreik für eine gerechte Lösung

Warnstreik am 4. November beim Türenhersteller Garant in Thörey
Warnstreik am 4. November beim Türenhersteller Garant in Thörey

Thörey. Der nunmehr vierte Verhandlungstag in der Tarifbewegung beim Türenhersteller Garant in Thörey / Ichtershausen hat am Mittwoch, den 04. November nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Der Tarifkonflikt spitzt sich weiter zu. Die IG Metall machte mit einem erneuten Warnstreik Druck, um die festgefahrene Situation am Verhandlungstisch lösen zu können.

Neben 5 Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft den Einstieg in verbindliche Verhandlungen zum Abschluss eines Tarifvertrages zum flexiblen Übergang in die Rente bzw. eine tarifvertraglich ausgestaltete Altersteilzeit.

„Der Arbeitgeber bewegt sich in minimalen Trippelschritten auf uns zu. Angebote zu einer verträglichen Lösung schlägt er rüde aus. Über das Thema Altersteilzeit will der Arbeitgeber weiterhin nicht reden. Zur Erhöhung der Entgelte hat er angeboten, dies frühestens ab dem 01. Oktober 2016 durchführen zu wollen. Das würde für die Kolleginnen und Kollegen zwölf Null-Monate bedeuten. Eine solche Lösung ist mit der IG Metall in diesen wirtschaftlich sehr guten Zeiten und vor dem Hintergrund sehr guter Arbeit der Beschäftigten nicht zu machen. Das ist kein Angebot, sondern eine weitere und unmissverständliche Provokation,“ so Bernd Spitzbarth, Verhandlungsführer und Erster Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.

Die IG Metall hatte am Donnerstag, den 05. November von 11:00 Uhr bis 14:30 Uhr die Beschäftigten der Frühschicht zum Warnstreik aufgerufen. Ab 14:30 Uhr bis circa 16:00 Uhr waren die Kolleginnen und Kollegen der Spätschicht zum Warnstreik aufgerufen. Beide Schichten beteiligten sich, wie bereits beim ersten Warnstreik, zum übergroßen Teil. Die Produktion kam für circa fünf Stunden zum Erliegen. In Summe beteiligten sich über 220 Kolleginnen und Kollegen am Warnstreik.

Rainer Hilger, Sprecher der IG Metall-Vertrauensleute im Unternehmen sagte: „Bereits der erste Warnstreik war ein kraftvolles Signal der Kolleginnen und Kollegen an den Arbeitgeber. Das dieses ungehört blieb, ist mir völlig unverständlich. Der heutige ausgeweitete Warnstreik ist ein noch kräftigeres Zeichen, dass wir unseren fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens notfalls bereit sind zu erkämpfen. Die Beschäftigten sind sauer, dass der Arbeitgeber uns so billig abspeisen will.“

Ein nächster Verhandlungstermin ist für den 02. Dezember 2015 angesetzt.

„Zu diesem Termin erwarten wir ein ernsthaft verhandlungsfähiges Angebot von Seiten des Arbeitgebers. Warnstreiks sind nicht das letzte Mittel einer Gewerkschaft, um berechtigte Forderungen durchzusetzen. Wir wollen keine weitere Eskalation des Tarifkonflikts. Sollte sich jedoch eine Lösung am Verhandlungstisch nicht finden lassen, so müssen wir den Druck zu einem fairen Ergebnis zu kommen nochmals erhöhen,“ so Spitzbarth abschließend.

STOPPT TTIP und CETA

Aufruf zur Demonstration am 10. Oktober nach Berlin

Die IG Metall ruft gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen zum Widerstand gegen das geplante TTIP-Abkommen auf.

Wir unterstützen die Forderung nach einem sozialen und gerechten Europa und rufen dazu auf, sich am 10. Oktober 2015 an der bundesweiten Demonstration gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA in Berlin zu beteiligen.

Anmeldungen für Busplätze zur Demonstration bitte per E-Mail bis zum 11. September an erfurt(at)igmetall.de oder an nordhausen(at)igmetall.de.

Kfz-Handwerk in Thüringen

5,8% mehr Geld

Auch für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen konnten deutliche Einkommensverbesserungen erzielt werden.
Das Tarifergebnis sieht eine schrittweise Entgeltsteigerung von 5,8 Prozent vor.
Die Vergütung wird ab 1. Juli 2015 um 3 Prozent und ab 1. Oktober 2016 um weitere 2,8 Prozent steigen.
Die Ausbildungsvergütungen werden für das erste Ausbildungsjahr um 35 € und für das zweite bis vierte Ausbildungsjahr um 30 € erhöht.
In 2016 werden die Ausbildungsvergütungen um weitere 20 € für alle Ausbildungsjahre erhöht.
„Für die Beschäftigten in Thüringer Kfz-Werkstätten und Autohäusern ist das ein deutliches Einkommensplus über zwei Jahre. Das haben sie sich verdient“, so der Verhandlungsführer der IG Metall, Josef Windpassinger. „IG Metall-Mitglied zu sein lohnt sich und es ist ein starkes Argument um neue Mitglieder zu werben!“

Metall- und Elektroindustrie: Tarifergebnis erzielt

3,4 % mehr Geld, Alters- und Bildungsteilzeit

3,4 Prozent mehr Geld, Verbesserungen bei der Altersteilzeit und der Einstieg in eine neue Bildungsteilzeit für die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen. Das ist das Tarifergebnis, das am 26. Februar 2015 zwischen IG Metall und dem Arbeitgeberverband VMet für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in tarifgebundenen Betrieben erzielt wurde.
IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild, erklärte: „Mit dem Tarifergebnis hat die IG Metall zu allen drei Elementen ihres Forderungspaketes drei gute Ergebnisse erzielt. Der Druck von 120.000 Warnstreikenden im Bezirk hat die Arbeitgeber offenbar beeindruckt. Das Tarifergebnis sichert vor allem in den qualitativen Elementen einen Einstieg in ein neues Verständnis von Flexibilität der Arbeitszeit, die wir mittelfristig  weiter voranbringen wollen. Die 3,4% sind einfach gut. Alle reden davon, dass in Deutschland Tarifentgelte steigen sollen. Die IG Metall macht das und stellt damit die Beteiligung der Beschäftigten, am Erfolg, den sie selbst erwirtschaftet haben, sicher. Das ist ein deutliches reales Plus und ein Erfolg der IG Metall.“

Das Tarifergebnis sieht vor:

1. Die Einkommen für die 20.000 Beschäftigten in Thüringen steigen ab 1. April 2015 um 3,4 Prozent, für die Monate Januar bis März 2015 gibt es eine Einmalzahlung von 150 Euro und Auszubildende einmalig 55 Euro.

2. Altersteilzeit können vier Prozent der Beschäftigten beantragen. Davon  können besonders belastete Arbeitnehmer die Altersteilzeit vorrangig bis zu einer Quote von drei Prozent nutzen. In den unteren Entgeltgruppen werden  höhere Aufstockungsbeträge als bisher gezahlt.

3. Der Tarifvertrag zur Bildungsteilzeit sieht erstmals einen erstreitbaren Zugang auf persönliche berufliche Weiterbildung der Beschäftigten vor. Neu ist das Bildungskonto. Um Arbeitszeit für Weiterbildung zu nutzen, kann diese angespart oder nachgearbeitet werden. Auf das Konto können eingezahlt werden: Arbeitszeit, Teile des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes und mögliche freiwillige Leistungen des Arbeitsgebers. Darüber hinaus können Betriebsrat und Arbeitgeber vereinbaren, dass Gelder, die für die betriebliche Altersteilzeit nicht genutzt werden, in Bildungsmaßnahmen fließen.

Metall- und Elektroindustrie

Arbeitgeberverband VMET verweigert auch nach 25 Jahren noch Angleichung an Westniveau

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Gemeinsame Kundgebung Thales und N3 am 18. Februar in Arnstadt

Am 18. Februar legten die Beschäftigten von Thales und N3 für etwa zwei Stunden die Arbeit nieder und trafen sich zu einer gemeinsamen Kundgebung.

Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Thales und N3 am 18. Februar

Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie

Zahlreiche Aktionen und Warnstreiks in Nordthüringen

In der Zeit vom 23. Januar 2015 bis zum 17. Februar 2015 fanden auch in Nordthüringen zahlreiche Warnstreiks statt. Hier die erste kleine Fotoauswahl.

Warnstreiks in Nordthüringen

Tarifbewegung in Der Metall- und Elektroindustrie

Weiterer Warnstreik bei MDC Power in Kölleda

Am 18. Februar legten die Beschäftigten von MDC Power in Kölleda ein drittes Mal die Arbeit nieder und versammelten sich vorm Tor.

Weiterer Warnstreik am 18. Februar bei MDC in Kölleda
Weiterer Warnstreik am 18. Februar bei MDC in Kölleda
Weiterer Warnstreik am 18. Februar bei MDC in Kölleda
Weiterer Warnstreik am 18. Februar bei MDC in Kölleda
Weiterer Warnstreik am 18. Februar bei MDC in Kölleda

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Gemeinsame Kundgebung Schuler Pressen und Siemens Generatorenwerk

Am 17. Februar legten die Beschäftigten vom Siemens Generatorenwerk und von Schuler Pressen für zwei Stunden die Arbeit nieder.

Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar
Gemeinsame Kundgebung von Siemens und Schuler am 17. Februar

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Die Warnstreiks gehen weiter

Am 13. Februar folgten die Beschäftigten von Schuler ein weiteres Mal dem Aufruf der IG Metall und legten für etwa eine Stunde die Arbeit  nieder.

Warnstreik am 13. Februar bei Schuler in Erfurt
Warnstreik am 13. Februar bei Schuler in Erfurt
Warnstreik am 13. Februar bei Schuler in Erfurt
Warnstreik am 13. Februar bei Schuler in Erfurt
Warnstreik am 13. Februar bei Schuler in Erfurt

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Die Warnstreiks gehen weiter: Am 12. Februar legten die Beschäftigten von Hydrema in Weimar für eine Stunde die Arbeit nieder.  

Warnstreik am 12. Februar bei Hydrema in Weimar

Metall- und Elektroindustrie

Weiterer Warnstreik beim Siemens Generatorenwerk in Erfurt

Am 10. Februar folgten die Beschäftigten vom Siemens Generatorenwerk ein zweites Mal dem Aufruf der IG Metall und legten vorübergehend die Arbeit nieder. 

2. Warnstreik beim Siemens Generatorenwerk in Erfurt

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

2. Warnstreikwelle bei MDC Power in Kölleda gestartet

Am 06. Februar legten die Kolleginnen und Kollegen von MDC Power in Kölleda ein weiteres Mal die Arbeit nieder.

Warnstreik am 06. Februar bei MDC in Kölleda

2. Tarifverhandlung in Thüringen

1000 Warnstreikende vor Verhandlungsbeginn

Fast 1.000 Metallerinnen und Metaller aus thüringischen Betrieben haben sich am 29. Januar vor der zweiten Tarifverhandlung in der Metall- und Elektroindustrie in Eisenach eingefunden, um die Forderungen der IG Metall nach 5,5 % mehr Geld, einer Bildungsteilzeit und einer verbesserten Altersteilzeitregelung zu unterstützen.

Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015
Verhandlungsbegleitende Aktion in Eisenach am 29. Januar 2015

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Warnstreik auch bei MDC Power in Kölleda

Ebenfalls am 23. Januar 2015 legten auch Beschäftigte von MDC in Kölleda die Arbeit nieder und folgten dem Aufruf zum Warnstreik der IG Metall.

Warnstreik bei MDC Power in Kölleda
Warnstreik bei MDC Power in Kölleda
Warnstreik bei MDC Power in Kölleda
Warnstreik bei MDC Power in Kölleda
Warnstreik bei MDC Power in Kölleda

Tarifbewegung in der Metall-und Elektroindustrie

Warnstreik bei Thales in Arnstadt

Am 23. Januar 2015 folgten die Beschäftigten von Thales in Arnstadt dem Aufruf der IG Metall und legten für etwa eine Stunde die Arbeit nieder.

Warnstreik bei Thales in Arnstadt

Tarifbewegung in der Metall- und Elekroindustrie

Die Warnstreikwelle läuft weiter

Am 22. Januar 2015 folgten die Beschäftigten von Schuler Pressen und dem Siemens Generatorenwerk den Warnstreikaufrufen der IG Metall.  

Warnstreik in Erfurt am 22. Januar 2015

Warnstreiks begleiten erste Tarifverhandlung in Thüringen

Schockstarre der Arbeitgeber

Arnstadt. Die erste Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen endete am 21. Januar in Arnstadt nach zwei Stunden mit einer grundsätzlichen Ablehnung der IG Metall-Forderungen durch die Arbeitgeber und ohne jede weitere Annäherung. Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 29. Januar in Eisenach vereinbart. Vor dem Verhandlungslokal fanden sich am Morgen rund 300 Metallerinnen und Metaller ein und unterstützten die IG Metall-Forderung nach einer Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent, verbesserte Regelungen zur Altersteilzeit und eine tarifliche Bildungsteilzeit.

Armin Schild, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer: „Die Arbeitgeber in Thüringen haben die wirtschaftliche Lage schwarz gemalt und auf dieser ebenso düsteren wie unrealistischen Grundlage ihr Nein zu allen Forderungen nur schwach begründen können. Die Herrschaften sind offenbar in Schockstarre. Mit einem solchen Warnstreikdruck schon vor Verhandlungsbeginn haben sie wohl nicht gerechnet. Letztendlich ist das auch die Quittung für ihre starre Haltung, eine Angleichung der Thüringer Arbeitnehmer an das Niveau in Sachsen und Brandenburg zu verhindern. Die Warnstreiks treffen Thüringen hart, wir haben das nicht gewollt, aber zu verantworten haben das die Arbeitgeber selbst.“

In den Verhandlungen hatten die Arbeitgeber ein Angebot verweigert. Auf die  Forderungen der IG Metall antworteten sie mit viermal Nein zur Bildungsteilzeit und 5,5% mehr Entgelt sowie zu flexiblen Übergängen für Ältere und auch zur Angleichung. Schild: „Wir werden unser Tarifpaket nicht aufschnüren. Die Konjunktur braucht dringend einen Wachstumsimpuls. Die EZB hat ihr Pulver verschossen. OECD, EZB und Bundesbank bitten uns, höhere Tarifabschlüsse zu vereinbaren, die Zielinflation und Trendproduktivität ausgleichen damit die Binnenkonjunktur in Fahrt kommt. Nur die Metall-Arbeitgeber haben es nicht gehört. Die 5,5 % sind gerade in diesen Zeiten vollkommen berechtigt.  Auch beim Thema Bildungsteilzeit wollen die Herrschaften Herr im Haus bleiben und alleine entscheiden, wem Qualifizierung zusteht. Für uns geht es bei der Weiterbildung um ein neues Grundverständnis. Weiterbildung darf nicht Spitzensport für wenige bleiben, sondern muss Breitensport für alle werden.“

Bei der Kundgebung vor dem Verhandlungslokal wurde besonders deutlich, dass die  Metallerinnen und Metaller neben 5,5% mehr Entgelt und Bildungsteilzeit insbesondere auch eine verbesserte Regelung zur Altersteilzeit wollen sowie für die Angleichung der Tarifbestimmungen eintreten. „Wir verkaufen unsere Arbeitskraft, aber nicht unser Leben“, sagte ein Teilnehmer. 92% von 500.000 Befragten wollen früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden. „Den Wunsch, nach flexiblen tariflichen Ausstiegsmodellen, nimmt die IG Metall ernst. Eine Altersteilzeit nach den Vorstellungen der Arbeitgeber würde das Gegenteil bewirken“, sagte Schild.

Verhandlungsbegleitende Aktion am 21. Januar in Arnstadt

Tarifbewegung in der Thüringer Metall- und Elektroindustrie 2015

Erfolgreicher Warnstreikauftakt bei Hydrema in Weimar

Warnstreik am 16. Januar 2015 bei Hydrema in Weimar

Weimar. Die IG Metall hatte am Freitag, dem 16. Januar 2015, die Beschäftigten der Hydrema in Weimar zum Warnstreik im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens aufgerufen. Dem Aufruf folgten um 06:30 Uhr mit 84 Kolleginnen und Kollegen alle Beschäftigten der Frühschicht. Sie legten für etwas mehr als eine Stunde ihre Arbeit nieder. 

Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft den Neuabschluss von Tarifverträgen zur Gestaltung flexibler Übergänge in die Rente und zu einer geförderten Bildungsteilzeit. 

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Erfurt, Bernd Spitzbarth, ging in seiner Rede an die Beschäftigten auf die Situation am Standort Weimar ein und sagte wörtlich: „Die Branche hat in den zurückliegenden beiden Jahren satte Gewinne gemacht. Am Standort Weimar kann die Hydrema für 2014 ein gutes Ergebnis vorweisen. Damit ist es nur recht und billig, dass die Kolleginnen und Kollegen an dem unternehmerischen Erfolg beteiligt werden. Neben mehr Entgelt fordern wir einen tariflichen Anspruch auf Altersteilzeit und Bildungsteilzeit. Wir wollen, dass diejenigen die nach jahrelanger harte Arbeit aussteigen wollen, sich dies auch leisten können. Für junge Beschäftigte muss eine Perspektive zur beruflichen Entwicklung geschaffen werden. Dies soll mit einem Tarifanspruch auf Weiterbildung möglich werden.“

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Thüringer Arbeitgeber lehnen Friedenspflichtsabkommen ab - 1. Tarifverhandlung am 21. Januar 2015 in Arnstadt

Hier gibt's das Flugblatt als *.pdf zum Herunterladen:

Sonntagsarbeit

Ein Fünftel der Landtagskandidatinnen und -kandidaten für den freien Sonntag

Ein Fünftel der 297 Kandidatinnen und Kandidaten will sich für den arbeitsfreien Sontag stark machen, wenn sie am 14. September in den Thüringer Landtag gewählt werden. Mit ihrer Unterschrift unter den „Sonntagskontrakt„ haben sich die Kandidierenden im Falle ihrer Wahl zum Einsatz für den Erhalt des arbeitsfreien Sonntags und die Förderung einer familienfreundlichen Sonntagskultur verpflichtet.

Einkommenssteuer

Neuregelung seit 01. Januar 2014

Ab dem 01.01.2014 gilt eine neue gesetzliche Reisekostenregelung. Diese hat besonders für Bauarbeiter, Leiharbeitskräfte und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Fahrzeugen (Straßenbahn, Bus- und Müllfahrer oder LKW-Fahrer) große Bedeutung.Die arbeitsrechtlichen Vereinbarungen, an der sich die erste Tätigkeitsstätte befindet, wirkt sich auf die Höhe der zu versteuernden Pauschalen aus. Wird dem Arbeitnehmer eine erste Tätigkeitsstätte zugewiesen, kann er nur noch die einfache Fahrt von seiner Wohnung zur Arbeitsstätte geltend machen. Hat er keine erste oder weitere Tätigkeitsstätten (verschiedene Einsatzorte) bei einem Arbeitgeber z.B. durch Leiharbeit, sind weiterhin € 0,30 je Kilometer steuerlich abzugsfähig. Deshalb wird diesem Personenkreis besonders empfohlen, eine Steuererklärung zu machen.Für alle, die Fragen zur neuen Reisekostenreglung haben, ist die Lohnsteuerberatung im Hause der IG Metall Erfurt ein guter Ansprechpartner.

Beratungsstellenleiterin Ines Schmidt
Sprechzeiten:
Montag   10.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch 15.00 – 17.00 Uhr oder nach Vereinbarung unter 0361/5658525 

Betriebsratswahl bei TUJA

Mit dem Zeitarbeitsunternehmen TUJA wurde ein Tarifvertrag zur Wahl eines gemeinsamen Betriebsrats für alle drei Thüringer Niederlassungen abgeschlossen. Bislang verfügten nur die Beschäftigten der Niederlassung Eisenach über einen Betriebsrat. Nach den Wahlen soll das neue gemeinsame Gremium die Interessen der Kolleginnen und Kollegen dann auch an den Standorten in Nordhausen bzw. Sondershausen vertreten. Der Weg für eine Interessenvertretung an allen Standorten ist nun frei.

Startschuss für neue Amtszeit

IG Metall lud zum Betriebsräteempfang ein

Betriebsräteempfang im Garten des Volkshauses in Sömmerda

Zu Beginn der neuen Wahlperiode hatten wir Betriebsräte und Vertrauensleute am 02. Juni zu einem Empfang in den Garten des Volkshauses Sömmerda eingeladen. Als Referent konnten wir Dr. Zwanziger, Richter am Bundesarbeitsgericht, gewinnen. Er machte in seiner Rede den Anwesenden Mut, den Gestaltungsauftrag des Betriebsverfassungsgesetzes zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen rege und initiativ zu nutzen und sich nicht nur in der Abwehr von Vorschlägen der Geschäftsführung zu erschöpfen.

Bosch Solar

1000 Arbeitsplätze bleiben erhalten

Der Konzern Bosch Solar Energy entschied aus der Solarenergie auszusteigen. Betriebsräte, IG Metall und das Thüringer Wirtschaftsministerium waren geschockt, als Bosch seine Entscheidung über die Presse verkündete. Nach langer Invenstoren-Suche haben inzwischen 800 Kolleginnen und Kollegen bei Solarworld einen neuen Arbeitsplatz erhalten. Das Unternehmen gründete eine eigenständige Tochtergesellschaft, die finanziell vom restlichen Unternehmen getrennt ist.

Für die Beschäftigten konnte die IG Metall mit Solarworld die erforderlichen Tarifverträge abschließen. Der Kampf um den Standort hat sich damit zunächst gelohnt. Jetzt geht es darum, die betrieblichen Interessenvertretungen aufzubauen, um sicherzustellen, dass auch künftig saubere Energie mit Guter Arbeit erzeugt werden kann. Mit Gründung der Bosch Elektronik Thüringen GmbH werden weitere 200 bis 250 Beschäftigte einen Arbeitsplatz finden. Der Überleitungstarifvertrag wurde bei Redaktionsschluss noch verhandelt.

"Unser Jahr hat 365 Frauentage"

IG Metall veranstaltete Frauenkonferenz am 8. März

Nordhäuser Ortsfrauenausschuss
Nordhäuser Ortsfrauenausschuss

Zum internationalen Frauentag forderten die Frauen der IG Metall Nordhausen mehr Gleichstellung in der Arbeitswelt. Frauen haben nur auf Grund ihres Geschlechtes schlechtere Berufs- und Entwicklungschancen, weniger Einkommen und damit weniger Rente. Nirgendwo in Europa liegt der Verdienst zwischen Frauen und Männern so weit auseinander wie bei uns. Die Benachteiligung von Frauen ist gesellschaftspolitisch und ökonomisch falsch. Das "Zuverdiener-Modell" führt Frauen in die Armutsfalle. So müssen bspw. Frauen im Durchschnitt bis zum 21. März arbeiten, um auf den Verdienst zu kommen, den Männer zum Ende des Vorjahres erhalten haben. Unter dem Motto "Unser Jahr hat 365 Tage" fordern die Metallerinnen eine betriebliche Flexibilität für mehr berufliche Entwicklungsperspektiven und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Arbeitskreis Leistungspolitik

In Kooperation stärker werden - gesund durch die Arbeitswelt - den demographischen Wandel begleiten

Arbeitskreis Leistungspolitik

Regelmäßig treffen sich die für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zuständigen Betriebsräte der Verwaltungsstellen Erfurt und Nordhausen zum Erfahrungsaustausch für eine ganzheitliche gesundheitsförderliche Leistungspolitik im Betrieb. Der Erfahrungsaustausch findet in den Betrieben der Arbeitskreismitglieder statt. Nach dem man sich zum ersten Mal bei GRIWE in Haynrode getroffen hatte, fanden sich am 12. März die Kollegen bei Sumitomo in Wiehe zusammen. Bei den Arbeitstreffen gehört es zum guten Ton, dass Vertreter der Arbeitgeber einen Input zum Unternehmen und den Zusammenhängen vor Ort geben. Inhaltlich setzen sich die Kollegen mit Fragen des betrieblichen Eingliederungs- und Gesundheitsmanagements, der (flexiblen) Arbeitszeitgestaltung, den Leistungsbedingungen und der betrieblichen Alterspyramide auseinander. Es geht darum, die Arbeit alterns- und altersgerecht zu gestalten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden die Betriebsräte in ihre Arbeit einfließen lassen, um den demographischen Wandel im Betrieb erfolgreich zu gestalten. Für Juni hat der Betriebsrat von Thales in Arnstadt zum Treffen eingeladen.

Internationaler Frauentag

Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten

Erfurt/Nordhausen. Anlässlich des Internationalen Frauentages hat die IG Metall Wirtschaft und Politik dazu aufgerufen, mehr für die Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt zu unternehmen. Frauen seien noch immer strukturell benachteiligt, wenn es um Chancengleichheit, Entgeltgerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Das forciert nach Auffassung der IG Metall Altersarmut, prekäre Beschäftigung und den Fachkräftemangel.

Das aktuelle IAB-Betriebspanel des Thüringer Wirtschaftsministeriums verweist darauf, dass jede zweite Thüringerin (41 Prozent Teilzeit und 8 Prozent befristet) in atypischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt ist. Im Vergleich zu den Männern macht dieser Anteil lediglich 17 Prozent aus.

„Die strukturelle Benachteiligung von Frauen ist der vielleicht größte Hemmschuh für den deutschen Arbeitsmarkt“, sagte Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Nordhausen. „Die Hälfte unserer Bevölkerung hat nur aufgrund ihres Geschlechtes eingeschränkte Berufsoptionen, schlechtere Entwicklungschancen, weniger Einkommen und weniger Rente. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch gesellschaftspolitisch und ökonomisch fahrlässig“. 

Hinzu komme eine Entgeltlücke im Geschlechtervergleich von 22 Prozent, wie das statistische Bundesamt errechnete. „Dadurch vergeuden wir ein enormes Potential an Talent, Leistung und Kreativität,“ sagte Spitzbarth. „Wir müssen in den Unternehmen alles daran setzen, Chancengleichheit in der Berufswelt zu realisieren, zum Beispiel durch Schaffung von beruflichen Perspektiven für Frauen, bessere Kinderbetreuung, familienfreundlichere Arbeitszeiten und vollzeitnahe Teilzeitstellen. Davon würden nicht nur Frauen, sondern die gesamte Gesellschaft profitieren“. 

Die IG Metall Erfurt und Nordhausen verteilte um den diesjährigen Frauentag einen kleinen Blumengruß an die Kolleginnen in den von uns betreuten Unternehmen. Allein im Raum Erfurt waren dies über 1.000 Rosen aus fairem Anbau in 16 betreuten Unternehmen in der Region.

In Nordhausen trafen sich die Gewerkschaftsfrauen am 8. März zu einer Konferenz, um mit der IG Metall aktuelle Ungerechtigkeiten zu beleuchten und unsere gewerkschaftlichen Gegenkonzepte zu diskutieren.

Siemens-Standorte in Thüringen

Betriebsräte und IG Metall Erfurt fordern Qualität vor Quantität, Mensch vor Marge

Erfurt, Rudolstadt und Waltershausen. Vor einem Jahr, am 21. Februar 2013, starteten die Betriebsräte der Siemens-Standorte gemeinsam mit der IG Metall ihre Kampagne „Mensch vor Marge“ an über 80 Standorten bundesweit. In Thüringen beteiligten sich über 1.000 Beschäftigte der Standorte Erfurt, Rudolstadt und Waltershausen an der Auftaktveranstaltung und brachten ihren Unmut zum Sparprogramm des Konzern-Vorstands „Siemens 2014“ zum Ausdruck. Gemeinsam mit der IG Metall entwickelten die Betriebsräte das Gegenkonzept „Siemens 2020 - Mensch vor Marge“. 

Im Zeitraum März bis Mai finden auch an den Siemens-Standorten Betriebsratswahlen statt. Joe Kaeser, der neue Vorstandvorsitzende bei Siemens, hat angekündigt, im Mai seine Strategie bekannt geben. Die IG Metall und die Betriebsräte in Thüringen werden mit dem Programm „Siemens 2020 – Mensch vor Marge“ die Qualität der Arbeit in den Vordergrund der Diskussionen mit den Kolleginnen und Kollegen im Vorfeld der Betriebsratswahl stellen.
„Siemens kam in den letzten Monaten nie richtig aus den Schlagzeilen. Während sich diese in erster Linie mit dem gesamten Unternehmen beschäftigten, ist bei den Beschäftigten an den Thüringer Standorten vieles in Bewegung gekommen. Die Betriebsräte wollen sich gemeinsam mit den über 1.100 Beschäftigten aktiv an der Entwicklung der Zukunft ihrer Standorte beteiligen. Wir wehren uns gegen eine ausschließlich am Profit orientierte Unternehmenspolitik. Das Vorstandskonzept „Siemens 2014“ ist mit einem einseitig auf Sparzwänge und Margen ausgerichteten Programm mittlerweile weitgehend gescheitert, während „Siemens 2020“ auf eine positive Resonanz stößt,“ so Mario In der AU, Vorsitzender des Betriebsrats des SIEMENS Generatorenwerks Erfurt. 

Auf den jüngst stattgefundenen Betriebsversammlungen haben die Betriebsräte und die IG Metall ihre Ziele im Rahmen von „Siemens 2020“ dargelegt. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Ausbau der Wertschöpfung in Deutschland und Europa, Aktivitäten sektorübergreifend im Konzern zu integrieren, in Zukunftstechnologien zu investieren, Arbeitsbedingungen und Arbeitsumfelder attraktiver zu gestalten und  eine Unternehmenskultur zu entwickeln, bei der eine Feedback-  und Vertrauenskultur über alle Hierarchieebenen hinweg geschaffen wird.

Auf den Betriebsversammlungen haben die Betriebsräte diese Schwerpunkte in einen 18 Punkte umfassenden Forderungskatalog untersetzt. Die Betriebsratsvorsitzenden Mario In der Au, Erfurt, Axel Patze, Rudolstadt und Uwe Trzaska Betriebsratsvorsitzender der Niederlassung Erfurt / Waltershausen hoben dabei hervor, „dass eine Strategie des „Besser statt Billiger“, einer zukunftsgerechten Personalplanung, einer gesundheitsförderlichen Arbeitsorganisation, einer Kultur der Angstfreiheit und des lebenslangen Lernens die politische Priorität bei Siemens wieder erlangen muss“. „Der alte Spruch von Werner von Siemens 1879 – „Für einen kurzen Gewinn verkaufe ich nicht die Zukunft meines Unternehmen“, ist heute so richtig wie damals,“ ergänzt Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und lobt die Betriebsräte bei Siemens für ihre Aktivitäten und für ihre Gute Arbeit.

Für die Betriebsräte und der IG Metall bleibt es dabei:  „Kaufen und Verkaufen ist ein Irrweg und kein strategisches unternehmerisches Können. Erforderlich ist ein Wandel, der vom „Mut zu Visionen und Investitionen“ getrieben ist, “ so Michael Ebenau, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Jena-Saalfeld. 

Jürgen Kerner, Hauptkassierer der IG Metall und Mitglied im Siemens Aufsichtsrat untermauert diese Erwartungen und meint „dass sichere und faire Arbeit, Innovation und Vertrauen weiterhin Werte von Siemens bleiben müssen. Zudem erwartet Die IG Metall, dass Siemens die Zukunft nicht verschläft. Mit Blick auf den Koalitionsvertrag und die Vorhaben der Bundesregierung kann Siemens eine Menge zur Ökologiesierung der Wirtschaft beitragen“.

Für die Betriebsräte bei Siemens besteht Klarheit darüber, „Mensch vor Marge, das ist und bleibt unser Grundsatz. Unsere Zukunftsperspektive Siemens 2020 bietet dafür die Rahmenbedingungen“, so Birgitt Steinborn, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrat und Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG.

Betriebsratswahlen 2014

Gute Arbeit braucht Mitbestimmung

Erfurt. Das Betriebsverfassungsgesetzt schreibt vor, dass in alle Unternehmen ab fünf Beschäftigten betriebliche Interessenvertretungen zu wählen sind. Dies hat alle vier Jahre im Zeitraum von März bis Mai zu geschehen.

Ab den 3. März werden in Nord- und Mittelthüringen in über 120 von der IG Metall betreuten Unternehmen die Betriebsratswahlen durchgeführt.

„In Betrieben mit einer betrieblichen Interessenvertretung geht es den Beschäftigten besser als in Betrieben ohne Betriebsrat. Wir können in den letzten Jahren verzeichnen, dass auch in Thüringen sich dort die Arbeitsbedingungen spürbar verbessert haben, wo die Beschäftigten sich einen Betriebsrat gewählt haben. Für die Beschäftigten in den Betrieben geht es also mit der Betriebsratswahl 2014 um mehr als nur einer Stimmenabgabe, es geht um die Regelung von Arbeitsbeziehungen in den Betrieben,“ so Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Nordhausen.

„Für die IG Metall Erfurt und Nordhausen steht fest: Da wo die Beschäftigten sich einen Betriebsrat wählen, lassen sich nicht nur Tarifverträge besser durchsetzen, sie sind ein Motor für gute Arbeitsbedingungen,“ so Spitzbarth.

Der Gesetzgeber hat Betriebsräte mit umfangreichen Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechten ausgestattet. Vor allem in Fragen der Einstellung oder Kündigung, ob bei der innerbetrieblichen Entgeltgestaltung, der Gestaltung von Arbeits- und Leistungsbedingungen, der Arbeitszeitgestaltung, der Qualifizierung, der Leiharbeit oder bei sozialen Angelegenheiten bestimmen und gestalten Betriebsräte mit. Sie haben es in der Hand, dass sich Arbeitsbedingungen im Betrieb verbessern.

„Damit sind Betriebsratswahlen ein Stück unserer gelebten Demokratie, denn Gute Arbeit braucht Mitbestimmung. Ohne betriebliche Interessenvertretung bleiben die Menschen auf der Strecke“, so Spitzbarth weiter.

„Das Anliegen der Industriegewerkschaft Metall ist es, dass die Belange der Beschäftigten ernst genommen werden und dass sie auf gleicher Augenhöhe mit dem Arbeitgeber ihre Interessen vertreten können. Unser Ziel ist es, mit den Betriebsratswahlen 2014 mehr junge Menschen und vor allem mehr Frauen für das Amt zu gewinnen, denn auf Dauer ist nur erfolgreich, wer eine gesunde Personalstruktur im Unternehmen hat. Das gilt insbesondere auch für Betriebsräte“, so Spitzbarth abschließend.

König+Neurath

3,4 Millionen € für 120 Beschäftigte

Die Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan für die Werksschließung von König+Neurath in Weißensee sind abgeschlossen. Im Ergebnis konnte die IG Metall die stolze Summe von 3,4 Millionen Euro für die 120 betroffenen Beschäftigten verhandeln. Den größten Anteil an dieser Summe bildet die Finanzierung einer Transfergesellschaft, die über zwölf Monate läuft. Ein Erfolg ist, dass die dortigen Maßnahmen erst nach Ablauf der tarifvertraglichen Kündigungsfristen starten. Damit liegt die Priorität auf Beschäftigung und Qualifizierung statt auf Arbeitslosigkeit.

IG Metall Erfurt wählt neue Bevollmächtigte

Spitzbarth folgt auf Lemb

Erfurt. Am 12. Dezember haben die Delegierten der IG Metall Verwaltungsstelle Erfurt Bernd Spitzbarth zum neuen 1. Bevollmächtigen gewählt. Spitzbarth folgt damit auf Wolfgang Lemb, der am 25. November auf dem außerordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall in den geschäftsführenden Vorstand gewählt wurde.

Spitzbarth, 52, war bislang 2. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.

Die Delegierten dankten Wolfgang Lemb für seinen unermüdlichen Einsatz für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der abhängig Beschäftigten in den Betrieben der IG Metall Erfurt. Darüber hinaus würdigten sie sein Engagement im Thüringer Landtag als wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

„Erfolge für die Thüringer Gewerkschaften wie beispielsweise der Kampf um die Arbeitsplätze bei Bosch in Arnstadt oder für das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz gehen in nicht unerheblichem Maß auf das Engagement von Wolfgang Lemb zurück. In seiner neuen Funktion wissen wir unseren Kollegen Wolfgang Lemb als einen entschiedenen Kämpfer für die Angleichung der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Ost und West an entscheidender Stelle im Vorstand“, so Spitzbarth.

Mit Blick auf die Zukunft der IG Metall Erfurt kündigte Spitzbarth an: „Wir werden den Kurs der Ausweitung der Tarifbindung und des Flächentarifvertrages fortsetzen. Der Wettbewerb um die besten Facharbeiter wird über die Arbeitsbedingungen entschieden. Gute Arbeit und faire Entlohnung sind der Garant dafür, Beschäftigte an ein Unternehmen zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Dabei haben die Gewerkschaften eine wichtige Rolle. Den Wandel auf dem Arbeitsmarkt zu besserer und fairer Arbeit werden wir vorantreiben.“

Zum neuen 2. Bevollmächtigten wurde Kirsten Joachim Breuer, 35, gewählt. Er hat bislang für die Thüringer IG Metall Verwaltungsstellen koordinierende Aufgaben im politischen Raum wahrgenommen.

Schuler streicht bundesweit 350 Arbeitsplätze – Proteste auch in Erfurt

Metallerinnen und Metaller forderten mit konzernweitem Aktionstag Perspektiven

Erfurt. Unter dem Motto „Wir wollen Perspektiven statt planloser Konzepte“ haben am Mittwoch, den 04.Dezember am späten Nachmittag die Beschäftigten von Schuler (ehemals Umformtechnik) in Erfurt gegen die Pläne der Geschäftsführung zum Umbau des Konzerns protestiert. Die Aktion war Teil einer Betriebsversammlung im Werk. Annähernd 250 Kolleginnen und Kollegen und damit ein Großteil der Belegschaft haben sich beteiligt und mit ihrer Unterschrift unter ein Großtransparent mit dem Motto des Aktionstages bekundet, dass sie die Pläne der Geschäftsführung zum Konzernumbau nicht mittragen. An dem Tag fanden an allen deutschen Schuler-Standorten vergleichbare Aktionen statt, um die zeitgleich stattfindende Aufsichtsratssitzung des Unternehmens nicht ohne Botschaft der Beschäftigten tagen zu lassen.

Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der IG Metall meinte dazu: „Das ist ein sehr kräftiges Signal der Erfurter Kolleginnen und Kollegen. Die Geschäftsführung sollte den Willen der Metallerinnen und Metaller zu weitergehenden Protesten nicht unterschätzen. Bislang wurden die Beschäftigten und ihre Interessenvertreter vor vollendete Tatsachen gesetzt. Wir fordern, dass zusammen mit Betriebsrat und IG Metall geredet wird, wie der Konzernumbau fair gestaltet werden kann. Ein einfaches Durchregieren vom neuen österreichischen Eigner Andritz werden wir nicht kampflos hinnehmen.“

Ralf Fiedler, Vorsitzender des Betriebsrats am Erfurter Standort, sagte in der Versammlung: „Auch wenn die Einschnitte für Erfurt weniger massiv als an anderen Standorten erscheinen, werden wir uns auch weiterhin in unserer konzernweiten Solidarität nicht auseinandertreiben lassen. Wir werden versuchen, den Konzepten des Vorstandes eigene Vorstellungen gegenüberzustellen und so für sozial verträgliche Lösungen für alle Kolleginnen und Kollegen eintreten. Die IG Metall wird uns auf diesem Weg unterstützen und begleiten.“

Erstmals Warnstreik bei der Bardusch Textile Mietdienste GmbH in Erfurt

Kolleginnen und Kollegen der Frühschicht folgten geschlossen dem Aufruf der IG Metall

Warnstreik bei Bardusch am 28. November 2013

Erfurt. Pünktlich um sechs Uhr morgens am 28. November 2013 folgten die Kolleginnen und Kollegen der Frühschicht der Bardusch Textile Mietdienste GmbH einem Aufruf der IG Metall und legten für eine Stunde die Arbeit nieder. Hintergrund ist die Verweigerung der Geschäftsleitung, auch für die Beschäftigten der Niederlassung in Erfurt den Branchentarif des Industrieverbandes Textil Service INTEX zu zahlen. Dazu hatte es im Vorfeld über mehrere Monate Verhandlungen zwischen den Geschäftsführern und der IG Metall gegeben. Zuletzt hatte der Arbeitgeber eine Entgelterhöhung um 1,5 % angekündigt, ansonsten wollte er die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes abwarten.

„Das gleicht noch nicht einmal die Inflation aus,“ so Tom Scheeler, Vorsitzender des Betriebsrates. „Mit einem Stundenlohn von ganzen 7,93 € für die meisten Beschäftigten hier bei Bardusch liegen wir weit hinter dem, was an anderen Standorten gezahlt wird. Die Kolleginnen und Kollegen in Eisenach zum Beispiel erhalten deutlich über 9 €. Unsere Kolleginnen und Kollegen fordern: Wer schmutzige Wäsche waschen will, muss sauber bezahlen.“


„In fast allen Standorten der Bardusch-Gruppe wird der INTEX-Tarifvertrag angewendet,“ so Bernd Spitzbarth, 2. Bevollmächtigter der IG Metall. „Nichts anderes fordern die Beschäftigten hier in Erfurt. Unseren Vorschlag, die Entgeltdifferenz in drei Stufen auszugleichen, haben die Arbeitgeber ausgeschlagen. Stattdessen bieten sie magere 1,5 % Lohnerhöhung und produzieren damit Altersarmut. Die Antwort der Beschäftigten mit dem heutigen Warnstreik ist nur folgerichtig. Wer arbeitet, muss so viel Entgelt bekommen, dass er unabhängig von staatlichen Zuschüssen am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann.“ Spitzbarth appellierte abschließend an die Geschäftsleitung, von ihrer Politik „Arm durch Arbeit“ Abstand zu nehmen und einen Stufenplan zur Angleichung der Arbeitsbedingungen zu vereinbaren.

Gute Arbeit – Gut in Rente

Erfurterin gewinnt Hauptpreis bei Beschäftigtenbefragung der IG Metall zur Rente

Erfurt. Zu Beginn dieses Jahres hat die IG Metall ihre Vorstellungen für einen gerechten und fairen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand vorgestellt. Dem vorangegangen war eine Befragung der Beschäftigten in den von der IG Metall betreuten Betrieben.

So beteiligten sich im Bereich der Verwaltungsstelle Erfurt 1.449 Kolleginnen und Kollegen, davon 388 aus dem Siemens Generatorenwerk Erfurt. Bundesweit waren es über eine halbe Million Menschen, die der Gewerkschaft eine Einschätzung zu ihrer Arbeitssituation und zu ihren Gedanken zur Gestaltung des Übergangs in die Rente gaben.

„Die Resonanz zu dieser Befragung hat uns positiv überrascht. Umso mehr freuen wir uns, dass mit Heike Steinmann eine Erfurter Metallerin einen der Hauptpreise gewonnen hat“, so Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Erfurt.

Heike Steinmann ist in der Konstruktion im Erfurter Siemens Generatorenwerk beschäftigt und langjähriges Mitglied der IG Metall. Sie bekam am vergangenem Dienstag, dem 23. Juli 2013, ein MacBook Air von Wolfgang Lemb übergeben.

„Die Teilnahme an der Befragung der IG Metall war für mich selbstverständlich. Auch im Großkonzern Siemens, in dem wir Beschäftigte uns viele Rechte hart erkämpft haben, ist nicht alles Gold was glänzt. Auch ich frage mich mit Blick auf den Ruhestand, ob das Geld noch reichen wird. Auch wenn ich in der Konstruktion nicht den harten körperlichen Belastungen, wie beispielsweise meine Kolleginnen und Kollegen in der Produktion, ausgesetzt bin, so sind die Anspannung und der Stress doch hoch. Arbeitsverdichtung und Produktivitätsdruck haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Umso wichtiger ist es, dass wir dabei mit der IG Metall einen starken Partner an der Seite haben, der den Übergang in die Rente gestaltet. Für mich ist  klar: Wenn der Gesetzgeber an der Rente mit 67 festhält, muss der Übergang in den Ruhestand betrieblich so gestaltet werden, dass die Kollegen bis dahin durchhalten und keine Einbußen haben“, so Steinmann.

„In der Befragung haben drei von vier Beschäftigten klar gesagt: Rente mit 67, das halte ich nicht durch. Dies nehmen wir als Auftrag mit auf den Weg. Nicht zuletzt wird die IG Metall die Rentenfrage im Wahlkampf der vor uns liegenden Bundestagswahl thematisieren“, so Lemb abschließend.

Bosch Solar Arnstadt

Offener Brief von Betriebsrat und IG Metall an Kanzlerin Merkel

Arnstadt. Der Betriebsrat von Bosch Solar in Arnstadt und die IG Metall Erfurt haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief an die Bundeskanzlerin gewandt. 

In dem Schreiben gehen Betriebsrat und Gewerkschaft auf die Rede der Kanzlerin zur Grundsteinlegung für das Werk am Erfurter Kreuz am 24. März 2009 ein. Merkel schwärmte damals von einer Schaffung von Arbeitsplätzen in einer Zukunftsbranche und sagte wörtlich: “Das Ganze findet ... auf einem Gebiet statt, das eine an 100 Prozent Wahrscheinlichkeit grenzende Zukunftsfähigkeit hat. Dies ist mehr als eine wirkliche Zukunftsinvestition.“ 

Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt, meint hierzu: „Nunmehr viereinhalb Jahre nach der Rede der Kanzlerin sind die damaligen blumigen Worte nicht mehr als Schall und Rauch. Im Kampf um ihre Arbeitsplätze werden die Beschäftigten von der Bundesregierung bislang links liegen gelassen. Viel schwerer wiegt jedoch, dass die Kanzlerin mit ihrer desaströsen Politik die Energiewende gegen die Wand fährt und untätig zusieht, wie sich für den ehemaligen Leitstern ostdeutscher Spitzentechnologie, die Solarbranche, die Rahmenbedingungen existenzbedrohlich verschlechtern.“

Im Brief fordern Betriebsrat und IG Metall die Kanzlerin auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und den Gesprächsfaden mit dem Ziel des Erhalts der Arbeitsplätze aufzunehmen.

„Wir sind enttäuscht darüber, dass es die Kanzlerin bis heute nicht für nötig befunden hat, auf einen ersten Brief der Betriebsräte vom 15. Mai 2013 zu antworten. Neben diesem Akt der Höflichkeit, nämlich Schreiben nicht unbeantwortet zu lassen, hätten die 1.800 Beschäftigten, ihre Familien und die Betroffenen in der gesamten Region die Hilfestellung der Bundesregierung verdient“ , so Lemb abschließend. 

Andy Poblawski, Vorsitzender des Betriebsrates, sagt: „Die Kanzlerin muss sich überlegen, ob sie nun mit uns redet oder nicht. Mehr als 3.000 Betroffene in der Region werden die Botschaft so oder so sicher auch bei der Bundestagswahl am 22. September nicht vergessen.“

Tarifabschluss für das KFZ-Handwerk Thüringen

In Erfurt Einigung erzielt

Erfurt. Am 24. Juni konnte in Erfurt ein Tarifabschluss für das KFZ-Handwerk in Thüringen mit der Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V. erzielt werden. Der Abschluss sieht eine Entgelterhöhung in zwei Stufen vor. Zunächst gelten im Juni und Juli die alten Entgelttabellen weiter. Die Einkommen der Beschäftigten steigen ab 1. August 2013 um 2,8 Prozent. Zum 1. Dezember 2014 erhöhen sich die Einkommen um weitere 2,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen wurden überproportional erhöht. Die Laufzeit ist bis zum 30. April 2015 vereinbart.

Hochwasser in Thüringen

IG Metall hilft Mitgliedern mit Notfallunterstützung

Der Vorstand der IG Metall hat beschlossen, alle Mitglieder, die von der aktuellen Flutkatastrophe betroffen sind, mit einer Soforthilfe zu unterstützen.
Je nach Schadenshöhe werden bis 1.000 Euro Soforthilfe gewährt. Darüber hinaus können ggf. gesonderte befristete Beitragsregelungen vereinbart werden.
„Gewerkschaftsmitglieder dürfen darauf vertrauen, dass sie in Notlagen nicht im Stich gelassen werden. Derzeit ist das volle Ausmaß der Zerstörungen noch nicht absehbar. Jetzt kommt es darauf an, in der akuten Situation Unterstützung zu leisten.
Auch wenn wir mit unserer Soforthilfe für unser Mitglieder die entstandenen Schäden nicht in voller Höhe wett machen können, so hoffen wir, damit eine Unterstützung auf dem Weg zur Normalität zurück geben zu können,“ so Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Erfurt.
An die Thüringer Arbeitgeber gerichtet appellierte Lemb, bei ihnen beschäftigte ehrenamtliche Einsatzkräfte der Hilfs- und Katastrophenschutzorganisationen weiterhin von der Arbeit freizustellen. „Gerade jetzt kommt es darauf an, zusammenzustehen. Jedem, der helfen will und kann, sollten keine Steine in den Weg gelegt werden sondern seine Hilfsbereitschaft anerkannt, respektiert und gewürdigt werden,“ so Lemb.
Betroffene Mitglieder der IG Metall können sich formlos an ihre IG Metall Verwaltungstelle wenden, um die Soforthilfe zu erhalten.

Tarifbewegung in der Thüringer Metall- und Elektroindustrie

Abschluss für Thüringen übernommen

Erfurt. Die IG Metall im Bezirk Mitte und der Arbeitgeberverband VMET haben am 22. Mai 2013 in Erfurt den in Bayern gefundenen Tarifkompromiss für die rund 15.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen übertragen. 
IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild: "Mit diesem Ergebnis wurden die Kernziele der IG Metall in dieser Tarifrunde erreicht. Mit 3,4 Prozent Entgeltsteigerung in 2013 liegt der tarifliche Entgeltzuwachs deutlich oberhalb der Preissteigerung. Auch die Produktivitätssteigerung wird voraussichtlich voll ausgeschöpft. Die von den Arbeitgebern geforderte Differenzierung konnte die IG Metall erneut abwehren. Damit erreichen wir auch einen strukturwirksamen Konjunkturbeitrag oben drauf. Das ist ein Plus für uns und ein Plus für alle.
Dass es nun zu einer vollständigen Übernahme des Pilotergebnisses für Thüringen kommt, ist keine Selbstverständlichkeit. Das hat die Verhandlungskommission des VMET heute nochmals ausdrücklich bestätigt. Die IG Metall stellt fest, dass die Warnstreiks in Thüringen diesbezüglich offensichtlich Wirkung gezeigt haben."

Den Vorschlag der IG Metall, die Angleichung der tariflichen Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) in Thüringen an das Niveau anderer ostdeutscher Bundesländer anzugleichen und dies mit einem Differenzierungsbaustein in der zweiten Stufe der Tariferhöhung zu verbinden, lehnte der VMET ab. „Thüringen hätte das einzige Tarifgebiet bundesweit sein können, in dem eine Differenzierung des Tarifergebnisses vorgenommen worden wäre. Die Differenzierung war den Arbeitgebern plötzlich gar nicht mehr wichtig. Vielmehr erklärten sie, dass sie dauerhaft die Thüringer Arbeitnehmer benachteiligen wollen. Genau das werden wir nicht akzeptieren“, erklärte IG Metall-Verhandlungsführer Armin Schild im Anschluss in die Verhandlungen.

Der in Bayern erzielte Tarifvertrag sieht eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen vor: Ab 1. Juli 2013 um 3,4 Prozent und ab 1. Mai 2014 werden die Entgelte um weitere 2,2 Prozent angehoben. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate und endet am 31. Dezember 2014.

IG Metall begrüßt Strafzölle für chinesische Solarpeneels

Lemb: Bosch ist jetzt gefordert, Rückzug aus Photovoltaikbranche zu überprüfen

Erfurt. Die IG Metall Erfurt hat die von der EU Kommission angekündigten Strafzölle in Höhe von 47 Prozent auf die Einfuhr billiger chinesischer Solarpaneels begrüßt. Der 1. Bevollmächtigte und Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb: "Wir haben uns seit langem dafür ausgesprochen mit entsprechenden Zöllen europäischer Hersteller zu schützen. Deshalb ist das eine wichtige Entscheidung, die angesichts der aktuellen Lage vieler Hersteller hoffentlich nicht zu spät kommt.“
Lemb forderte nunmehr Bosch auf, ihre Entscheidung zum Rückzug aus der Solarbranche jetzt auf den Prüfstand zu stellen. "Wenn nun die Strafzölle kommen und die Belegschaft mit einer Reduzierung der Herstellungskosten um circa 40 Prozent bereits in Vorlage getreten ist und gleichzeitig die Modulpreise auf den Märkten wieder steigen, dann erwarte ich von Bosch eine ernsthafte und ergebnisoffene Prüfung der getroffenen Entscheidung", so Lemb. Er erwarte auch, dass es in absehbarer Zeit zu einem in der letzten Plenumssitzung geforderten industriepolitischen Dialog für die Branche komme. "Insofern gibt es aktuell eine andere Ausgangslage als am 22. März 2013. Deshalb sehe ich Bosch jetzt in der Verpflichtung, die von der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH gern hervorgehobene Betonung der sozialen Verantwortung jetzt auch in die Tat umzusetzen", so Lemb abschließend.

14.05.2013 |

Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Nordthüringer Belegschaften sind enttäuscht über Arbeitgeber und machen weiter Druck

Heiligenstadt/ Wiehe/ Nordhausen. Weder Regen, noch Wind können die IG Metall von ihrer Forderung nach einem fairen Tarifergebnis für die Beschäftigten der Thüringer Metall- Elektroindustrie abbringen. Erneut folgten gestern Morgen 6 Uhr über 100 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik bei Sumitomo DEMAG in Wiehe, nachdem gestern bereits ab 21 Uhr des Vortages die Bänder bei MAGNA in Heiligenstadt stillstanden. Die IG Metall Nordhausen reagierte damit auf die Tarifverhandlung in Eisenach und setzt ein weiteres deutliches Zeichen in Richtung des Thüringer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie (VMET).

 

Während in anderen Tarifgebieten ein Abschluss möglich zu werden scheint, verlässt der VMET weiter seine Linie und weitet seine Forderungen aus. Aus den bislang geforderten 13 Monaten Laufzeit des zu verhandelnden Tarifabschlusses, sollen nun 24 werden, wobei ein Angebot über die Anhebung der Entgelte gestern Abend ausblieb. Ferner soll das Tarifergebnis nach Wunsch des Arbeitgeberverbandes durch die Betriebsparteien zukünftig differenziert gehandhabt werden, was nicht weniger bedeutet, als den Einfluss der IG Metall auf den eigenen Tarifabschluss zu unterlaufen und eine unterschiedliche Behandlung der Metallerinnen und Metaller  zu manifestieren.

 

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen, Bernd Spitzbarth erklärt,“ dass damit die Arbeitgeber an die Belegschaften und die Öffentlichkeit einmal mehr das Signal absenden, dass sie an einer schnellen, fairen und zukunftsweisenden Lösung augenscheinlich kein Interesse haben. Wer nicht in der Lage ist konstruktiv zu verhandeln, der sollte wenigsten der Öffentlichkeit erklären, dass der in Bayern gefundene Pilotabschluss, auch in Thüringen 1:1 übernommen wird.“

 

Sowohl bei MAGNA in Heiligenstadt, als auch bei Sumitomo in Wiehe, stieß das Verhalten der Arbeitgeber auf großen Unmut. „Einmal mehr haben die Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, dass sie von den Entgeltbedingungen anderer Tarifgebiete abgekoppelt und schlechter behandelt werden sollen. Sich darauf einzulassen haben diese fleißigen Menschen gar nicht nötig. Sie liefern Spitzenprodukte und eine tolle Arbeitsmoral. Sie haben es verdient, dass man sie genauso fair behandelt wie die Kolleginnen und Kollegen in Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland,“ sagt der 2. Bevollmächtigte Alexander Scharff, auf seiner Rede vor dem Werktor von MAGNA das Verhalten der Arbeitgeber als „peinlich und frech“ bezeichnete.

 

Astrid Heyne, Tarifkommissionsmitglied und Betriebsrätin bei Sumitomo DEMAG ergänzt: „Wer in den Betrieben von den Beschäftigten erwartet, dass die Warnstreiks eingestellt werden sollen und gleichzeitig nicht Willens ist einen Konsens zu suchen, täuscht die Belegschaften. Das werden wir nicht einfach so stehen lassen.“

Warnstreiks in Nordhausen, dem Eichsfeld, dem Kyffhäuserkreis und dem Unstrut-Hainich-Kreis

Tarifbewegung in der Thüringer Metall- und Elektroindustrie

Die Welle der Warnstreiks geht weiter

Warnstreik am 7. Mai bei MDC in Kölleda
Warnstreik am 7. Mai bei MDC in Kölleda
Warnstreik am 7. Mai bei MDC in Kölleda
Warnstreik am 7. Mai bei MDC in Kölleda
Warnstreik am 7. Mai bei MDC in Kölleda
Warnstreik am 7. Mai bei N3 in Arnstadt
Warnstreik am 7. Mai bei N3 in Arnstadt
Warnstreik am 7. Mai bei N3 in Arnstadt
Warnstreik am 7. Mai bei N3 in Arnstadt
Warnstreik am 7. Mai bei N3 in Arnstadt
Warnstreik bei Siemens am 8. Mai
Warnstreik bei Siemens am 8. Mai
Warnstreik bei Siemens am 8. Mai
Warnstreik bei Siemens am 8. Mai
Warnstreik bei Siemens am 8. Mai
2. Warnstreik bei der Hydrema am 13. Mai
2. Warnstreik bei der Hydrema am 13. Mai
2. Warnstreik bei der Hydrema am 13. Mai
2. Warnstreik bei der Hydrema am 13. Mai
2. Warnstreik bei der Hydrema am 13. Mai
2. Warnstreik bei N3 am 13. Mai
2. Warnstreik bei N3 am 13. Mai
2. Warnstreik bei N3 am 13. Mai
2. Warnstreik bei N3 am 13. Mai
2. Warnstreik bei N3 am 13. Mai
2. Warnstreik bei MDC am 14. Mai
2. Warnstreik bei MDC am 14. Mai
2. Warnstreik bei MDC am 14. Mai
2. Warnstreik bei MDC am 14. Mai
2. Warnstreik bei MDC am 14. Mai

Tarifbewegung in der Thüringer Metall- und Elektroindustrie 2013

Erfolgreiche Warnstreiks bei der Hydrema Produktion Weimar GmbH und der Thales Transportation Systems GmbH in Arnstadt

Weimar. Die IG Metall hatte am Montag, den 06. Mai, die Beschäftigten der Hydrema Produktion Weimar GmbH zum Warnstreik aufgerufen. Dem Aufruf folgten 85 Kolleginnen und Kollegen um 06:30 Uhr zu Beginn der Frühschicht. Für circa 1,5 Stunden legten sie die Arbeit nieder. Damit begann die Produktion des Baumaschinenherstellers zum Wochenbeginn verzögert.
Michael Rost, Vorsitzender des Betriebsrates, sprach auf der Kundgebung für die komplette Belegschaft als er sagte: „Wir stehen nicht knapp vor den roten Zahlen, wie uns die Geschäftsführung immer wieder Glauben machen will. Ansonsten würden hier nicht jede Woche die neuen Baumaschinen auf dem Tieflader das Werk verlassen. Das Geschäft brummt. Aber nicht nur der Vertrieb leistet gute Arbeit, auch wir, die Kolleginnen und Kollegen in der Produktion, tragen wesentlich zum Erfolg des Unternehmens bei. Wir bauen die Maschinen, deren Verkauf erst das Geschäftsergebnis ermöglicht“, so Rost selbstbewusst und weiter: „Die Forderung der IG Metall ist mehr als gerechtfertigt und wir stehen komplett dahinter.“
Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt, ging in seiner Rede auf die besondere Situation des hohen Anteils an Leiharbeitern ein. „Hydrema verfolgt am Standort Weimar noch immer eine Personalpolitik des Billigheimers. Statt auf Ausbildung zu setzten und so den eigenen Fachkräftebedarf zu decken, baut Hydrema auf einen Zukauf von Leiharbeitern. Hier zeigt sich deutlich, dass es richtig und notwendig war, dass die IG Metall in der letzten Tarifrunde die Branchenzuschläge in der Leiharbeit und die Übernahme von Leiharbeitsbeschäftigten nach zwei Jahren Einsatz im Betrieb durchgesetzt hat“, so Lemb.

Arnstadt. Ebenfalls am Vormittag des 06. Mai hat die IG Metall für 09:00 Uhr die Beschäftigten der Thales Transportation Systems GmbH in Arnstadt zum Warnstreik aufgerufen. Circa 250 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf. Dies entspricht nahezu der kompletten am Tag anwesenden Belegschaft. Die Beschäftigten entschieden sich spontan dazu, mit ihrer Kundgebung den „Bierweg“, der als wichtige Verkehrsachse vor dem Werkstor entlang durch das Arnstädter Industriegebiet führt, für ihre Kundgebung zu nutzen. Der Warnstreik dauerte bis 10:00 Uhr an.
Bernd Gottwald, Vorsitzender des Betriebsrates, erklärte, dass Thales im letzten Jahr ein positives Geschäftsergebnis vorgelegt hätte. Gottwald wörtlich: „Wir haben im letzten Jahr gut vorgelegt und dem Konzern ein gutes Ergebnis erarbeitet. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr ist trotz Euro-Krise positiv. Es gibt keinen Grund, mit Zurückhaltung oder gar Dankbarkeit über den letzten Tarifabschluss in die aktuelle Verhandlung zu gehen. Wir stehen hinter der Forderung nach 5,5 Prozent mehr Entgelt.“ Gottwald ging auch noch einmal auf den Zusammenhang zwischen einer starken IG Metall und respektablen Tarifabschlüssen ein und machte deutlich, dass die Stärke einer Gewerkschaft aus ihren Mitgliedern erwachse.
Wolfgang Lemb zog ein positives Resümee des zweite Warnstreik-Tages. „Wir sind davon überzeugt, dass die Tarifbewegung in den Köpfen der Kolleginnen und Kollegen angekommen ist. Es geht ihnen um ein kräftiges Plus im eigenen Geldbeutel, sie haben aber auch verstanden, dass wichtige Wachstumsimpulse aus der Leitbranche der deutschen Industrie, der Metall- und Elektroindustrie, kommen müssen. Wir sind zufrieden mit den Beteiligungen an den Warnstreiks und können, falls es nötig sein sollte, auch noch eine Schippe drauf legen,“ so Lemb.
Dass die Arbeitgeber noch immer kein Signal für einen 3. Thüringer Verhandlungstermin gegen haben, nannte Lemb ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. „Wir werden eine Strategie des Aussitzens nicht akzeptieren und nicht hinnehmen, dass unsere Terminvorschläge ignoriert werden. Wenn es den Thüringer Arbeitgebern ernst mit einer schnellen Einigung ist, dann sollten sie aufhören zu taktieren.“

Warnstreik bei Hydrema
Warnstreik bei Hydrema
Warnstreik bei Hydrema
Warnstreik bei Hydrema
Warnstreik bei Hydrema
Warnstreik bei Thales
Warnstreik bei Thales
Warnstreik bei Thales
Warnstreik bei Thales
Warnstreik bei Thales

Tarifbewegung in der Thüringer Metall- und Elektroindustrie 2013

Erfolgreicher Warnstreik bei Schuler Pressen in Erfurt

Warnstreik am 3. Mai bei Schuler Pressen in Erfurt.
Warnstreik am 3. Mai bei Schuler Pressen in Erfurt.

Erfurt. Die IG Metall hat am Freitag, den 03. Mai, die Frühschicht der Schuler Pressen GmbH in Erfurt zum Warnstreik aufgerufen. Es beteiligten sich ebenfalls Kolleginnen und Kollegen von Bosch-Sicherheitstechnik.

Circa 180 Kolleginnen und Kollegen legten für eine Stunde ihre Arbeit nieder. Damit folgten nahezu alle im Werk anwesenden Kolleginnen und Kollegen dem Aufruf der IG Metall.

Der Betriebsratsvorsitzende von Schuler, Ralf Fiedler, verwies in seiner Rede darauf, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 bei einer Rendite von 9,6 Prozent einen Gewinn von 51,8 Millionen Euro erwirtschaftet habe. Damit sei das zurückliegende Geschäftsjahr das Beste aller Zeiten gewesen. „Wir liegen mit unserem Geschäftsergebnis deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Forderung der IG Metall ist völlig gerechtfertigt und mit Blick auf Schuler das untere Ende unserer Erwartungshaltung,“ so Fiedler in seiner Rede an die Beschäftigten.

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Erfurt, Wolfgang Lemb, erläuterte  den bisherigen Stand der Verhandlungen. „Das Angebot der Arbeitgeber von 2,3 Prozent schrumpft angesichts der geforderten beiden Leermonate auf marginale 1,85 Prozent zusammen. Das ist kein Angebot. Das ist noch nicht einmal eine Mogelpackung. Das ist eine nicht sonderlich gut überlegte Provokation,“ so Lemb und weiter. „Die Strategie der Thüringer Arbeitgeber, einen Sonderabschlag erzielen zu wollen, in dem sie sich von den Verhandlungen der Mittelgruppe losgelöst haben, wird nicht aufgehen. Die IG Metall wird keine weitere Schlechterstellung der Thüringer Kolleginnen und Kollegen akzeptieren. Wenn überhaupt muss es einen Zuschlag Ost geben, um mit dem Westen gleichzuziehen.“

Mit Blick auf die Verhandlungsstrategie sagte Lemb: „Wir wollen keine weitere Eskalation und weisen die Provokation der Arbeitgeber zurück. Wir wollen ein schnelles, aber nicht irgendein Ergebnis erzielen. Die nunmehr angelaufenen Warnstreiks sind dabei nur ein erster Schritt. Die Arbeitgeber haben es damit in der Hand, ob es zu einer Eskalation kommt oder ob der Konflikt am Verhandlungstisch entschieden wird," so Lemb abschließend.

2. Tarifverhandlung für Thüringen brachte kein Ergebnis

IG Metall: Thüringer Arbeitgeber provozieren Konflikt

Verhandlungsbegleitende Aktion am 25. April 2013 in Erfurt
Verhandlungsbegleitende Aktion am 25. April 2013 in Erfurt

Die IG  Metall lehnt das Angebot ab, das die Arbeitgeber am 25. April in Erfurt für die rund 15.000 Beschäftigten in der thüringischen Metall- und Elektroindustrie unterbreitet haben. „Die Arbeitgeber haben die Chance vertan, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Stattdessen provozieren sie die Beschäftigten mit dem Hinweis, sie für die Tariferhöhung des vergangenen Jahres mit zwei Nullmonaten rückwirkend abstrafen zu wollen und erst dann eine magere Entgeltsteigerung anzubieten.“

Das in Erfurt vorgelegte Angebot war bereits zuvor öffentlich bekannt. Allerdings haben die thüringischen Arbeitgeber signalisiert, Abstriche an einem bundesweiten Kompromiss vorzunehmen. „Das ist eine weitere Provokation“ erklärte IG Metall Verhandlungsführer Armin Schild. Zusätzlich waren die Verhandlungen dadurch belastet, dass die Arbeitgeber verlangten, dass von einem Tarifkompromiss im Einzelbetrieb abgewichen werden kann. Schild: „Wir wollen einen verbindlichen Tarifvertrag, denn Arbeitnehmer brauchen Planungssicherheit. Wir lehnen es ab Tarifverträge zu schließen, die den Charakter unverbindlicher Empfehlungen haben. Wir werden nicht zulassen, dass die Beschäftigten in Thüringen von der allgemeinen Tarifentwicklung in der Branche noch weiter abgehängt werden.“

Den Vorschlag der IG Metall, das tarifliche Weihnachtsgeld in Thüringen um 5% anzuheben und damit an das Niveau anderer ostdeutscher Tarifgebiete anzugleichen, lehnten die Arbeitgeber rundweg ab. „Drei Provokationen an einem Tag. Das reicht! Damit übernehmen die Arbeitgeber die Verantwortung für Warnstreiks in den Betrieben“, sagte Schild. Ein neuer Verhandlungstermin wurde noch nicht vereinbart. Die IG Metall rechnet nicht mehr mit einer Lösung des Tarifkonflikts innerhalb der Friedenspflicht. 

Die Gespräche waren begleitet vom Protest von über 500 Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern vor dem Verhandlungslokal in Erfurt.

Arbeitgeber provozieren

VMET will niedrigeren Tarifabschluss als Mittelgruppe

Erfurt. Die erste Tarifverhandlung für die über 15.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen ging am 22. März 2013 in Erfurt ohne Ergebnis zu Ende. Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 25. April vereinbart. Zu Beginn der Gespräche hatten circa 300 Beschäftigte vor dem Verhandlungsort die Forderung der IG Metall nach 5,5 Prozent mehr Geld bekräftigt.

IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild: „Die Metallerinnen und Metaller in Thüringen gehen selbstbewusst in diese Tarifbewegung. Unsere Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld ist fair und basiert auf verlässlichen Grundlagen. Wo, wenn nicht in der Exportweltmeisterbranche, der Metall-und Elektroindustrie, soll denn sonst eine ordentliche Lohnerhöhung möglich sein?“ Schild kritisierte die vom Arbeitgeberverband VMET in den Verhandlungen eingenommenen Positionen: "Die Arbeitgeber haben von vorneherein klar gemacht, dass sie keinen verbindlichen Tarifabschluss wollen und sie haben den von ihnen selbst geschlossenen Tarifvertrag des vergangenen Jahres als 'Altlast' bewertetet. Daraus zogen sie den Schluss, die Beschäftigten in der thüringischen Metallindustrie müssten ca. 1,8 Prozent an die Arbeitgeber zahlen, statt eine Tariferhöhung zu fordern (so wörtlich Verhandlungsführer  Bruhn).

Grundsätzlich begrüßte Schild, dass die Thüringischen Arbeitgeber – nachdem sie im vergangenen Jahr in der Metall- und Elektroindustrie gemeinsam mit der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland) verhandelt hatten – in diesem Jahr eigenständige Verhandlungen wollten. Ein schlechterer Entgelt-Tarifabschluss als in der Mittelgruppe sei mit der IG Metall allerdings nicht zu machen. Das aber ist es, was der Verband offenbar anstrebt. Jedenfalls war die Verhandlungskommission des VMET, auch nach ausdrücklicher Nachfrage, nicht in der Lage zu erklären, dass man keine Abstriche an einem Tarifabschluss in den Nachbartarifgebieten im Westen vornehmen wolle. IG Metall Verhandlungsführer Schild erklärte dazu: "Der VMET spielt schon zu Beginn der Verhandlungen mit dem Feuer. Das ist eine Provokation und Bedrohung der Metallerinnen und Metaller in Thüringen, auf die wir in den Betrieben antworten werden. Es muss endlich Schluss sein, mit der Billiglohnstrategie. Die Menschen in Thüringen sind nicht zweite Klasse."

Mensch vor Marge

Protest im Siemens Generatorenwerk

Siemens-Aktionstag am 21. Februar 2013 in Erfurt

Der Gesamtbetriebsrat der SIEMENS AG hat zusammen mit der IG Metall den 21. Februar 2013 zu einem bundesweiten Aktionstag gegen das Sparprogramm des Vorstands „SIEMENS 2014“ erklärt. In Thüringen fanden hierzu an den beiden größten Standorten des Konzerns in Erfurt und Rudolstadt Aktivitäten statt. So wurden zum Beginn der Frühschicht gegen 05:30 Uhr mit Aktionen vor dem Werkstor die Belegschaften über das Vorhaben des Vorstands und die Gegenstrategie der Arbeitnehmervertretungen informiert.

Beschäftigtenbefragung zur Altersvorsorge

Drei Viertel sagen „Rente mit 67 - das schaff ich auf keinen Fall“

Die IG Metall Erfurt hat im Rahmen ihrer Kampagne „Gute Arbeit – Gut in Rente“ 1.436 Beschäftigte zur ihrer Sicht auf die Rente befragt. Die Befragung fand in 16 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie sowie der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie im November und Dezember des zurückliegenden Jahres statt. 

Das Urteil der Beschäftigten über die so genannte „Rente 67“ sei gemischt durch alle Altersgruppen vernichtend. 1.006 der Befragten meinten, so die Gewerkschaft, dass sie es auf ihrem Arbeitsplatz keinesfalls bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren schaffen würden. Das sind genau 75 Prozent und damit drei von vier Beschäftigten. 

Wie weit die Anhebung des Regeleintrittsalters in die Alterssicherung auf 67 Jahre von der heutigen betrieblichen Realität entfern sei, beläge schon die Tatsache, dass lediglich 2 Prozent der Befragten angaben, 62 Jahre und älter zu sein.

Gefragt nach Maßnahmen, um auf Dauer gesund und arbeitsfähig am Arbeitsplatz bleiben zu können, sagten 92 Prozent der Befragten, dass eine „Aufklärung über gesundheitliche Gefährdungen, die mit der Arbeit verbunden sind“, sehr wichtig bzw. wichtig sei. Ebenfalls über 90 Prozent der Befragten hielten „ergonomische Erleichterungen, einschränkungsgerechte Arbeitsplätze und Angebote zur Gesundheitsförderung“ für sehr wichtig oder für wichtig. Eine „abwechslungsreiche Gestaltung der Arbeit“ und eine „Freistellungsmöglichkeit von der Schichtarbeit“ bewerteten 82 Prozent bzw. 75 Prozent mit sehr wichtig oder mit wichtig.

Gefragt nach wünschenswerten Maßnahmen zum Übergang in die Rente votierten 70 Prozent der an der Umfrage beteiligten Beschäftigten für „Regelungen zur Altersteilzeit“. 61 Prozent sprachen sich für Vereinbarungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen und 41 Prozent für eine schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit aus. 

Mehr als bedenklich sei, so die Gewerkschaft, dass ein erschreckend hoher Anteil von 87 Prozent der Befragten angab, dass sie ihrer Rente „eher mit Sorge“ entgegen sehen würden. 

"Angesichts dieser Zahlen ergeben sich für uns zwei Konsequenzen. Zum Einen bleibt es bei der Linie der IG Metall, dass es sich bei der Rente mit 67 um eine politische Fehlentscheidung handelt, die einer dringenden Korrektur bedarf. Wir glauben, dass an der Aussetzung der Rente mit 67 kein Weg vorbei führt.

Zum Zweiten werden wir betriebspolitisch die Daten zusammen mit den Betriebsräten auswerten und über Lösungen auf der Ebene der Unternehmen beraten“, skizziert Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt, die Linie. 

Hierfür seien bereits durch den Ortsvorstand der IG Metall Erfurt Schwerpunktbetriebe ausgewählt worden und ein Arbeitskreis zur Vernetzung und Verknüpfung der betrieblichen Aktivitäten wurde gebildet. 

"Bereits in den nächsten Tagen werden wir mit ersten Arbeitgebern Gespräche aufnehmen und unter der Überschrift 'Demographischer Interessenausgleich' versuchen, für die Beschäftigten die notwendigen Maßnahmen zu regeln, bei denen sie die schwarz- gelbe Bundesregierung derzeit völlig im Stich lässt. Das werden dann nur Regelungen auf der Ebene von Betriebsvereinbarungen sein können," so Lemb. 

Da Betriebsvereinbarungen immer nur für die jeweilige Belegschaft Wirkung entfalten, kündigte die Gewerkschaft an, die Rente mit 67 und die Zukunft der Altersvorsorge im Vorfeld der Bundestagswahl weiter öffentlich zu thematisieren. 

"Unsere Befragung hat deutlich gezeigt, dass den Kolleginnen und Kollegen das Thema auf den Nägeln brennt und sie eine Lösung wollen. Wenn heute eine solch überwiegende Mehrheit klarmacht, dass sie bis zur Rente am Arbeitsplatz nicht durchhält, dann ist dies für uns mehr als nur ein Auftrag. Wir werden unsere Hausaufgaben machen und regeln, was wir regeln können und was zu regeln ist. Gleichzeitig werden wir nicht müde werden, von der Bundesregierung einzufordern, ihre Augen nicht mehr vor den betrieblichen Realitäten zu verschließen und sich endlich ihrem Gestaltungsauftrag in der Alterssicherung im Sinne der Beschäftigten zu stellen," so Lemb abschließend.

Gradlinigkeit, Einsatz und Verlässlichkeit gelobt

Politik und Gewerkschaften gratulieren Körzell zum 50.ten

Der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Stefan Körzell, hat am 18. Januar im Frankfurter Gewerkschaftshaus seinen 50.Geburtstag gefeiert. Dazu waren rund 150 Gäste aus Politik und Gewerkschaften gekommen. Auch fast die gesamte Familie des Jubilars nahm an dem Festakt teil. 

Festredner waren der DGB-Bundesvorsitzende Michael Sommer, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig und der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel. Moderiert wurde der Vortragsteil des Festempfangs vom Vorsitzenden des IG-Metall Bezirks Mitte, Armin Schild.

DGB-Chef Sommer sagte, Körzell sei im besten Sinne ein Mann der Basis. „Er hat viel Berufs- und Organisationserfahrung, die er sehr erfolgreich in seine Führungsarbeit als DGB-Vorsitzender in unserem wichtigen Bezirk Hessen-Thüringen einbringt. Stefan ist engagiert und verlässlich, überzeugt und überzeugend, gut vernetzt: einfach nur gut." Der hessische Ministerpräsident Bouffier verband seine Glückwünsche zum 50.Geburtstag mit lobenden Worten: „Ich habe Sie als einen nicht immer einfachen, aber menschlich angenehmen Verhandlungspartner kennengelernt, der sich fachlich versiert und zielstrebig für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzt. Gleichzeitig zeichnet Sie der realistische Blick für das Machbare aus. Ich hoffe, dass wir auf dieser Grundlage auch in Zukunft gut zusammenarbeiten werden.“

Direktes Lob kam vom thüringischen Wirtschaftsminister Matthias Machnig. „Stefan Körzell ist ein DGB-Chef wie ich ihn mir wünsche: Er hat einen klaren Blick für Arbeitnehmerinteressen, aber auch für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen sich die Interessen der Beschäftigten durchsetzen lassen. Er ist ein Impulsgeber und verlässlicher Partner. Und er setzt neue Themen wie die Initiative 'Thüringen braucht dich', mit denen wir gute Arbeit, faire Löhne und die Qualifizierung junger Beschäftigter in Thüringen stärken wollen." 

Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer Gümbel hob die menschliche Qualität von Körzells Engagement hervor: „Stefan Körzell ist ein sehr engagierter Gewerkschafter, der sich uneigennützig um die Menschen kümmert. Das ist seine große Stärke. Er mischt sich ein und lässt die Menschen mit ihren Problemen nicht allein.“

Am 3. Dezember 2012 wurde in der Landeshauptstadt Erfurt die Thüringer „Allianz für den freien Sonntag“ (Sonntagsallianz) gegründet. Diese Initiative verfolgt das Ziel, den konsequenten Schutz der arbeitsfreien Sonn- und Feiertage sicher zu stellen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, der Kir­chliche Dienst in der Arbeitswelt der Evangelischen Landeskirche in Mitteldeutschland und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Alle gesellschaftlichen Institutionen und Akteure, die dieses Anliegen teilen, sind eingeladen, sich der Allianz anzuschließen.

„Der Sonntag hat unschätzbare Bedeutung für das Zusammenleben von Menschen in Familie, Gemeinden und Vereinen. Der Sonntag gibt ihnen Zeit für Erholung, Begegnung und den Gottesdienst. Dieser Raum der frei verfügbaren, gemeinsamen Zeit muss erhalten bleiben“, sagt Holger Lemme, Referent des Kirchlichen Diensts in der Arbeitswelt der EKM.

„Die Allianz für den freien Sonntag in Thüringen fordert einen konsequenten Schutz der arbeits­freien Sonn- und Feiertage. Die Gesetzgeber auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene müs­sen sicherstellen, dass der Sonntag im sozialen Zusammenleben seiner Zweckbestimmung ent­sprechend als Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung erhalten bleibt und der Sonn- und Feiertagsschutz neu bekräftigt wird. Der Mensch muss eindeutig im Mittelpunkt allen Wirt­schaftens stehen“, betont Jörg Lauenroth-Mago, Fachbereichsleiter Handel bei ver.di.

Sonn- und Feiertage sind als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung durch das Grund­gesetz geschützt. Der Sonntag verkörpert traditionell die Freiheit des Menschen von einer rein ökonomisch orientierten Lebensweise. Das Erleben gemeinsamer freier Zeit in den Familien, mit Freunden, Verwandten und Bekannten, die gottesdienstliche Feier sowie das Engagement im Ehrenamt, Sportvereinen und Parteien ist vielen Menschen nur an Sonn- und Feiertagen möglich. Dieser Freiraum muss geschützt werden.

Seit Jahren vollzieht sich eine schleichende Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes in immer mehr Wirtschaftsbereichen. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes steigt die Wochenendarbeit deutlich an. Der Anteil der Beschäftigten, die Sonntags arbeiten müssen, ist in Thüringen von 20% (2000) auf 26% (2011) gestiegen. Einer zunehmenden „Rund-um-die-Uhr“-Gesellschaft, die den ökonomischen Interessen Vorrang vor allen anderen Dimensionen des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens einräumt, will sich die „Allianz für den freien Sonntag“ in Thüringen entgegenstellen.

22 Prozent Tariferhöhung für Leiharbeitsbeschäftigte

Kostenloses Beratungsangebot für Nichtmitglieder

Die Grundentgelte der DGB-Tarifverträge für Leiharbeitsbeschäftigte steigen ab 1. November 2012 um sieben Prozent. Damit erhöht sich das Stundenentgelt in der niedrigsten Entgeltgruppe, der so genannten „EG 1“ von 7,01 Euro auf 7,50 Euro. Zugleich tritt ab 01. November 2012 der Branchenzuschlag für Leiharbeitsbeschäftigte bei Einsätzen in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Kraft.
Nach sechs Wochen Einsatz im Metallbetrieb besteht Anspruch auf 15 Prozent des individuellen Einkommens. Über mehrere Stufen erhöht sich dieser Branchenzuschlag nach mehr als neun Monaten Einsatzdauer auf bis zu 50 Prozent des individuellen Einkommens. Dabei zählt die Berechnung der Einsatzdauer seit Mitte September.
„Wer als IG Metall-Mitglied in Leiharbeit am 1. November 2012 seit sechs Wochen oder länger eingesetzt ist, erhält sieben Prozent Steigerung des Grundentgeltes plus 15 Prozent Branchenzuschlag im Metallbetrieb. Das macht für Mitglieder der IG Metall 22 Prozent mehr Einkommen“, erklärt Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.
„Der Branchenzuschlag wird auch in den Einsatzbetrieben der Metallbranche fällig, die selbst nicht tarifgebunden sind. Damit soll die Entlohnung dem equal-pay-Prinzip, also gleiches Geld für gleiche Arbeit, angenähert werden. Zugleich soll Leiharbeit verteuert werden, um die Einsatzbetriebe zu motivieren, die eingearbeiteten und gleichwertig arbeitenden Leiharbeitsbeschäftigten in die Stammbelegschaft zu übernehmen“, so Lemb weiter.

Einen Rechtsanspruch auf Durchsetzung dieser tariflichen Leistungen haben nur Gewerkschaftsmitglieder. Um auch noch unorganisierten Kolleginnen und Kolleginnen weiter zu helfen, bieten wir an gesonderten Sprechtagen eine kostenlose Überprüfung der Lohnzettel an.

„Gute Arbeit – gut in Rente“

Belegschaften und IG Metall machen mobil für gute Arbeit und flexible Übergänge in die Rente

Die IG Metall hat von Arbeitgebern und Politik mehr altersgerechte Arbeitsplätze und flexible Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Arbeitsleben gefordert. „Ohne altersgerechte Arbeitsplätze ist die Rente mit 67 nichts weiter als ein Rentenkürzungsprogramm. Die Beschäftigten brauchen Arbeitsplätze, die Älteren ermöglichen, gesund bis zur Rente arbeiten und zu fairen Bedingungen aus dem Erwerbsleben aussteigen zu können“, sagte Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.

Mit vielfältigen Aktionen haben Belegschaften in der Woche vom 5. bis 9. November 2012 der Forderung nach einer altersgerechten Arbeitsgestaltung und einer demografiesensiblen Personalpolitik Nachdruck verleihen.

Siemens Generatorenwerk in Erfurt
Schuler Pressen in Erfurt
Thales in Arnstadt
Demo der Belegschaft von Hydrema in Weimar

Garant in Ichtershausen

Tarifbindung hergestellt

Nachdem die Mitglieder der IG Metall am 4. und 5. September einstimmig für das am 30. August 2012 erzielte Verhandlungsergebnis gestimmt haben, können die Tarifverträge zum 1. Oktober 2012 in Kraft treten. Das zwischen der Geschäftsleitung der Garant Türen und Zargen GmbH und der IG Metall verhandelte Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen folgende Eckpunkte:
Bis zum 30. September 2012 werden die Beschäftigten gemäß ihrer Tätigkeit in eine von neun Lohn- bzw. zwölf Gehaltsgruppen eingruppiert. Die Entgelte werden dann bis zum 1. Oktober 2014 in drei Schritten auf das dann gültige Niveau des Flächentarifvertrages der holz- und kunststoff-verarbeitenden Industrie Thüringens angehoben.
Die Ausbildungsvergütungen sind bereits auf diesem Niveau.
Für die gewerblichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird bis spätestens Oktober 2014 eine Betriebsvereinbarung über eine Leistungsprämie vereinbart.
Als zusätzliches Urlaubsgeld erhalten die Beschäftigten 40 Prozent des durchschnittlichen Bruttoverdienstes der letzten drei Monate ohne Zuschläge, die Auszubildenden erhalten 75 Prozent ihrer Ausbildungsvergütung.
Als betriebliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) werden ab zwölf Monate Betriebszugehörigkeit 25 Prozent und ab 24 Monate Betriebszugehörigkeit 50 Prozent eines Monatseinkommens gezahlt.
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird ab dem 1. Oktober 2016 um jeweils eine halbe Stunde pro Jahr bis zum 1. Oktober 2019 von zur Zeit 40 Stunden auf dann 38 Stunden verkürzt.
Um für das Alter Vorsorge treffen zu können, erhalten die Beschäftigten einen Zuschuss zu einer betrieblichen oder privaten Altersvorsorge durch den Arbeitgeber.
Die Auszubildenden werden zukünftig nach bestandener Abschlussprüfung im Grundsatz unbefristet übernommen.

Der Betriebsrat, der Vertrauenskörper und die Belegschaft sind sich einig: Ohne die IG Metall hätten sie dieses Ergebnis nicht erreicht. Es ist von Vorteil, seine Interessen gut organisiert vertreten zu können, meinen Markus Fließbach, Rainer Hilger und Marco Langenhan.

Erfolgreicher Warnstreik bei Garant in Ichtershausen

Belegschaft geschlossen vor dem Tor

Ichtershausen. Die IG Metall hat am 13. August 2012 die Kolleginnen und Kollegen der GARANT Türen und Zargen GmbH Ichtershausen zu einem Warnstreik aufgerufen.
Die Beschäftigten folgten dem Aufruf der IG Metall und legten für eineinhalb Stunden die Arbeit nieder. Insgesamt beteiligten sich 180 Kolleginnen und Kollegen. 

Anliegen der Aktion war, der Forderung der Beschäftigten nach einem Anerkennungstarifvertrag zum Flächentarifvertrag der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringens Nachdruck zu verleihen. Bereits im Dezember 2011 hat die IG Metall Erfurt hierzu Verhandlungen aufgenommen. Bei der letzten Verhandlung zeichnete sich jedoch ab, dass nur auf dem Verhandlungswege eine Einigung nicht möglich scheint. Daher haben die Kolleginnen und Kollegen am Standort Ichtershausen mit diesem ersten Warnstreik ihre Entschlossenheit in der Tarifauseinandersetzung nachdrücklich demonstriert. 

„Wir erheben keine überzogenen Forderungen, denn am Standort Weinsheim in der Eifel sind die Gesellschafter von Garant mit dem Schwesterunternehmen PRÜM seit Jahr und Tag tarifgebunden. Wir wollen nicht weniger und nicht mehr als genau dies für die Thüringer Kolleginnen und Kollegen. Garant zählt zu den ersten Unternehmen am Erfurter Kreuz. Wenn die Geschäftsführung den Anschluss an die aktuelle Entwicklung in diesem industriellen Ballungsraum nicht verpassen will, so sollte sie ihren Beschäftigten nicht länger die Leistungen des Flächentarifvertrages verweigern. Längst haben andere ansässige Unternehmen erkannt, dass die Bindung an den Flächentarifvertrag hilft, Beschäftigte in Zeiten des Fachkräftemangels im Betrieb zu halten. Mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sollte sich auch die Geschäftsführung von der Idee einer Sonderwirtschaftzone Ost verabschieden,“ kommentiert Bernd Spitzbarth, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Verhandlungsführer die Situation im Unternehmen.

Mit der heutigen Aktion haben die Beschäftigten eindrucksvoll ihren Willen demonstriert, für ihre Forderung nach Anbindung an den Flächentarif einzustehen und für den Fall, dass eine Einigung am Verhandlungstisch nicht möglich sein sollte, auch zum letzen verbleibenden Mittel, der Niederlegung der Arbeit zu greifen. Die Arbeitgeber fordern für den Abschluss des Anerkennungstarifvertrages deutliche Verschlechterungen im Kündigungsschutz, bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie einen „Freibrief“ von i. d. R. mitbestimmungspflichtigen Angelegenheiten. "Dies werden wir mit uns jedoch nicht machen lassen", erklärt Spitzbarth und erhält dafür die Unterstützung der Beschäftigten. "Wer nicht in den Verband eintreten will, dem muss klar sein, dass Haustarifverträge nicht schlechter als das Niveau in der Fläche sein dürfen. Davon ist die Geschäftsleitung mit ihrem Berater Herrn Lüken, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes in Rheinland-Pfalz, zur Zeit weit entfernt. Die IG Metall wird sich ernst gemeinten Verhandlungsangeboten nicht entziehen. Wir fordern den Arbeitgeber nochmals auf, die Entschlossenheit der Belegschaft nicht zu unterschätzen und im Interesse der Beschäftigten und des Unternehmens an den Verhandlungstisch zurückzukehren,“ so Spitzbarth abschließend.

Ab Juli 2,26 Prozent mehr Rente

Tarifvertragliche Entgeltsteigerungen wirken sich auf Rentenzahlungen aus

Die Rentenbezüge in den neuen Bundesländern steigen ab 01. Juli 2012 um 2,26 Prozent.
Die Einkommen in der Metall- und Elektroindustrie stiegen im April 2011 um 2,7 Prozent gemäß Tarifvertrag der IG Metall. Ab Mai 2012 erhöhen sich die Einkommen erneut um 4,3 Prozent. Daraus ergeben sich höhere Beiträge in die Sozialversicherungssysteme und eben auch die Rentenversicherung. Daher sind Rentensteigerungen finanzierbar.

"Das Umlagesystem der gesetzlichen Rentenversicherung hat sich seit seiner Einführung bewiesen. Es ist bei aller Kritik immer noch die stabilste Rentengarantie, die es gibt. Heutige Beschäftigte zahlen ein, woraus heutige Rentenempfänger Leistungen beziehen. Das heißt aber auch, nur wenn die Einzahlungen der heutigen Beschäftigten steigen, werden Rentenerhöhungen möglich. Das ist uns jetzt erneut durch die tariflichen Erfolge und damit verbundenen Entgeltsteigerungen gelungen.", erläutert Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt. "Nicht nur den heute sozialversichert Beschäftigten, sondern auch den Rentenempfängern muss daran gelegen sein, dass Belegschaften gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft Einkommensverbesserungen erreichen. Im Bereich der IG Metall Erfurt konnten wir Erfolge für die Beschäftigten erringen. Nicht zuletzt ist die Ausweitung der Tarifbindung in Thüringen ein Beitrag für höhere Renten im Alter und auch wirtschaftlich relevant für das Beitragsaufkommen der Solidargemeinschaft in der Rentenversicherung. Neben Zufriedenheit bei den Beschäftigten im Betrieb ergibt sich daraus zugleich die Basis für aktuelle und künftige Rentensteigerungen", so Lemb abschließend.

Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Thüringen übernimmt Tarifabschluss

Der Tarifkonflikt 2012 in der Metall- und Elektroindustrie ist beigelegt. Am 22. Mai einigte sich die IG Metall mit den Arbeitgeberverbänden auf die Übernahme des am vorangegangenen Wochenende in Baden-Württemberg erzielten Pilotabschlusses für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen). Das Ergebnis bringt den rund 400.000 Beschäftigten 4,3 Prozent mehr Geld rückwirkend ab 1. Mai. Auszubildende werden zukünftig im Grundsatz unbefristet übernommen, die Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit werden gestärkt.

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Belegschaften von Siemens, Schuler Pressen, Bosch Sicherheitssysteme und Fujitsu Sömmerda erneut zum Warnstreik aufgerufen

Erfurt. Die IG Metall hat am Donnerstag, den 10. Mai die Belegschaften von Siemens, Schuler Pressen, Bosch Sicherheitssysteme in Erfurt und Fujitsu in Sömmerda erneut zum Warnstreik aufgerufen.

Jeweils um 13:30 Uhr starteten Demonstrationszüge vom Siemens Generatorenwerk und von Schuler Pressen, um sich in Form eines Sternmarsches zu treffen und gemeinsam weiterzudemonstrieren. Angeschlossen hatten sich Kolleginnen und Kollegen von Bosch Sicherheitssysteme und Fujitsu Sömmerda.

Mehr als 550 warnstreikende Kolleginnen und Kollegen setzten ein deutliches Zeichen für ihre berechtigten Forderungen in dem aktuellen Tarifkonflikt.

„Es ist eine pure Provokation der Arbeitgeber, kein verbessertes Angebot vorgelegt zu haben und über faire Leiharbeit und Übernahme der Ausgebildeten noch nicht einmal reden zu wollen. Wir wollen keine Eskalation des Tarifkonfliktes, aber wenn unsere Warnstreiks keine Wirkung erzielen und die Arbeitgeber sich einer Einigung am Verhandlungstisch entziehen wollen, dann bleiben uns nicht mehr viele Optionen. In Zeiten, in denen Bundesminister und Ministerpräsidentinnen öffentlich für deutliche Lohnzuwächse Stellung beziehen, sind Streiks zur Durchsetzung der berechtigten Interessen der abhängig Beschäftigten vermeidbar. Die IG Metall weiß jedoch um ihre Verantwortung und um die Signalwirkung des Flächentarifvertrages der Metall- und Elektroindustrie für andere Branchen. Wir werden nicht einknicken und uns notfalls ein akzeptables Ergebnis erkämpfen. Die Beschäftigen in den Unternehmen sind dazu bereit, das haben die bisherigen Warnstreiks mehr als deutlich bewiesen", so Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.

Zum Warnstreik überbrachten die Landtagsabgeordneten André Blechschmidt, DieLinke., und Frank Weber, SPD, die solidarischen Grüße ihrer Landtagsfraktionen. Die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag hatte sich am Vortag im Rahmen einer Resolution demonstrativ in dem laufenden Tarifkonflikt auf die Seiten der abhängig Beschäftigten und der IG Metall gestellt.

Die Demonstration in Erfurt bildet den vorläufigen Höhepunkt der zweiten Warnstreikwelle in den Betrieben der Metall- du Elektroindustrie in Mittelthüringen. Am Morgen legten die Beschäftigten von MDC in Kölleda und Thales in Arnstadt für eine Stunde die Arbeit nieder.

Mit den Aktionen am Morgen bei MDC in Kölleda, am Vormittag bei Thales in Arnstadt und den Warnstreiks am frühen Nachmittag in Erfurt beteiligten sich annähernd 1.000 Beschäftigte in Mittelthüringen.

Warnstreiks am 10. Mai 2012 in Kölleda, Arnstadt und Erfurt

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Zweite Warnstreikwelle eröffnet

Mit der Frühschicht um 6:30 Uhr legten die Beschäftigten der Hydrema Produktion Weimar GmbH am Morgen des 8. Mai 2012 erneut die Arbeit nieder.

Zweiter Warnstreik bei Hydrema in Weimar

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Freitag um eins - Warnstreik zum Schichtwechsel bei Schuler Pressen in Erfurt

Erfurt. Die IG Metall hat am Freitag, den 04. Mai die Frühschicht der Schuler Pressen GmbH in Erfurt zum Warnstreik aufgerufen. Ebenfalls beteiligten sich die Kolleginnen und Kollegen von Bosch-Sicherheitstechnik in Erfurt und Fujitsu Sömmerda an dem Warnstreik.
205 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf und legten für eine Stunde die Arbeit nieder.
Der Betriebsratsvorsitzende von Schuler, Ralf Fiedler, verwies in seiner Rede darauf, dass das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr seinen Umsatz um 44 Prozent gesteigert hat. Derzeit liefe Schuler auf das beste Geschäftsjahr aller Zeit zu.
„Damit ist es nur legitim, dass die Beschäftigten ihr Recht auf ihr Stück vom Kuchen mit Nachdruck einfordern. Schuler ist nur ein Beispiel dafür, dass es der Metall- und Elektroindustrie auch in Thüringen gut geht. Die Forderungen der IG Metall sind berechtigt und für die Arbeitgeber finanzierbar. Wenn es dem Unternehmen blendend geht, so haben die Beschäftigten, die den Gewinn erwirtschaften, auch einen kräftigen Schluck aus den Lohnpulle verdient. Die Zeit der Lohnzurückhaltung ist nun endlich vorbei. Das haben die Kolleginnen und Kollegen mit dem heutigen Warnstreik in Erfurt unmissverständlich klar gemacht," so Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.

Am Erfurter Standort hat die IG Metall parallel den Arbeitgeber aufgefordert, für die Beschäftigten im internen Dienstleistungsbereich des Unternehmens eine Angleichung an die Entgelte auf das Tarifniveau der anderen Schuler-Mitarbeiter umzusetzen. Deren Entgelte fielen bis zu 20 Prozent geringer als bei in der Produktion Beschäftigten aus. „Mit der großartigen Gewinnprognose vor Augen ist für die IG Metall die Schlechterstellung für die betroffenen Beschäftigten im Dienstleistungsbereich nicht länger hinnehmbar," so Lemb. „Wir wollen keine weitere Zuspitzung der Tarifauseinandersetzung. Aber wir werden nicht davor zurückschrecken, sollte uns kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber unterbreitet werden, Urabstimmungen für einen unbefristeten Streik einzuleiten. Die Arbeitgeber haben es damit in der Hand, ob es zu einer Eskalation kommt oder ob der Konflikt am Verhandlungstisch entschieden wird" so Lemb abschließend.

Die IG Metall hat in der Tarifbewegung 2012 für die Metall- und Elektroindustrie die drei gleichrangigen Forderungen nach einer unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten, nach mehr Mitbestimmung der Betriebsräte bei Leiharbeit im Betrieb und nach 6,5 Prozent mehr Entgelt erhoben. Der nächste Verhandlungstermin für Thüringen findet am 9. Mai 2012 in Zweibrücken (Saar) statt.

Warnstreik bei Schuler in Erfurt

Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie 2012

Guter Start der Warnstreiks bei MDC in Kölleda

Kölleda. 190 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf und legten für eine Stunde die Arbeit nieder. Spontan blockierten die versammelten Kolleginnen und Kollegen das Werkstor, so dass auch die extra früher aufgestandenen leitenden Angestellten nicht mit ihren Dienstwagen passieren konnten.

Schwerpunkt der Aktion bildeten die drei Forderungen der IG Metall nach mehr Mitbestimmung in der Leiharbeit, nach unbefristeter Übernahme der Auszubilden und nach einer Entgeltsteigerung von 6,5 Prozent.

Zusätzlich verwies Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt, in seiner Rede an die Beschäftigten auf die besondere Situation im MDC-Werk Kölleda. „Die Werksleitung verfolgt das Ziel eines systematischen Lohndumpings durch Leiharbeit und Werkverträge. So gehört nahezu die Hälfte der Belegschaft nicht zum Stammpersonal. Deshalb ist es richtig, dass die Betriebsräte mehr Mitbestimmungsrechte beim Einsatz von Leiharbeitern im Betrieb erhalten. Etwaige Auftragsspitzen, die als Begründung für die Notwendigkeit dieser prekären Arbeitsplätze herangeführt werden, bestehen seit Jahren. Das Werk ist am Markt etabliert und nahezu in jedem Pkw von Mercedes-Benz wird ein Motor aus Kölleda eingebaut. MDC Kölleda hat Leiharbeit und Werkverträge auf dem Rücken der Beschäftigten zum Geschäftsmodell etabliert, dieser Missstand gehört korrigiert."

An den Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen (VMET) und dessen Hauptgeschäftsführer Fauth gerichtet, sagte Lemb: „Die Gefahr, dass die aktuelle Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie zu Tarifflucht am Standort führen würde, besteht nicht. In den letzten Jahren haben vermehrt Unternehmer beschlossen, aus dem Verband auszutreten. Nunmehr registrieren wir in Thüringen einen gegenteiligen Trend. Aufgrund des Fachkräftemangels streben mehr Thüringer Unternehmen die Bindung an den Flächentarifvertrag an. Sie haben erkannt, dass faire Bezahlung und ,Gute Arbeit` Zugänge zu qualifizierten Fachkräften sind. Wenn das in der Geschäftsstelle des VMET noch nicht angekommen sein sollte, so spräche dies nicht unbedingt für Herrn Fauth. Statt wiederholt die Tarifbindung infrage zu stellen, sollte er sich um mehr Mitglieder und damit um mehr tarifgebundene Unternehmen bemühen. Der bisherige Mitgliederzuwachs beim VMET in diesem Jahr geht auf Initiativen der IG Metall zurück."

Warnstreik in Kölleda bei MDC

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Erfolgreicher Warnstreik bei Hydrema in Weimar - komplette Belegschaft vor dem Tor

Weimar. Die IG Metall hat am Morgen des 3. Mai 2012 die Belegschaft der Hydrema Produktion Weimar zum Warnstreik aufgerufen.

Die komplette Schicht folgte dem Aufruf der IG Metall und legte für eineinhalb Stunden die Arbeit nieder. Insgesamt beteiligten sich 102 Kolleginnen und Kollegen am Warnstreik.
Schwerpunkt der Aktion bildete die Forderung der IG Metall nach mehr Mitbestimmung in der Leiharbeit. Im Rahmen der Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall die Ausweitung der Mitbestimmung der Betriebsräte der Entleihbetriebe beim Einsatz von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern.
„Hydrema ist ein Bespiel für die Auswüchse, die die Leiharbeit in Deutschland angenommen hat. Seit Jahren besteht annähernd die Hälfte der Belegschaft aus Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern. Von einer Abfederung von Auftragsspitzen kann hier keine Rede mehr sein. Hier passiert ein Missbrauch der Leiharbeit, weil damit die Stammbelegschaft in weiten Teilen ersetzt wurde“, so Wolfgang Lemb,
1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt.
Zusätzlich mahnte Lemb an, dass das Unternehmen keine Ausbildungsplätze anbietet und somit die Investition in den eigenen Fachkräftebedarf schändlich vernachlässigt.
„Mit dem Warnstreik haben die Beschäftigten von Hydrema deutlich gemacht, dass es Ihnen mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt ernst ist und Sie ein deutliches Plus von der Tarifverhandlung erwarten“ so Lemb.
Die im Unternehmen eingesetzten Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter beteiligten sich ebenfalls am Warnstreik. „Dies zeigt uns, dass auch sie hinter den Forderungen der IG Metall stehen“, bewertet Lemb abschließend die Aktion.
In der aktuellen Tarifbewegung der Metall und Elektroindustrie fordert die IG Metall neben mehr Mitbestimmung in der Leiharbeit und der Übernahme der Auszubildenden eine Entgeltsteigerung von 6,5 Prozent.

Warnstreik bei Hydrema in Weimar

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Warnstreik bei Thales in Arnstadt

Rund 280 Beschäftigte der Thales Transport Systems GmbH in Arnstadt folgten am 2. Mai 2012 dem Aufruf der IG Metall und zogen gemeinsam vor's Werkstor.

Warnstreik bei Thales in Arnstadt

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Warnstreik bei N3 Overhaul Services in Arnstadt

Die Beschäftigten von N3 Overhaul Services folgten am 30. April 2012 dem Warnstreikaufruf der IG Metall und legten für eine Stunde die Arbeit nieder.

30. April 2012: Warnstreik bei N3 Overhauls in Arnstadt

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Erfolgreicher Auftakt am 24. April in Erfurt

Mehr als 600 Metallerinnen und Metaller aus allen Thüringer Verwaltungsstellen sind am 24. April zur Auftaktveranstaltung der IG Metall für die Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie nach Erfurt in das Atrium der Stadtwerke gekommen.
Bei ausgesprochen guter Stimmung zeigten die Beschäftigten, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall nach einer Entgelterhöhung um 6,5 Prozent, der unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten und der Ausweitung der Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz von Leihbeschäftigten stehen.

Fotos: DGB Thüringen, IG Metall Erfurt

Auftakt am 24. April in Erfurt

„Respekt!“ – Ein kleines Schild mit großer Wirkung

WAGO in Sondershausen und IG Metall erteilen Fremdenfeindlichkeit eine klare Absage

Respekt! - Kein Platz für Rassismus bei WAGO in Sondershausen

Sondershausen, 24. April 2012. „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ – so lautet die Botschaft einer im Juni 2010 in Frankfurt am Main ins Leben gerufenen Initiative. Sie wirbt für einen respektvollen Umgang miteinander und wird von zahlreichen engagierten Menschen, darunter Prominente aus Sport, Medien und Kultur, unterstützt. Dazu zählen zum Beispiel Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp, Comedian Bülent Ceylan und Fernsehmoderator Johannes B. Kerner. Mit der IG Metall als größte deutsche Einzelgewerkschaft hat die Initiative seit März 2011 einen starken Partner, der sich in Betrieben für mehr Respekt und Toleranz einsetzt.

Bundesweite Mitmach-Aktion stößt auf große Resonanz
Die Botschaft wird nicht nur durch Verhaltensweisen und Worte vorgelebt, sondern auch durch eine bundesweite Mitmach-Aktion weitergetragen. Zentrales Element ist ein 21 mal 30 Zentimeter großes „Respekt!“-Schild aus Emaille. Als deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung findet es sich an immer mehr öffentlichen Sportplätzen, Vereinsflächen, in Schulen sowie Unternehmen – und seit heute auch im Eingangsbereich des Sondershäuser Werkes des High- Tech-Unternehmens WAGO. „Da unsere Gewerkschaft die Kampagne mit Nachdruck unterstützt, haben wir WAGO als einen der größten Arbeitgeber der Region ans Herz gelegt, sich zu beteiligen – und sind sofort auf offene Ohren gestoßen“, berichtet Kirsten Joachim Breuer vom IG-Metall-Kooperationsbüro Thüringen und von der Verwaltungsstelle Nordhausen. Die auch aufgrund der Gräueltaten der Thüringer Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) entfachten politischen Diskussionen über Rechtsextremismus zeigten, dass diese Initiative – bedauerlicherweise – mehr denn je nötig sei.

Sondershausen
„Auch wenn es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, dass Rassismus in unserem Unternehmen keinen Platz hat, begrüßen wir die Initiative und zeigen gern Flagge für Integration“, betonte der Sondershäuser WAGO-Betriebsratsvorsitzende Frank Sonneck bei der Montage des „Respekt!“-Schriftzuges. Frank Sonneck: „WAGO ist als globaler Anbieter von elektrischer Verbindungstechnik und Automatisierungslösungen schließlich nicht nur weltweit zu Hause, sondern auch das Zuhause für Menschen aus aller Welt. Somit ist das neue Schild für uns eine ideale Zustandsbeschreibung.“ Das Know-how von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religionen gewinne in Deutschland im Hinblick auf den Fachkräftemangel immer mehr an Bedeutung.

 

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie 2012

Erfolgreicher Start der Warnstreiks bei Siemens in Erfurt - 300 Metallerinnen und Metaller vor dem Tor

Erfurt. In den ersten beiden Verhandlungen am 06. und am 29. März 2012 lehnten die Arbeitgeber die Forderungen der IG Metall komplett ab. Am Donnerstag, den 19. April 2012 fand in Mainz die dritte Verhandlung für Thüringen, das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen statt.

Die IG Metall Erfurt hat verhandlungsbegleitend die Beschäftigten der Frühschicht der Siemens AG Generatorenwerk Erfurt und der Siemens GER NL Erfurt zum Warnstreik aufgerufen. 300 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an der Aktion vor dem Werktor des Siemens Generatorenwerkes und legten von 06:00 Uhr bis 07:00 Uhr ihre Arbeit nieder. Sie wurden unterstützt von Kolleginnen und Kollegen der Nachtschicht, welche sich zusätzlich an dem Warnstreik beteiligten.

Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt, betonte in seiner Rede die Schlüsselstellung Thüringens. Da das Schieds- und Schlichtungsabkommen in den neuen Bundesländern nicht abgeschlossen ist, gilt im Freistaat seit Auslaufen des Tarifvertrages und damit seit Anfang April keine Friedenspflicht mehr. Daher konnten die Beschäftigten – anders als in den westdeutschen Tarifgebieten – die 3. Verhandlung am 19. April 2012 durch erste Warnstreikaktionen begleiten.

„Mit unserem Warnstreik in Erfurt haben die Kolleginnen und Kollegen ein kraftvolles Zeichen gesetzt und klar gemacht, dass es Ihnen ernst ist mit unserer Forderung nach einer unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten, einer Ausweitung der Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitern im Betrieb und nach einer Entgeltsteigerung von 6,5 Prozent. Das erste bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeberseite aus Nordrhein-Westfalen ist eine Mogelpackung. Sollten sich die Thüringer Arbeitgeber diesem Angebot anschließen, so werden weitere und heftigere Warnstreiks nicht auf sich warten lassen", so Lemb.

Warnstreik bei Siemens

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Keine Annäherung bei 2. Verhandlung in Darmstadt

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen brachte am 29. März keinerlei Annäherung. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf den 19. April in Mainz vertagt. Auch in der zweiten Runde wurde über alle drei Themen des Forderungspaketes verhandelt: Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent, unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit.

Armin Schild, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer, forderte die Arbeitgeber auf, ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Die IG Metall warnte die Arbeitgeber vor einer Verzögerungstaktik. Bis jetzt sei man keinen Schritt weitergekommen. Obwohl die IG Metall bereits Monate vor der Tarifrunde Gespräche über Übernahme und Leiharbeit angeboten habe, sei von den Verbänden bis heute nichts gekommen als „ideologisch aufgeladene heiße Luft“. Der Druck in den Betrieben nehme zu, die Empörung der Belegschaften wachse von Tag zu Tag. „Wir wollen zu allen drei Themen eine Lösung vor dem Ende der Friedenspflicht. Das geht, aber geht nur, wenn die Arbeitgeber ideologischen Dampf ablassen. „Sie haben noch eine Chance am 19. April, danach müssen wir andere Töne anschlagen“, sagte Schild. 

Vor dem Verhandlungsbeginn hatten wiederum über 1.000 Beschäftigte für die Forderungen der IG Metall vor dem Verhandlungslokal demonstriert. Mit dabei waren 25 Kolleginnen und Kollegen aus Erfurt.

2. Tarifverhandlung in Darmstadt

Profit vor Vernunft

IG Metall kritisiert Solarkürzung

Demonstration in Berlin

Die von der Bundesregierung beschlossene Reduzierung der Solarförderung führt eine bislang hoffungsvolle Zukunftsbranche ohne Not in den Abgrund. Allein in Thüringen werden dadurch mehr als 3.000 Jobs gefährdet. Seit dem Jahr 2010 war die Einspeisevergütung für Solarstrom in Deutschland mit mehreren Sonderkürzungen um rund 40 Prozent abgesenkt worden. Hinzu kommen nun ab 1. Mai monatliche Absenkungen um jeweils 0,15 Cent je eingespeiste Kilowattstunde. Zusätzlich sollen nur noch 90 Prozent des erzeugten Solarstroms überhaupt vergütungsfähig sein.

Eine Zeit lang haben Optimisten zu hoffen gewagt, dass die Bundesregierung die Lehre aus Fukushima zieht. Damals schien klar, die Energiewende müsse zum Aufbruch zu nachhaltiger, demokratischer und dezentraler Energiewirtschaft in Deutschland werden. Nach der Aufkündigung des Atomausstiegs im September 2010 knickt Schwarz-Gelb jetzt erneut vor der Energielobby ein.

Fakt ist: Solarzellen produzieren in den Mittagsstunden das Maximum an Strom. Bereits an einem durchschnittlichen Wintertag schnellt die Leistung der heute installierten Zellen auf das Niveau der am Netz verbliebenen Atomkraftwerke. Das ist gut, denn mittags wird auch ein Maximum an Strom benötigt. Für die Energiekonzerne ist das jedoch schlecht, denn damit fällt der Strompreis zur absoluten Hochzeit auf ein Tiefpreis-Niveau.

Gegen die Kürzung machen die Branche und die IG Metall gemeinsam mobil. Denn eins ist klar: Mit dieser Politik fährt die Bundesregierung nicht nur die Energiewende, sondern auch den Hochtechnologie-Standort Deutschland an die Wand. Die Thüringer Landesregierung hat erklärt, im Bundesrat gegen die Kürzung zu stimmen. Die IG Metall fordert statt blinder Kürzungswut von der Bundesregierung einen Zukunftsdialog zum Erhalt der Branche.

Laut und Stark für unbefristete Übernahme

IG Metall Jugend startet betriebliche Aktionen zur Übernahme nach der Ausbildung

Im Rahmen der Kampagne „Operation Übernahme" geht die IG Metall Jugend ab dem 13. Februar mit einer Aktionswoche in die Offensive. Geplant ist, in den tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie die Kolleginnen und Kollegen zu ihrer Haltung zur Forderung der IG Metall nach unbefristeter Übernahme zu befragen und darüber abstimmen zu lassen.

„Einstellungen ohne Befristungen genießen inzwischen Seltenheitswert. Insbesondere die Übernahme nach der Ausbildung stellt nicht mehr die Regel, sondern vielmehr die Ausnahme dar. Dieser Wildwuchs gehört korrigiert. Die IG Metall wird deshalb die Beschäftigungssituation Jugendlicher nach der Ausbildung zum Inhalt betrieblicher Aktionen machen. Die Belegschaftsbefragungen im Rahmen der Aktionswoche sind dabei nur ein erster Schritt", erläutert Wolfgang Lemb, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt den Hintergrund der Aktivitäten.

„Jugendliche haben ein Recht auf Perspektive. Werden sie durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse in einer permanenten Unsicherheit gehalten, so ist dies ein gesellschaftliches Problem. Von ihnen wird man soziales und gesellschaftliches Engagement nicht erwarten können. Ein Mindestmaß an Wohlstand und Teilhabe bleibt ihnen verwehrt. Der Aufbau einer gesicherten Existenz oder gar einer eigenen Familie rückt unter solchen Rahmenbedingungen in weite Ferne," so Lemb weiter.

„Arbeit sicher und fair – statt prekär", so umschreibt Carsten Witkowski, Jugendsekretär der IG Metall Erfurt und Nordhausen das Motto der Aktion. „Wenn die Wirtschaft wächst, so muss auch bei der jungen Generation etwas ankommen. Unser Leben muss planbar sein. Wir brauchen Gerechtigkeit statt elitärer Auslese. Wir sind die Wirtschaft von morgen und Qualität braucht Fachkräfte. Die Endlosschleife der Prekarität muss gestoppt werden," umreißt Witkowski die Forderungen der Gewerkschaftsjugend.

 

 

Autohaus Russ & Janot

Respekt! Kein Platz für Rassismus

Autohaus Russ & Janot: Kein Platz für Rassismus
Betriebsratsmitglied Volker Helmbold und Geschäftsführer Alexander Tomescheit vor dem Haupteingang des Autohauses in Erfurt

Geschäftsführung und Betriebsrat des Autohauses Russ & Janot beteiligen sich an der Initiative "Respekt! - Kein Platz für Rassismus". Der Geschäftsführer Alexander Tomescheit sagte dazu: "Rassismus hatte bei Russ & Janot noch nie eine Chance und mit unserer Beteiligung an der Aktion "Respekt!" machen wir nochmals deutlich, dass wir insbesondere für die aktuellen Ereignisse kein Verständnis haben. Sie gehören weder in die heutige Zeit noch nach Thüringen." Die aktuelle Berichterstattung sei für Thüringen kein Aushängeschild und deshalb müssten auch die Unternehmen, deren gesellschaftliche Verantwortung selbstredend sei, klare Positionen beziehen.
Der Betriebsratsvorsitzende Guido Schmelzer, der die Beteiligung angeregt hat, erklärte: "Die Initiative soll den Respekt untereinander im Beruf und in der Freizeit stärken. Sie ist gegen jede Art von Rassismus, Antisemitismus, rechtsextreme Denkschablonen und Vorurteile."

www.respekt.tv 

Gegen Rechts

Abgeordnete kehren vor der eigenen Haustür

Wolfgang Lemb vor dem Thüringer Landtag

Am Donnerstag den 15. September 2011 veranstaltete die rechtsextreme NPD eine  Kundgebung vor dem Thüringer Landtag. Parlamentarierinnen und Parlamentarier aller Fraktionen wollten dagegen ein Zeichen setzen und legten demokratischen Widerspruch ein.
Mit einer szenischen Lesung und der Präsentation von Schautafeln im Thüringer Landtag erinnerten die Abgeordneten an die durch das NS-Regime erlassenen sogenannten Nürnberger Rassengesetzte. Landtagspräsidentin Diezel (CDU) sprach sich „für ein tolerantes, weltoffenes und demokratisches Thüringen“ aus.
Die Veranstaltung von einem knappen Dutzend Rechter wurde von mindestens 150 Gegendemonstrantinnen und -Demonstranten lautstark begleitet.
Im Anschluss an die zweistündige Kundgebung reinigten die Parlamentarier symbolisch das Gelände vor dem Thüringer Landtag von dem braunem Gedankengut mit dem Besen. Wolfgang Lemb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt und Landtagsabgeordneter, sagte: „Wir dürfen es uns nicht gefallen lassen, wenn Rechtsextreme versuchen, unsere Demokratie anzugreifen. Das lassen wir nicht zu, nicht im Betrieb und nicht auf der Straße.“

Verfassungswidrigkeit der Hartz IV-Regelsätze

Interview mit Dr. Hans-Jürgen Urban, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

In seiner Entscheidung vom 9.2.2010 hatte das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass die Regelsätze für „Hartz IV“ nicht mit der Verfassung vereinbar sind. Der Gesetzgeber war damit gefordert, verfassungskonforme Regelungen zu erarbeiten. Seit März diesen Jahres gibt es ein neues Gesetz. Doch das steht so wenig mit dem Grundgesetz in Einklang wie das alte.

Wir sprachen mit Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall.

Warum will die Gewerkschaft die Angelegenheit jetzt wieder aufrollen?
Die neuen Regelsätze sind so verfassungswidrig wie die alten – das haben wir immer klar gesagt. Jetzt haben zwei Wissenschaftler - Professor Dr. Johannes Münder und Dr. Irene Becker – Gutachten  dazu vorgelegt, die unsere Auffassung stützen.

Was sind deine Kritikpunkte?
Ein Regelsatz von 364 Euro in diesem Jahr und von drei Euro mehr im nächsten Jahr ist nicht bedarfsgerecht und entspricht nicht dem Existenzminimum. Es ist offensichtlich, dass bei der Neuregelung der „Hartz IV-Leistungen“ die Kassenlage und weniger die „Verfassungslage“ maßgeblich war. Die Bundesregierung hat mit statistischen Tricks die Regelsätze eiskalt klein gerechnet. Menschenwürde und Verfassung sind dabei auf der Strecke geblieben.

Die Höhe der Regelsätze hatte das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil aber nicht bemängelt.
Für die gesetzliche Neuregelung gilt die gleiche Kritik, wie für die verfassungswidrige Altregelung. Zur Erinnerung: Die Verfassungsrichter hatten entschieden, dass der Staat für ein menschenwürdiges Existenzminimum sorgen muss, wenn die Bürger dazu nicht selbst in der Lage sind. Die Höhe dieses Mindestbedarfs ist verfassungswidrig, solange sein Zustandekommen nicht transparent und überprüfbar ist.

Und das ist es nach der Neuregelung nicht?
Nein – das ist es nicht! Die Berechnung des Regelsatzes bleibt intransparent. Es ist nicht nachvollziehbar, warum als Vergleichsmaßstab zur Berechnung des Regelsatzes die Einkommen der unteren 15 Prozent der Bevölkerung herangezogen wurden – früher waren es die unteren 20 Prozent. Das Absenken hat nur den Grund, die Leistungen zu drücken. Denn bei 20 Prozent hätte sich schon ein Regelsatz von 382 Euro ergeben. Außerdem hat sich der Gesetzgeber noch nicht mal konsequent an seine selbst gewählte Methode gehalten, den Verbrauch der unteren Einkommen zugrunde zulegen. Er hat nämlich davon Ausgaben für Alkohol, Tabak und Gaststätten abgezogen. Und mehr noch: der Gesetzgeber hat bei der Festlegung des Vergleichsmaßstabs die „verdeckte Armut“ nicht berücksichtigt.

Was ist damit gemeint?
Haushalte, die Einkommen unterhalb der Bedarfsschwelle erzielen und damit Anspruch auf staatliche Aufstockung haben, aber nicht von entsprechenden Leistungen leben, werden trotzdem als Referenzmaßstab für die Ermittlung heran gezogen. Gleiches gilt für die sog. „Aufstocker“: Selbst Personen, die nur einen Euro Einkommen erzielen, werden nicht aus den Referenzhaushalten ausgeschlossen. Mit anderen Worten: Reicht bei den Einkommensschwächsten das Geld schon nicht zur Deckung des Bedarfs, reicht es bei den Hartz IV-Empfängern erst recht nicht.

Was tut die IG Metall?
Wir fordern von der Bundesregierung bedarfsgerechte und existenzsicherende Leistungen für Langzeitarbeitslose – das ist eine Verfassungsauftrag und der muss umgesetzt werden. Zugleich werden wir Musterprozesse führen, also betroffene Kolleginnen und Kollegen rechtlich unterstützen, die gegen ihre Hartz IV-Sätze nach dem jetzigen Gesetz vor den Sozialgerichten klagen. Natürlich können wir nicht für alle betroffene Mitglieder Verfahren führen, die Hartz IV-Leistungen erhalten. Aber durch gezielte Musterverfahren wollen wir schnell eine verfassungsrechtliche Klärung erreichen. Die die beiden wissenschaftlichen Gutachten helfen uns dabei.

Was können Hartz IV-Empfänger, die nicht klagen, tun?
Sie sollten selbst Widerspruch gegen Bescheide einlegen, in denen ihnen Leistungen nach dem 1. Januar diesen Jahres bewilligt wurden.

Weiteres Nazi-Fest in Nordthüringen

IG Metall ruft zum Protest auf

Wieder einmal ist es soweit. Als Familienfest beworben, soll am 3.9.2011 in Leinefelde der „Eichsfelder Heimattag“ stattfinden. Kinderschminken und Hüpfburgen sollen über rechtsextreme Redner und Rechts-Rock-Bands hinwegtäuschen, die gebetsmühlenartig braunes und rassistisches Gedankengut verbreiten. Initiator ist der vorbestrafte NPD-Politiker Thorsten Heise, welcher 2006 öffentliches Aufsehen erregte als er das Marienfelser Waffen-SS-Denkmal der Leibstandarte Adolf Hitlers im heimischen Garten wiederaufbauen lies.

Heise und die Eichsfelder NPD wollen ein wiederkehrendes identitätsstiftendes Fest etablieren. Aktivitäten wie diese bleiben nicht ohne Erfolg. Es ist festzustellen, dass NPD, Kameradschaften und die so genannten Freien Kräfte einen stetigen Zuwachs ihrer Anhänger im Norden Thüringens verbuchen können. Das muss sich ändern!
Aber allein die Identitätsfindung ist nicht der Hintergrund. Für die finanziell chronisch angeschlagene NPD sind Veranstaltungen wie der „Eichsfelder Heimattag“ zu einer festen Einnahmequelle geworden.

Aus diesem Grund rufen die IG Metall Verwaltungsstellen Nordhausen und Erfurt alle Kolleginnen und Kollegen, sowie Bürgerinnen und Bürger zum friedlichen Protest gegen den „Eichsfelder Heimattag“ in Leinefelde am 03.09.2011 auf.

Wir zeigen Gesicht gegen Faschismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus!

 

IG Metall Roadshow auf dem Erfurter Anger

"Arbeit - sicher und fair. Zukunft und Perspektiven für die Menschen"

Mit der Kampagne "Arbeit - sicher und fair. Zukunft und Perspektiven für die Menschen" hat die IG Metall erneut die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere der jungen Leute in das Zentrum der öffentlichen Debatte gerückt.
„Wir wollen, dass die junge Generation gute Perspektiven hat, für diejenigen, die vor der Berufsausbildung stehen, für die, die sich in der Ausbildung befinden und für die, die ihre Berufstätigkeit starten," so Wolfgang Lemb, Erster Bevollmächtigter der Erfurter IG Metall.
Dies seien zentrale Fragen für die Jüngeren im Lande und wesentliche Entscheidungskriterien, ob die jungen Leute in Thüringen bleiben. Damit bringe sich die IG Metall auch mit konkreten Forderungen in die aktuelle Debatte zum Fachkräftemangel in Thüringen ein.

Für die IG Metall gehe es insgesamt um drei zentrale Fragen: Wie kommen die Menschen ins Berufsleben, wie kommen sie durch und wie kommen sie am Ende des Berufslebens aus dem Betrieb wieder raus. Ob Leiharbeit, Werkvertrag, Befristung oder Dauerpraktikum - junge Leute seien überproportional von prekärer Beschäftigung betroffen. Die IG Metall wolle Regelungen zu Ausbildung, Übernahme und Qualifizierung weiter ausbauen und Lösungen zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Leben erreichen.
"Wir dürfen nicht länger einen Teil der Menschen - insbesondere der Jüngeren - mit dauerhaft unsicherer Arbeit ausschließen, während wir den anderen Teil mit Arbeit ohne Ende überziehen. Wir brauchen sichere und faire Arbeit für alle", so Lemb.
Auch der Gesundheitsschutz in den Betrieben wird im Rahmen dieser Kampagne genauso thematisiert wie die notwendigen Herausforderungen zu einem künftigen flexiblen Altersübergang.

Ein Teil der Kampagne ist eine bundesweite Infotour, die am 24. Juni 2011 auch auf dem Erfurter Anger Station machte. Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall informierten und standen für Fragen zur Verfügung.

Interview mit Hans-Jürgen Urban

Drei Fragen zum Atom-Ausstieg

Interview mit dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der IG Metall, Hans-Jürgen Urban zum Thema Atomkraft, Ausstieg und den möglichen Auwirkungen. Das Inerview enstand im Rahmen des bundesweiten Demonstrationstags gegen Atomkraft am 28. Mai 2011.

Frage: In Deutschland ist heute nahezu jeder gegen Atomkraft. Auch die IG Metall. Kostet das Abschalten nicht Arbeitsplätze?

Antwort Hans-Jürgen Urban.

Die IG Metall war bereits lange vor Fukushima ohne Wenn und Aber gegen die Nutzung der Atomenergie. Die IG Metall ist der Auffassung, dass wir einen sozial-ökologischen Politikwechsel brauchen, der weit über das Abschalten der Atomkraftwerke hinausweist. Dabei geht es insgesamt um den sorgsamen Umgang mit Ressourcen und den massiven Ausbau regenerativer Energien. Es geht aber auch um eine neue Verkehrsinfrastruktur, in der der öffentliche Personennah- und –fernverkehr eine ausgeprägtere Rolle spielen muss. Hierfür brauchen wir ein Investitionsprogramm, welches in der Folge viele neue Arbeitsplätze schaffen wird. Nicht nur im Dienstleistungsbereich, sondern auch im Industriesektor.

Frage: Siehst Du die Politik auf einem guten Weg?

Antwort: Es ist zwar gut, wenn in nahezu allen Parteien nun über den Atomausstieg diskutiert wird. Aber wir sollten uns keine Illusionen machen. Die Atomlobby und die mit ihr verbundenen Bereiche wollen nicht auf Extraprofite verzichten und haben ihre Hinhaltetaktik keineswegs aufgegeben. Deswegen reicht es auch nicht, isoliert über Energiepolitik zu reden.

Wir müssen die Energiewende mit einer umfassenden Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verbinden, sonst droht sie zu scheitern. Dafür brauchen wir nicht nur den Ausbau der betrieblichen- und Unternehmensmitbestimmung. Wir brauchen auch unternehmensübergreifende Strukturen, die den demokratischen Einfluss der Gesellschaft erhöhen. Dies wäre eine Beitrag dazu, dass die Energiewende auch tatsächlich umgesetzt wird und nicht an kurzfristigen Extraprofitinteressen der Atomlobby scheitert.

Frage: Rückt die soziale Frage wegen der ökologischen Anforderung in den Hintergrund?

Antwort: Einige versuchen in der Tat, Ökologie gegen Soziales auszuspielen. Doch wer die ökologischen Probleme wirklich lösen will, wird mit so einem Vorgehen scheitern. Wer die Energiewende z.B. dafür missbraucht, die Energiepreise zu erhöhen, schippt nicht nur der Energielobby weitere Kohlen in den Keller, er setzt vor allem auch die breite Akzeptanz der Bevölkerung für eine ökologische Politik aufs Spiel. Ein zweiter Aspekt: Wenn wir für einen ökologischen Kurswechsel ein Investitionsprogramm benötigen, stellt sich die Frage, wer es finanzieren soll. Da durch die Hartz-Gesetze und die Ausweitung des Niedriglohnsektors große Teile der Bevölkerung keinen finanziellen Spielraum mehr haben, bleibt nichts anderes, als Wohlhabende, Reiche und florierende Unternehmen zur Kasse zu bitten. Eine entsprechende Steuerreform ist ökologisch notwendig, aber auch ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit!

61. ordentliche Bezirkskonferenz in Oberhof

IG Metall fordert sozial-ökologisches Reformprojekt

Im thüringischen Oberhof haben am Donnerstag die 87 Delegierten der 61. ordentlichen Bezirkskonferenz eine Programmdiskussion im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) begonnen.
Die schwere Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, die durch die Katastrophen in Japan ausgelöste Energiedebatte und weiter drohende Umweltkatastrophen verlangten ein entschiedenes Umsteuern. Ein „Weiter wie bisher“ dürfe es nicht geben, ein „Green New Deal“ reiche nicht. Die Konferenzteilnehmer forderten ein sozial-ökologisches Reformkonzept.

In einem Diskussionspapier „Gute Arbeit 2020 – sicher und fair“ forderten die Konferenzteilnehmer ein sozial-ökologisches Reformkonzept, das auf vier Säulen beruht:
         Arbeiten: Für gute Arbeit – ein Arbeitsleben lang
         Leben: Für ein gutes Leben in einer solidarischen Gesellschaft
         Verteilen: Für gerechte Verteilung
         Entscheiden: Für Demokratie, Mitbestimmung und Beteiligung

Demo gegen Rechts am 4. Juni

Nordhausen sagt NEIN!

Nordhausen sagt NEIN!

Schon vor Monaten zeichnete sich ab, dass die rechtsextreme NPD in Nordhausen nunmehr zum 10. Mal den „Thüringentag der nationalen Jugend“ durchführen wollte. Der „Thüringentag“ ist ein Festival, auf dem nicht nur rechtsradikale Parteikader der NPD das Wort ergreifen, sondern auch so genannte Rechtsrockbands ihre menschenverachtende, nationalistische und antisemitische Musik zum Besten geben. Für die NPD ist dieses jährliche Event aber nicht nur Spaß. Die finanziell chronisch angeschlagene Partei am rechten Rand, braucht die Einnahmen dieses Festivals dringend und kämpfte daher verbittert gegen Gewerkschaften, Parteien, Vereine, Verbände, Bürgerinnen und Bürger, sowie gegen das Landratsamt Nordhausen. In Nordhausen allerdings vergebens!   
 
 

JAV-/BR-Kongreß in Oberhof

IG Metall startet Fachkräfteinitiative "Beruf.Bildung.Zukunft"

Mehr als 350 Teilnehmer konnte die IG Metall auf ihrer zweitägigen Konferenz mit Betriebsräte- und Jugend- und Ausbildungsvertreter in Oberhof begrüßen. Unter dem Themenschwerpunkt "Arbeit sicher und fair." wurde über die Zukunftsperspektiven für die junge Generation diskutiert. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild erklärte zu Beginn der Konferenz, der Bezirk starte eine Fachkräfteinitiative mit dem Titel „Beruf. Bildung. Zukunft – Jeden Tag stärker“, in der die IG Metall konkrete Forderungen auf betrieblicher und tarifpolitischer Ebene formuliert. In den nächsten Wochen werde in den Betrieben in einem Betriebscheck ermittelt, wie die Aus- und Weiterbildungschancen von jungen Menschen seien. Ein tarifpolitisches Ziel sei die unbefristete Übernahme für alle. 
Die Initiative der IG Metall ziele auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und respektvollen Umgang während des gesamten Erwerbslebens. "Es geht darum, wie die Menschen in das Arbeitsleben hinein kommen, wie sie hindurch kommen und wie sie wieder heraus kommen", sagte Schild. Die Verwüstungen am Arbeitsmarkt müssten ein Ende haben. Die IG Metall setze sich dafür ein, dass Starke und Schwache eine Chance in der dualen Berufsausbildung der Metall- und Elektroindustrie haben. In einer Umfrage ermittelte die IG Metall im Bezirk Frankfurt, dass 70% der Beschäftigten die Arbeitswelt als ungerecht empfinden.

Tarifvertrag bei Bosch Solar Energy AG

IG Metall: Gute Arbeit in der Solarindustrie

Erfurt. Die IG Metall und die Bosch Solar Energy AG, Bosch Solar Wafers GmbH und die Bosch Solar Thin Film GmbH in Erfurt und Arnstadt haben für die rund 2.000 Beschäftigten ein umfassendes Tarifpaket geschnürt.

Bezirksleiter Armin Schild erklärte dazu heute in Frankfurt: „Damit sind tariflich abgesicherte Regelungen zu Entgelt, Arbeitszeit, Urlaub etc. verbindlich getroffen worden. Wir danken den Beschäftigten und der Verhandlungskommission, die erstmals im IG Metall Bezirk Frankfurt einen Tarifabschluss mit einem der größten Unternehmen der Solarbranche erzielen konnte."

Verhandlungsführer Klaus-Dieter Schmidt stellte fest: „Es waren über Monate andauernde schwierige Verhandlungen nötig, die zu einem guten Ergebnis geführt haben."

IG Metall Erfurt

Wolfgang Lemb wird Erster Bevollmächtigter

Die Delegiertenversammlung der Erfurter IG Metall wählte am 12. März 2011 Wolfgang Lemb zum Nachfolger des in den Ruhestand gehenden 1. Bevollmächtigten Rudolf Krause. Am 1. Mai trat Wolfgang Lemb sein Amt an. 
Wolfgang Lemb war 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstellen Gera und Jena-Saalfeld. Er ist Mitglied des Thüringischen Landtages und dort im Ausschuss für Wirtschaft, Technologie und Arbeit tätig. "Ich bin überzeugt, dass Wolfgang Lemb die IG Metall Erfurt mit seiner Arbeit bereichern wird", so Rudolf Krause.

 

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